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Geisteswissenschaftliche Fakultät HomeKarl-Franzens-Universität Graz

Arbeitsgruppe: music/media/publishing

Institut für Musikwissenschaft/Graz


Aktuelles

1. Semestertreffen der Arbeitsgruppe: 18. November 2009, 18:00 Uhr im HS 23.02


Programm

Eva Gruber, Die Mythisierung Paganinis als Rezeptionsphänomen der deutschen Romantik    Abstract

Guido Ladinig, Die Rezeption des Brasilianischen Musikbogens "Berimbau" und seiner Musik - von der Kolonialisierung bis heute    Abstract

Birgit Hofstadler, Wahrnehmung von "Starqualitäten" bei Kandidaten in TV-Castingshows durch jugendliche Rezipienten    Abstract


1. Ziele

Die Arbeitsgruppe music/media/publishing, die am Institut für Musikwissenschaft in Graz institutionell verankert ist, hat sich zum Ziel gesetzt, eine Vernetzung von NachwuchswissenschaftlerInnen – sowohl innerhalb von Graz als auch mit anderen musikwissenschaftlichen Institutionen – zu fördern. Zwei Schwerpunkte werden dabei verfolgt:

(1) Sammelband: Einmal pro Jahr wird ein Sammelband veröffentlicht, welcher innovative Beiträge von NachwuchswissenschaftlerInnen im Diplomarbeits-, Masterarbeits- oder Doktoratsstudium zu einem vorgegebenen Themenschwerpunkt beinhaltet. Angehenden MusikwissenschaftlerInnen soll damit eine Publikationsmöglichkeit geboten werden. Der erste Band erscheint im Jahr 2010.

(2) Treffen: Die Arbeitsgruppe plant zudem regelmäßig studentische Zusammentreffen abzuhalten: Studierenden des Bachelor-, Master-, Diplom- und Doktoratsstudiums soll damit die Möglichkeit geboten werden, musikwissenschaftliche Fragestellungen in einem informellen Rahmen zu präsentieren und zu diskutieren.

Das erste Treffen findet am 18. November 2009 um 18:00 Uhr im HS 23.02 in der Mozartgasse statt. Willkommen sind Beiträge aus allen Teilbereichen der Musikwissenschaft in deutscher oder auch englischer Sprache – für die Präsentation sind 15 Minuten vorgesehen, Fragen und Diskussion sind im Anschluss erwünscht. Gemütlicher Ausklang findet bei Snacks und Getränken statt. Bei Interesse für ein Referat bitte unter musicmedia@gmx.at anmelden!

2. Inhaltliche Orientierung

Musikwissenschaft, verstanden als ein strukturiertes (Nach)Denken über alle Erscheinungsformen des kulturellen Phänomens Musik, wird traditionell in Lehre und Forschung in zwei große Bereiche gegliedert. Mit der Veränderung des Untersuchungsgegenstandes selbst bzw. mit der Erweiterung des Verständnisses dessen, was unter diesem verstanden wird, entsteht die Notwendigkeit zur Verschiebung bzw. Aufweichung dieser tradierten Grenzen. Ein Begriff, der es erlaubt, Musik als Kulturphänomen und sämtlichen damit einhergehenden Erscheinungsformen gerecht zu werden, ist jener des Mediums. Verstanden in einem sehr weiten Sinne und unter Bezugnahme seine ursprünglichen Bedeutung als (Ver)Mittler, ist er dem kulturellen Phänomen Musik immanent: Notation, als der Versuch der Verschriftlichung von Musik, das Musiktheater als eine multimediale Darstellungsform, der Prozess instrumentalen Musizierens, der Körperbewegungen mehr oder minder direkt, das heißt mediatisiert, in Klang umsetzt, das Schreiben über Musik, als ein an Medien gebundener Prozess, Musik als Spiegelbild gesellschaftlicher Normen bzw. Strukturen sowie die mediale Präsentation (popular)musikalischer Erscheinungsformen des/im 20. bzw. 21. Jahrhundert(s) mit all ihren Wechselwirkungen von Musikproduktion und Musikrezeption stellen das kulturelle Phänomen Musik und das Konzept des Mediums auf unterschiedliche Weise zueinander. Dieser Zugang lässt ein Überschreiten der oben erwähnten tradierten Grenzen zu, und steht in inhaltlicher Nähe zum Arbeitsbereich Popmusik und Medienkunst am Institut für Musikwissenschaft.

3. Mitglieder der Arbeitsgruppe

Mag.Dr. Beate Flath;  Mag. Elisabeth Pölzl-Hofer;  Mag. Susanne Sackl, Bakk.;  Dipl.Designer (FH) Andreas Pirchner