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Dokument: http://www.uni-graz.at/zas1www/zas1www_publikationen/zas1www_publikationen-3.htm
Datum: 04.02.2012
 

Aging Studies in Europe

Eine C.IAS-Publikationsreihe, die bei LIT veröffentlicht wird.

Reihenherausgeberinnen: Roberta Maierhofer & Heike Hartung

Band 3: „Lebensalter“: Leben und Altern als Widerspruch?

(Erscheinungsdatum Sommer/Herbst 2012)

Hrsg. Ulla Kriebernegg, Roberta Maierhofer und Heidrun Mörtl

Das Konzept der „Lebensalter“ wird seit der Antike mit unterschiedlichen Ikonographien und Vorstellungswelten verknüpft – von der ptolemäischen Kosmologie der sieben Lebensalter und der galenischen Medizin der Vier Elemente, die den Lebensaltern Jahreszeiten zuordnet, bis zur  Lebenstreppe, die im 18. Jahrhundert Lebensalter auf gesellschaftliche Rollen festlegt. In gegenwärtigen westlichen Gesellschaften wird Lebensalter einerseits als individuelle Biographie definiert, andererseits wird die Zuschreibung „Jugend“ immer weiter ans Ende des Lebenslaufs verschoben, wodurch Leben und Altern geradezu als Widerspruch erscheint.

Die vermeintliche Binarität von „jung“ und „alt“, die auf einem biogerontologischen Defizitmodell des Alterns als körperlicher Verfall basiert, lässt sich aus kulturwissenschaftlicher Perspektive in eine Ambiguität des Alterns umdeuten. Diese kulturell definierte Ambiguität ermöglicht es, positive und negative Altersbilder in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung zu analysieren und damit einen Ausgangspunkt für einen Dialog unterschiedlicher Disziplinen des Wissens über das menschliche Altern anzubieten. Dabei können z. B. Widersprüche zwischen an der Kaufkraft älterer Menschen orientierter Aufwertungen von Altersbildern in der Werbung sichtbar gemacht werden, die einerseits sinnstiftend und befreiend wirken können, andererseits aber auch ausschließenden und benachteiligenden Charakter haben können, wenn sie die Realität von Krankheitserfahrungen im hohen Alter ausblenden. Ebenso können auch scheinbar negative Altersbilder, die auf den zunehmenden körperlichen Verfall und auf Krankheitserfahrungen fokussieren, eine Wertschätzung des Lebens auch im hohen Alter umfassen, das von „erfolgreicher Zerbrechlichkeit“ („successful frailty“) gekennzeichnet ist. Der vorliegende Band versteht somit das Verhältnis von Leben und Altern als einen produktiven Widerspruch oder eine Ambiguität, die das Wechselspiel von Kontinuität und Veränderung als identitätsstiftendes Merkmal im Lebenslauf fokussiert. Alter und Altern sind kontinuierliche, kreative Prozesse, der nicht starr an die Chronologie der Jahre gebunden ist, sondern eine Auseinandersetzung des Individuums mit sich verändernden Lebensumständen darstellt. Somit bietet Altern die Möglichkeit für emanzipatorische Gegennormen und Subversion.

Kontakt:
Heidrun Mörtl
Center for Inter-American Studies
Karl-Franzens-Universität Graz
Österreich
heidrun.moertl@uni-graz.at

Band 2: Aging, Performance, and Stardom: Doing Age on the Stage of Consumerist Culture (in print)

Erscheinungsdatum 2012

Now available at bookshops and online: www.lit-verlag.de

Editors: Aagje Swinnen und John A Stotesbury

In aging studies, age, like other salient markers of identity, is defined not in terms of being but of doing. One adjusts automatically to the implicit norms of age-appropriate behavior that structure everyday life. In Western culture, these norms install a hierarchical dichotomy between the young and the old – the latter still getting the worst of it.

This second volume in the Aging Studies in Europe series focuses on questions concerning the ways in which actors and socialites perform aging on the stage of consumerist culture. How do celebrities, whose star personae are ultimately connected with the prime of their lives, cope with the aging process? Which public practices invite subtle adjustment of age scripts that focus on the decline of physical strength and attractiveness as the years pass?

Aging Studies in Europe, Bd. 2, 256 S., 24.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-90176-7

Weitere Informationen zu diesem Buch finden Sie unter: http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-90176-7

Band 1: Narratives of Life: Mediating Age (for sale)

(Erscheinungsdatum 2008)

Editors: Heike Hartung und Roberta Maierhofer

Narratives of Life: Mediating Age. The prospect of increasing longevity has turned aging and old age into a topic of concern in Western societies. The discourse of age and the proliferation of narrative in contemporary media culture both transgress disciplinary boundaries. Addressing the "narratives of life" from different disciplinary angles this volume aims to explore the scope of a narrative gerontology. Aging and the stories that are told about it or from within are transnational and transcultural phenomena. While aging is thus a universal process, attention is also drawn to the categories of difference that it evokes: Historical, social and cultural differences as well as gender differences.

Aging Studies in Europe, Bd. 1, 208 S., 24.90 EUR, br., ISBN 978-3-8258-1229-4

Weitere Informationen zu diesem Buch finden Sie unter:http://www.lit-verlag.de/isbn/3-8258-1229-4

for sale also @ C.IAS, Uni Graz, Merangasse 18/II, 8010 Graz, Austria

 
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