Herzlich willkommen am Institut für Philosophie!
Welcome to the Philosophy Department!
Aktuelles / News
Herr Prof. Dr. Marian David, derzeit University of Notre Dame, USA, hat den Ruf angenommen, ab dem 01. 07. 2012 als Univ.-Prof. für Theoretische Philosophie am hiesigen Institut für Philosophie tätig zu sein. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Herrn David!
V e r a n s t a l t u n g e n
Vortrag
von Stefan Schulz (Medizinische Universität Graz)
"Biomedizinische Ontologie"
Zeit: Dienstag, 22. Mai 2012, 19 s. t.
Ort: Großer Übungsraum des Instituts für Philosophie (UR 09.51), Heinrichstraße 26/V
Zur Person:
Stefan Schulz studierte Medizin an der Universität Heidelberg (Doktorat 1990) und habilitierte sich 2003 an der Universität Freiburg für das Fach Medizinische Informatik. Er ist seit 18 Jahren in der medizininformatischen Forschung tätig, seit 2010 als Universitätsprofessor für Medizinische Informatik an der Medizinischen Universität Graz. Er war an seiner früheren Position (1994 – 2010, Univ. Freiburg) in nationalen und europäischen Projekten zu Ontologien, Terminologiesystemen, Verarbeitung natürlicher Sprache und Informationsrecherche tätig.
Besondere Schwerpunkte sind derzeit die Erstellung eines Ontologie-Curriculum, sowie die ontologiebasierte Umgestaltung der Medizinterminologie SNOMED CT. Weitere Arbeiten bezogen sich auf Upper-level-Ontologien, Mereologie, Dispositionen, sowie Informationsentitäten im Zusammenhang mit der klinischen Dokumentation von Krankheits- und Behandlungsverläufen. Von seinen zahlreichen Publikationen sei nur ein eine äußerst knappe Auswahl angegeben:
Schulz, S; Cornet, R; Spackman, K .Consolidating SNOMED CT’s ontological commitment. Applied ontology. 2011; 6: 1-11. Schulz, S; Stenzhorn, H; Boeker, M; Smith, B. Strengths and limitations of formal ontologies in the biomedical domain. RECIIS Rev Electron Comun Inf Inov Saude. 2009; 3(1):31-45. Schulz S, Stenzhorn H, Boeker M: The ontology of biological taxa. Bioinformatics, 2008; 24 (13): i313-i321. Schulz S, Johansson I: Continua in Biological Systems. The Monist, 2007; 90 (4), 499-522
URL: http://user.meduni-graz.at/stefan.schulz/
Zum Inhalt:
In Medizin und Biowissenschaften sind seit langem kontrollierte Vokabularien im Einsatz, wie die WHO- Krankheitsklassifikation und die Medical Subject Headings der US National Library of Medicine. Sie unterstützen z.B. Dokumentenrecherche, Krankheitsstatistik, und Qualitätssicherung. In den Computerwissenschaften sind seit etwa 20 Jahren Ontologien als formale Repräsentation intensionaler Konzeptdefinitionen mittels formaler Logik ein Thema. In den letzten 15 Jahren hat eine Konvergenz zwischen diesen Ansätzen und Prinzipien der analytischen Philosophie stattgefunden. Mittlerweile unterstützen benutzerfreundliche Softwarewerkzeuge die Ontologieerstellung, Recherche, Konsistenzprüfung und Inferenz. Zahlreiche biomedizinische Ontologien sind entstanden. Beschreibungssprachen wurden standardisiert. Ein großer Durchbruch ist jedoch noch nicht zu verzeichnen. Gerade große Ontologien leiden an teils erheblichen Qualitätsproblemen, die Einigung auf verbindliche Top-Kategorien und Relationen erweist sich als schwierig, und der von philosophischer Seite propagierte Ansatz des ontologischen Realismus ist schwer mit der aus der Terminologie- und Thesauruslehre stammenden Konzeptorientierung in Einklang zu bringen. Dieser Vortrag geht beispielhaft auf biomedizinische Ontologien ein und demonstriert mit Protégé 4.2 das derzeit populärste Softwarewerkzeug zur Ontologieerstellung.
Die Veranstaltungen sind frei zugänglich.
Wir danken der Stadt Graz und dem Land Steiermark für die Förderung des Vortrages.
Prof. Stefan Schulz (mit-)organisiert im Juli interessante Tagungen, die mit dem oben angeführten Thema im engen Zusammenhang stehen, vor allem die International Conference of Biomedical Ontology und die FOIS Meetings. Siehe dazu
http://kr-med.org/icbofois2012/foisws.htm http://kr-med.org/icbofois2012/icbows.htm http://kr-med.org/icbofois2012/index.htm
Veranstaltungen im Rahmen des Projekts
"DenkZeitRaum. Wem gehört die Zukunft?"
