Willkommen im Zentrum für Systematische Musikwissenschaft
Systematic Musicology and Music Psychology in Graz
Richard Parncutt, 2008-12

Sind sie vom Phänomen Musik fasziniert? Wollen Sie das Erleben und Verhalten in Bezug auf Musik besser verstehen? Wollen Sie nach dem Studium international mobil sein?

In der Systematischen Musikwissenschaft (SMW) werden allgemeine Fragen über Musik gestellt. Was ist Musik? Woraus besteht sie? Wie wird sie wahrgenommen und verarbeitet? Wie wirkt sie? Welche Funktionen hat sie? Warum gibt es sie? Zu den Teilgebieten der SMW gehören Musikpsychologie, Musikinformatik, musikalische Akustik, Musikphilosophie, Musikphysiologie und Musiksoziologie. Graz kann sich als ein internationales Zentrum der SMW behaupten, weil alle diese Teilbereiche an Grazer Universitäten durch Lehre und Forschung vertreten sind.

Das Fach Musikpsychologie ist ein Teilbereich sowohl der Musikwissenschaft wie auch der Psychologie. Die Forschungsgegenstände sind vorwiegend musikalisch, die Forschungsmethoden vorwiegend psychologisch (d.h. empirisch und datenorientiert, quantitativ oder qualitativ). Die Musikpsychologie ist ein dynamisches, wachsendes, zukunftsorientiertes Fach mit einer starken internationalen Infrastruktur und fortschrittlichen Qualitätskontrollmechanismen (Peer Review). Der Erfolg einer Musikpsychologin oder eines Musikpsychologen hängt nicht in erster Linie vom Rang oder Alter, sondern von der tatsächlichen wissenschaftlichen Leistung ab.

Sie können Musikpsychologie im Rahmen der Grazer Studienrichtung Musikologie studieren. In den ersten vier Semestern des Bachelorstudiums erwerben Sie Grundkenntnisse in verschiedenen Teilbereichen der Musikwissenschaft. Danach können Sie sich auf Musikpsychologie spezialisieren, indem Sie den Schwerpunkt Musikpsychologie und Akustik wählen.

Warum sollte man SMW oder Musikpsychologie studieren - und warum ausgerechnet in Graz, Österreich? Bei der Wahl eines universitären Studiums sollten mehrere Kriterien berücksichtigt werden:

Zum letzten Punkt: Die Lehrenden im Schwerpunkt Musikpsychologie und Akustik sind am Zentrum für Systematische Musikwissenschaft und am Institut für Elektronische Musik und Akustik tätig. Ihre Forschung ist in der Regel international sichtbar und anerkannt und erfüllt die üblichen Leistungskriterien der modernen internationalen Wissenschaft. Meine Publikationen werden häufig zitiert, ich werde häufig als Redner eingeladen und ich bin Beiratsmitglied bei zahlreichen Fachzeitschriften und Fachtagungen. Meine Lehrveranstaltungen sind anspruchsvoll und werden positiv evaluiert. Wer bei mir ein Forschungsprojekt durchführt, wird von zahlreichen internationalen WissenschaftlerInnen als MusikpsychologIn bzw. Systematische/r Musikwissenschaftler/in anerkannt.

Zu diesem Thema habe ich auch eine besondere Bitte an alle Studierenden. Erwarten Sie nicht von ihren Lehrenden, dass Sie viel Zeit der Lehre oder ihrer individuellen Lernproblemen widmen. Erwarten Sie bitte Qualität - aber nicht Quantität. Universitätslehrende haben die Aufgabe, forschungsgeleitet zu lehren. Wünschenswert ist ein Gleichgewicht zwischen Lehre und Forschung, denn die Qualität der Forschung beeinflusst in der Regel die Qualität auf Lehre (möglicherweise auch umgekehrt). Die universitäre Forschung leidet oft darunter, dass Universitätslehrende - vor allem diejenigen, die motiviert sind und gute Ideen haben - einfach nicht genug Zeit für die Forschung haben. Sogar der internationale Ruf einer Universität kann darunter leiden, wenn Lehrende zu viel lehren müssen. Aus dieser Sicht sollten Universitätslehrende generell versuchen, die beste Lehre in der kürzesten Zeit anzubieten. Es gilt, die Vor-und Nachbereitungszeit zu minimieren, damit das "Zeit-Leistungsverhältnis" stimmt. Die besten Studierenden gehen erfolgreich mit dieser Situation um und profitieren sogar von ihr, indem sie zunehmend wissenschaftlich unabhängig werden.

Fragen? Sie können gern ohne Anmeldung meine LVn besuchen, mich anrufen oder in meinem Büro vorbeikommen.


Richard ParncuttCentre for Systematic Musicology, Faculty of Humanities, University of Graz