Die Abbildung zeigt die Sonne im sichtbaren Licht. Große und komplexe Gruppen
von Sonnenflecken sind deutlich zu sehen. Bildquelle: Sonnenobservatorium Kanzelhöhe
(www.kso.ac.at)
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Sterne sieht man nur in der Nacht - oder?
Wir vergessen leicht, dass auch unsere Sonne ein Stern und damit ein typisches astronomisches Objekt ist. Im Unterschied zu allen anderen Sternen können bei der Sonne aber auch Details auf der Oberfläche wie die dunklen, kühlen Sonnenflecken direkt beobachtet werden. Die Sonne selbst und die Bewegung der Erde um die Sonne haben einen fundamentalen Einfluss auf unser tägliches Leben. Die Sonne ist der elementare Licht- und Wärmespender für das Leben auf unserem Planeten. Die Rotation der Erde und der jährliche Lauf der Erde um die Sonne definieren unsere Zeitmessung. Auch die Entstehung der Jahreszeiten hängt direkt mit der Ausrichtung der Erdrotationsachse bezüglich der Umlaufbahn um die Sonne zusammen.
Im Rahmen des Astronomiejahres soll verstärkt bei jungen Leuten die Begeisterung für die Astronomie und Astrophysik geweckt werden. Für Schüler ist die Sonne ein ideales Beobachtungsobjekt, da Beobachtungen am Tag durchgeführt und direkt in den Unterricht integriert werden können. Um viele junge Menschen zu erreichen, werden deshalb 100 Solarscopes, einfache Geräte für die Sonnenbeobachtung, kostenlos an Schulen ausgegeben.
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Was sind Solarscopes?
Solarscopes sind stabile Kartonbausätze mit einem integrierten Linsen-Spiegelsystem (www.solarscope.com). Das Bild der Sonne wird auf einen Beobachtungsschirm projiziert und kann dadurch von mehreren Personen gleichzeitig betrachtet werden. Sonnenflecken und Sonnenfinsternisse können ohne Gefahr für die Augen beobachtet werden. !Warnung:! Es besteht akute Erblindungsgefahr, wenn ohne Sonnenfinsternisbrille direkt in die Sonne gesehen wird!
Mittels einfacher Messungen mit dem Solarscope können fundamentale Parameter der Erdbahn und Sonnenrotation bestimmt werden. Basierend auf den mit den Geräten gelieferten Experimentebeschreibungen wurden eigens Unterlagen erstellt, die ausführlich mögliche Experimente und deren Hintergrund erklären. Diese Unterlagen sind frei erhältlich (zum Download >>).
Beobachtungen und Experimente:
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Funktionsweise des Solarscopes: die Sonnenscheibe wird mittels einer Linse und eines Umlenkspiegels auf einen Schirm projiziert. Mittels der Winkelskala kann die Höhe der Sonne gemessen werden. Rechts: partielle Sonnenfinsternis beobachtet am 1. August 2008 mit dem Solarscope. Der Mond hat sich schon deutlich vor die Sonnenscheibe geschoben.
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Messung der Dauer des Sonnentages
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Messung des wahren Mittags
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Messung der Sonnenhöhe
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Messung der geografischen Breite und Ekliptikschiefe
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Messung der Zeitgleichung
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Beobachtung von Sonnenflecken
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Messung der Rotationsgeschwindigkeit der Sonne
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Beobachtung von Sonnenfinsternissen
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Wie kann ich ein Solarscope erwerben?
Solarscopes werden an den Universitäten Graz, Innsbruck und Wien ausgegeben. Die für das Solarscope-Projekt zuständigen Kontaktpersonen an diesen Unis finden Sie hier.
Im Idealfall sollten die Geräte selbst abgeholt werden, da leider keine Versandkosten von Seiten der Projektorganisation übernommen werden können. Andere Möglichkeiten für die Ausgabe der Solarscopes besprechen Sie bitte direkt mit der für Ihr Bundesland verantwortlichen Ansprechperson.
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Welche Unterlagen und Anleitungen gibt es und wie erhält man diese?
Es gibt eine ca. 30-seitige Dokumentation zu Beobachtungsmöglichkeiten und Versuchen mit dem Solarscope. Das Dokument erläutert auch ausführlich die Hintergründe der Experimente. Diese Unterlagen werden zusammen mit den Geräten selbst ausgegeben, stehen aber auch hier zur Ansicht und zum Download zur Verfügung:
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Welche Kosten sind damit verbunden?
Keine. Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung hat den Ankauf der Geräte finanziert.
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Dieses Projekt wurde gefördert von:
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Die für den Unterricht zur Verfügung gestellten Solarscopes sowie die Erstellung der Unterlagen wurden durch das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) gefördert. Es ist ein Teilprojekt im Rahmen des Projektes Österreichischer Beitrag zum Internationalen Jahr der Astronomie 2009 - Vorbereitungsphase 2008, einem vom BMWF geförderten Kooperationsprojekt zwischen den Universitäten Wien (DDr. Th. Posch), Innsbruck (Univ.-Prof. Dr. R. Weinberger) und Graz (Dr. A. Veronig). Die Solarscopes wurden dankenswerter Weise zu vergünstigten Konditionen geliefert von Firma AstroExperts, Wien (www.astro-experts.at). Für den Inhalt des Dokuments verantwortlich sind Mag. Sigrid Berkebile-Stoiser (sigrid.stoiser[at]edu.uni-graz.at) und Dr. Astrid Veronig (astrid.veronig[at]uni-graz.at), beide Institut für Physik (Institutsbereich für Geophysik, Astrophysik und Meteorologie) der Universität Graz. Die Unterlagen zu den Solarscope-Projekten wurden ausgehend von der mit den Solarscopes mitgelieferten Broschüre entwickelt (siehe auch www.solarscope.com).
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