Ein Projekt des Teams der Praktischen Philosophie der Karl-Franzens-Universität Graz in Zusammenarbeit mit dem Bürgermeisteramt der Stadt Graz und dem Literaturhaus Graz: www.wemgehoertdiezukunft.at
Glockenspielplatz, 8010 Graz
>> P r o g r a m m
24. Mai 2012, 18 Uhr
Eröffnungsdiskussion mit Emilia Andreeva-Moschen (Leiterin des Studiengangs an der FH Joanneum Fahrzeugtechnik), Eva Kreissl (Kuratorin der Ausstellung am Universalmuseum Joanneum ZeitZeitZeit, Wolfgang Berger (Leiter des EU-Projekts „Initiative für Neue Zeitkultur"), Gerhard Melzer (Leiter des Literaturhauses Graz), Martin Titz (Gemeinderat in Graz) und VertreterInnen des Zeitteams der Praktischen Philosophie der KFU Graz; Vorstellung des Programms und Präsentation des Dokumentationsbuches „Wem gehört die Zeit?“.
31. Mai 2012, 18 Uhr
Kurt Lüscher und Roberta Maierhofer zu Idee der Generationengerechtigkeit im Kontext der Generationenpolitik
4. Juni 2012, 18 Uhr
Steven Gardiner und Klaus Taschwer zur ethischen Tragödie des Klimawandels
11. Juni 2012, 18 Uhr
A C H T U N G: Literaturhaus, Elisabethstrasse !!!
Ludger Heidbrink und Elisabeth List zu einem Leben nach dem Fortschritt
5. Juli 2012, 18 Uhr
Abschlussdiskussion mit Emilia Andreeva-Moschen (Leiterin des Studiengangs an der FH Joanneum Fahrzeugtechnik), Eva Kreissl (Kuratorin der Ausstellung am Universalmuseum Joanneum ZeitZeitZeit, Wolfgang Berger (Leiter des EU-Projekts „Initiative für Neue Zeitkultur"), Gerhard Melzer (Leiter des Literaturhauses Graz), VertreterInnen des Bürgermeisteramts der Stadt Graz und VertreterInnen des Zeitteams der Praktischen Philosophie der KFU Graz; Ausblick auf die kommenden Denkzeiträume und den Schreibwettbewerb.
Im Anschluss an die Veranstaltungen im Glockenspielhaus dürfen wir Sie im Namen der Stadt Graz zu einem kleinen Buffet einladen.
Wir bitten um Anmeldung zu den jeweiligen Veranstaltungen unter info@wemgehoertdiezukunft.at
Workshop
des FWF Projekts
Climate Justice. The Significance of Historical Emissions
und des ACRP Project
Responding to the Challenges for International and European Climate Policy after Copenhagen
mit u.a. Prof. Stephen Gardiner (University of Washington, Seattle),
Montag, 04.06.2012; 12-18 Uhr, UR 09.51, Institut für Philosophie, Heinrichstr. 26., 5. Stock
Kontakt: Univ.-Prof. Dr. Lukas Meyer und MMag. Pranay Sanklecha
Internationaler Workshop "Klima und Kultur"
des Arbeitsbereichs Praktische Philosophie gemeinsam mit dem Zentrum für Kulturwissenschaften der KFU Graz und dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen
11. und 12. Juni 2012, Institut für Philosophie, Heinrichstr. 26, 5. Stock
Kontakt: Univ.-Prof. Dr. Lukas Meyer und Mag. Regina Brunnhofer
Symposium “Rousseau nach 300 Jahren”
22. Juni 2012, Institut für Philosophie, Heinrichstraße 26, 5. Stock, UR 09.51
voraussichtliches Programm:
vormittags
Udo THIEL (Graz): Rousseau über das Selbstgefühl
Simone DE ANGELIS (Graz): Rousseau und der Orang-Utan
nachmittags
Gideon STIENING (München): Une maison simple et bien réglée? Zur Politischen Theorie und Praxis in La Nouvelle Héloïse
Heiner F. KLEMME (Mainz): Kant und Rousseau
Nenad MISCEVIC (Maribor): Social Contract as Thought Experiment
Nähere Informationen: Univ.-Prof. Dr. Udo Thiel
Diese Veranstaltung wird in Kooperation mit der Studienrichtungsvertretung Philosophie organisiert.
