FORSCHUNGSBEREICH
Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (AVL)
TEAM Susanne Knaller (Romanistik) (Leitung) Andreas Mahler (Anglistik) (Stellvertretung) Klaus Rieser (Amerikanistik) Werner Wolf (Anglistik/Zentrum für Intermedialität) Günther Höfler (Germanistik) Robert Vellusig (Germanistik) Erna Pfeiffer (Romanistik) Doris Pichler (Romanistik) Astrid Poier-Bernhard (Romanistik) Peter Deutschmann (Slawistik) Hildegard Kernmayer (Zentrum für Kulturwissenschaften) Alexandra Strohmaier (Zentrum für Kulturwissenschaften)
FORSCHUNG Im Vergleich zu den Einzelphilologien hat die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft einerseits eigene Fragestellungen und Forschungsbereiche, baut aber andererseits auf Einzeldisziplinen auf und leitet diese in allgemeine Fragestellungen über. Sie betreibt Grundlagenforschung für die und mit den Einzeldisziplinen. Damit werden einzelne Fachbereiche an theoretischen, methodischen und sachlichen Schnittstellen produktiv zusammengeführt.
Der Forschungsbereich Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft ist inter- und transdisziplinär angelegt. Hat sich die traditionelle Komparatistik auf den Vergleich, die Rezeption und die wechselseitigen Beziehungen zwischen Nationalliteraturen beschränkt, so erforschen neuere Ansätze Literatur im Verhältnis zu anderen Medien (Bildmedien, Musik) und im kulturellen Zusammenhang. Beide Forschungsrichtungen – traditionelle Komparatistik und Literatur in medialen, kulturellen und sozialen Kommunikationsverhältnissen – sollen in ihren theoretischen und methodischen Ausrichtungen entscheidend durch die innovative Verknüpfung mit Allgemeiner Literaturwissenschaft verstärkt werden. Ein solcher Ansatz forciert die Grundlagenforschung und ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Theorie- und Methodenmodellen. Den Schwerpunkt des Forschungsbereichs bildet daher die Allgemeine Literaturwissenschaft mit ihren theoretischen und methodologischen Angeboten (auch für andere Disziplinen).
Internationale Fachtagung: Grazer Forschungskolloquien zur Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft "Literaturwissenschaft heute – Gegenstand, Positionen, Relevanz" (2.-3. Dezember 2011) |
LEHRE
WAHLFACHMODUL MIT ZERTIFIKAT AB WINTERSEMESTER 2011/12
Freies Wahlfachmodul (für alle Masterstudien)
Interdisziplinäres Modul (Germanistik Masterstudium)
Wahlfach (Doktoratsstudium der Philosophie)
Das interdisziplinäre Wahlfachmodul mit Zertifikat wird im Rahmen des Forschungsbereichs Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft angeboten. Das Modul umfasst mindestens drei LV oder ca. 15 ECTS. Verpflichtend für das Zertifikat ist die VO „Perspektiven (nicht nur) auf Texte“.
LEHRANGEBOT 2011/12
Lehrveranstaltungen und Kolloquien |
Wann |
VORLESUNG: PERSPEKTIVEN (nicht nur) auf Texte: Transdisziplinäre Konzepte der Literaturwissenschaft Diese Lehrveranstaltung ist inter- und transdisziplinär angelegt und diskutiert Schlüsselbegriffe der Literaturwissenschaft, die für alle Disziplinen, die mit Texten arbeiten, im Hinblick auf Analyse und Verstehen interessant sind. Auch werden sprach- und textbezogene Komponenten in denKontextanderer Medien gestellt, erklärt und produktiv gemacht. Der Fokus liegt auf der Frage nach den analytischen, theoretischen und emotionalen Sinn- und Verstehensangeboten von Texten und Medien. |
WS 2011/12 |
FÄCHERÜBERGREIFENDES DOKTORATSKOLLOQUIUM LITERATURWISSENSCHAFT: Forschungsgespräche und Projektpräsentationen Im Mittelpunkt steht die Vorstellung literatur- und medienwissenschaftlicher Projekte von DoktorandInnen. Dieser wissenschaftliche Austausch erlaubt die intensive Diskussion von Theorien, Methoden und Konzepten, die Anschlussmöglichkeiten und die Verknüpfung von Projekten erleichtern soll. Im Besonderen sollen theoretische und methodologische Ansätze erörtert werden. |
WS 2011/12 |
Seminare und Vorlesungen |
|
Erna Pfeiffer: Diaspora, Exil, Erinnerung und Identität im Werk jüdisch-argentinischer AutorInnen |
WS 2011/12 |
Werner Wolf: The Rise of Mountains in Literary and Cultural Valorization |
WS 2011/12 |
Günther Höfler: Literatur und Philosophie – Goethe: Dichtung und Erkenntnis |
SS 2012 |
Andreas Mahler: Carnival and Carnivalisation |
SS 2012 |
Lehre und Forschung basieren auf einer Kooperation zwischen Romanistik, Anglistik, Amerikanistik, Germanistik und Slawistik, dem Zentrum für Kulturwissenschaften und dem Zentrum für Intermedialität. Das Modul ermöglicht eine Zusatzqualifikation für Studierende ab dem Masterstudium, sei es als Freies (alle Masterstudiengänge) oder als Gebundenes (Germanistik Masterstudium) Wahlfachmodul. Es ermöglicht eine sinnvolle Strukturierung der Freien Wahlfächer. Das Lehrangebot des Moduls stellt sich interdisziplinären und fächerübergreifenden Ansätzen aus der Perspektive der Literaturwissenschaft. Gefördert wird damit ein fächerübergreifender Austausch ebenso wie die fachinterne Diskussion aktueller und relevanter literaturwissenschaftlicher Fragestellungen.
Das Modul AVL kann als Wahlfach für das Doktoratsstudium der Philosophie gewählt werden.
Das Doktoratskolloquium Literaturwissenschaft bietet eine Plattform für Projekte und Forschungsvorhaben von DoktorandInnen und Lehrenden.
Das Wahlfachmodul, im Besonderen die Vorlesung „Perspektiven (nicht nur) auf Texte“, ist für Studierende aller Disziplinen, die mit Texten arbeiten, entworfen, daher auch interfakultär von Interesse. In der Vorlesung werden Schlüsselbegriffe der Literaturwissenschaft diskutiert, die Fragen der Konzeption und Interpretation von künstlerischen und nicht-künstlerischen Texten und Medien ansprechen. Diese wendet sich daher auch an Studierende der Rechtswissenschaften, Theologie, Soziologie, Psychologie, Sprachwissenschaft, Ethnologie und Geschichtswissenschaften.
Anmeldungen, Kontakt und weitere Informationen:
Institut für Romanistik Minerva Peinador Pérez Mag. MM.A.
Ao. Univ.-Prof. Dr. Susanne Knaller Homepage
Gefördert von: Vizerektorat für Forschung und Weiterbildung, Vizerektorat für Studium und Lehre, Geisteswissenschaftliche Fakultät Impressum: f.d.I.v.: Institut für Romanistik © 2011, Redaktion: Ao. Univ.-Prof. Dr. Susanne Knaller
|