Mäzene des Kasperls Johann Joseph La Roche
Kasperliaden im Repertoire des Leopoldstädter Theaters Kritische Edition und literatursoziologische Verortung
Obwohl die Leopoldstädter Schaubühne (von Karl v. Marinelli 1781 eröffnet) die wohl bedeutendste Spielstätte des Wiener Volksstücks genannt werden darf, fand das Repertoire des bekanntesten Schauspielers dieses Theaters, des Kasperldarstellers Johann Josef La Roche, in der literatur- wie theaterwissenschaftlichen Forschung kaum Beachtung.
Die angestrebte kritische Edition von Theaterstücken aus dem Repertoire des Leopoldstädter Kasperls alias Johann Josef La Roche soll bislang in Vergessenheit geratene Raritäten, die auf der Marinellischen Schaubühne mit dem Kasperl als beliebtesten Protagonisten zur Aufführung kamen, beleben und diese der Forschung zugänglich machen. Die begleitende, ausführlich angelegte Studie wird ein differenziertes Bild des Darstellers La Roche und der Autoren (Ferdinand Eberl, Leopold Huber, Karl Friedrich Hensler, Karl Marinelli und Joachim Perinet), die ihm die Stücke „auf den Leib schrieben“, zeichnen. Nach Kategorien der Feld-Theorie Pierre Bourdieus sollen die Autoren literatursoziologisch verortet und überdies die Spezifika des theatral-kulturellen Feldes in Wien bzw. im deutschsprachigen Österreich der damaligen Zeit rekonstruiert werden.
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