Universitätskurs Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen – Certified Programme
11.11.2011 – 30.06.2012
Wissenschaftliche Leitung: Daniela G. Camhy
Ansprechperson: UNI for LIFE, Jutta Pollhammer, Beethovenstraße 9, 8010 Graz, TEL: 0316-380-1121, mailto: jutta.pollhammer@uni-graz.at
Nähere Informationen & Anmeldung unter: http://www.uniforlife.at/index.php?lang=de&page=content/ukurs-philo-de.html
Folder als PDF
Workshop "Paper on Emissions Budgets"
mit Jeremy Moss, University of Melbourne
3. Juli 2012, 15-18 Uhr,
HS 15.01, Resowi-Zentrum, Bauteil B, Erdgeschoß, Universitätsstr. 15
Nähere Informationen: Lukas Meyer und Amelie Stuart
Ontologie-Tagungen an der Med-Uni Graz
Von 22.-27 Juli 2012 finden zwei Tagungen, die sich mit Ontologie beschäftigen, an der Med-Uni Graz statt. Weitere Informationen finden Sie unter: http://user.meduni-graz.at/stefan.schulz/icbofois2012/index.htm
Auszeichnung
im Rahmen der Veranstaltung Interventionen der Karl-Franzens-Universität für mehr Chancengleichheit in der Wissenschaft erfolgte am 30. Jänner 2012 die Auszeichnung von 5 Wissenschaftszweigen der Universität Graz gemäß „Anreizsystem für Frauenförderung“ durch die Vorsitzende des AKGL Ao.Univ.-Prof.in Dr. Katharina Scherke und Vizerektorin Ao.Univ.-Prof.in Dr. Renate Dworczak, Karl-Franzens-Universität Graz.
Ergebnis der Berechnung des Anreizsystems: Institut für Philosophie – 3. Platz der Auszeichnung (mit finanzieller Zuwendung)
RefWorks-Datenbank Praktische Philosophie
[Link]
Studentische MitarbeiterInnen des Arbeitsbereichs Praktische Philosophie haben ein Literaturarchiv Praktische Philosophie mitsamt Refworks-Datenbank zur Nutzung insbesondere durch die Studierenden fertig gestellt. Die Nutzung ist ab sofort möglich.
Das Literaturarchiv besteht aus ca. 3000 Artikeln, Papers und Texten (aus Lukas Meyers Beständen). Die Texte sind mit einem Nummernsystem (Referenz-ID) versehen. Das Archiv wird laufend erweitert werden.
Das online-Archiv kann durch Stichwortsuche oder Autorensuche einfach durchsucht werden (über die Funktion "Refshare durchsuchen" im Balken oben rechts der Refworks-Datenbank). Sie finden die Datenbank unter http://www.refworks.com/refshare?site=048091199854800000/RWWEB108180000/009451280141064000
Veröffentlichungen
Harald Berger (Hg.), Albert von Sachsen, Logik. Lateinisch-Deutsch. Übers., mit einer Einleitung und Anmerkungen hrsg, Hamburg: Meiner 2010 (PhB 611)
Daniela Camhy (Hg.), Dialogue -- Culture -- Philosophy. Philosophizing with Children in Transcultural Environments (Conceptus-Studien 19), Sankt Augustin: Academia Verlag 2009
Martina Fürst, Guido Melchior (eds.), Intentionality and Experience. Acta Analytica 26/1 (2011)
Martina Fürst, Wolfgang Gombocz, Christian Hiebaum (Hg.), Gehirne und Personen. Beiträge zum 8. Internationalen Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Philosophie in Graz, Bd. 1, Heusenstamm: Ontos 2009
Anton Grabner-Haider u.a., Kulturgeschichte des frühen Mittelalters: Von 500 bis 1200 n.Chr, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2010
Elisabeth List, Harald Stelzer (Hg.), Grenzen der Autonomie, Weilerswist: Velbrueck 2010
Elisabeth List u.a., Klassikerinnen des modernen Feminismus, Aachen: Ein-Fach-Verlag 2010
Elisabeth List, Ethik des Lebendigen, Weilerswist: Velbrueck 2009
Lukas Meyer (Hg.), Intergenerational Justice, London: Ashgate 2012 (The Library of Essays on Justice)
Lukas Meyer, Barbara Reiter, Alexa Zellentin (Hg.), Wem gehört die Zeit? Ein Sommer in Graz, Graz: Leykam 2012
Lukas Meyer/Pranay Sanklecha (Hg), The Relevance of Ideal Justice. Analyse und Kritik. Zeitschrift für Sozialtheorie 33, Heft 2 (2011)
Lukas Meyer (Hg. gem. mit Matthew Matravers), Democracy, Equality, and Justice, London: Routledge 2010 (= Critical Review of International Social and Political Philosophy 13/1)
Lukas H. Meyer (Hg. gem. mit Axel Gosseries), Intergenerational Justice, Oxford: Oxford University Press 2009. Für Einleitungskapitel und Inhaltsverzeichnis bitte hier klicken
Lukas Meyer (Hg.), Legitimacy, Justice and Public International Law, Cambridge: Cambridge University Press 2009
Barbara Reiter, Ethik des Zufalls, München: Fink 2011
Sonja Rinofner-Kreidl (Hg. gem. mit Reinhold Esterbauer), Emotionen im Spannungsfeld von Phänomenologie und Wissenschaften, Frankfurt am Main: Peter Lang Verlag 2009
Udo Thiel, The Early Modern Subject: Self-consciousness and Personal Identity from Descartes to Hume, Oxford: Oxford University Press 2011
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