Der Künstler "Die Freiheit in den eigenen vier Wänden ist eine Illusion". Ebrahim Ehrari Ebrahim Ehrari wurde 1938 in Urmia, Süd-Aserbeidschan, geboren. Nach prägenden Jahren übersiedelte er 1966 nach Europa und absolvierte bei den Professoren Wolfgang Ludwig und Hans Fortsch ein Studium im Fach Informationsgrafik-Design an der Hochschule für Bildende Künste Berlin. 1973 übernahm er an der Fakultät für Schöne Künste an der Universität Teheran und an der dortigen Akademie für Angewandte Künste eine Dozentur für den Bereich grafische Techniken. 1975 kehrte er nach Europa zurück und studierte Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin. Seit 1976 ist Ebrahim Ehrari Leiter der Radierwerkstatt des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler Berlin. Ebrahim Ehrari hat bereits in Österreich ausgestellt: in Deutschlandsberg, Salzburg und Wien.
Seine Bilderwelt Ebrahim Ehraris künstlerisches Schaffen wird von seinem virtuosen Können im Umgang mit grafischen Techniken charakterisiert. Seine Farbradierungen zeigen bemerkenswerte drucktechnische Feinheiten, die seiner inhaltlich-differenzierten, symbolischen Bildsprache entsprechen. In seinen Radierungen erzählt er fantasievolle Geschichten, in denen der Zusammenhang zwischen Körper und Geist, Ort und Zeit aufgehoben wird. Seine bevorzugten Symbole erschließen eine neuartige Bildwelt: Vogel steht für Freiheit; Rahmen für Begrenzung; Raum für begrenzte Freiheit; Fenster für Hoffnung; grüne Farbe für Schiitentum; Spitzen für Bedrohung; Wasser für Leben; Fisch für Frische und Lebenskraft; Pferd für Kraft, Dynamik und Schiitentum. "Die Balance zwischen europäischer und orientalischer Bildtradition, zwischen Abbildhaftem und poetisch Sinnbildhaftem ergibt bei Ehrari eine neue Bildwelt voller Anspielungsreichtum, aber auch mit einem in sich kohärenten Bedeutungsgefüge, zuweilen düster verhangen, aber auch von großer Eindringlichkeit und verhaltenem Optimismus." (Zitat aus Gemischte Gefühle) |