Forschungszentren an der Universität Graz*
Das vorrangige Ziel des Zentrums ist es, theoretisches und angewandtes ökonomisches Wissen im Bereich Accounting (insbesondere Rechnungslegung, Controlling und Besteuerung) zu generieren und zu fördern, welches sowohl im deutschsprachigem Raum als auch international Anerkennung findet. Schwerpunkte der Arbeit sind Publikationen, die Interaktion mit internationalen Forschungseinrichtungen, die Einflussnahme auf Regulierungsvorhaben sowie die Zusammenarbeit mit der Fachpraxis. Auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird besonderer Wert gelegt, z.B. durch Einrichtung eines Doktoratskollegs gemeinsam mit dem Schumpeter Centre.
CEQUACOS ist eine interdisziplinäre Plattform an der Universität Graz zur Entwicklung mathematischer Modelle und deren innovativer numerischer Umsetzung. Quantitative Methoden spielen in allen Naturwissenschaften, in der Medizin, in der Ökonomie und den Finanzwissenschaften sowie in allen Schlüsseltechnologien eine entscheidende Rolle. Konkrete realwissenschaftliche Modelle und deren mathematische und numerische Umsetzung tragen wesentlich zum vertieften Verständnis der zu erforschenden Phänomene und der zu optimierenden Technologien bei. Darüber hinaus bietet die numerische Simulation oft einen kostengünstigen Zugang zu Forschung und Entwicklung im Vergleich zur Erstellung von Modellen und Prototypen.
Nanotechnologie wird zweifelsfrei eine der Schlüsseltechnologien der Zukunft werden. Nanowissenschaften und Nanotechnologie sind daher für den Wissenschafts- und Industriestandort Steiermark in den kommenden Jahrzehnten von zentraler strategischer Bedeutung. Die Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Graz hat dieser Tatsache Rechnung getragen und einen fakultätsweiten Schwerpunkt im Rahmen des „Center für Nanostrukturforschung und Nanoanalytik“ (CNNA) eingerichtet. Ziel des Forschungszentrums CNNA ist die Förderung von Spitzenforschung auf dem Gebiete der Nanowissenschaften durch Bündelung der entsprechenden Aktivitäten in den Bereichen Physik, Chemie, Pharmazie und interdisziplinären Materialwissenschaften.
Das Centre for Intermediality Studies in Graz (CIMIG) beschäftigt sich mit der Förderung und dem Ausbau der Forschung und Lehre im Bereich der Intermedialitätsstudien. Insbesondere widmet es sich der systematischen Erfassung der Gegenstandsbereiche von Intermedialitätsforschung sowie der Definition der vielfältigen Möglichkeiten von Interaktion zwischen einzelnen Medien. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung einer im interdisziplinären Vergleich tragfähigen wissenschaftlichen Terminologie, die medien-spezifischen und medienübergreifenden Phänomenen gleichermaßen gerecht wird. Dabei wird in der Regel von Erkenntnissen der Literaturwissenschaft ausgegangen und deren mögliche Parallelsetzung in den anderen Medien erprobt. Darüber hinaus wird die kommunikationstheoretische und epistemologische Auswirkung der rasanten Entwicklung der ‚neuen Medien’ kritisch erfasst und in ihrer Konsequenz auf die heutige vielfältig vernetzte Medienwelt untersucht sowie in weiterer Folge die Anwendbarkeit von anhand der ‚alten Medien’ entwickelten Modellen auf die ‚neuen Medien’ ermittelt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in der Lehre zur Erhöhung der in der heutigen Gesellschaft unerlässlichen ‚Medienmündigkeit’ von Studierenden weitervermittelt.
Das Centrum für Jüdische Studien der Karl-Franzens-Universität Graz (CJS) ist eine Einrichtung, die Forschung in jüdischer Geschichte und Kultur betreibt sowie forschungsgeleitete Lehre anbietet. Das CJS wird aus Drittmitteln finanziert. Es versteht sich als eine von drei Institutionen an der Universität, durch die die Universität ihr Interesse an jüdischer Geschichte und österreichisch-jüdischer Beziehungsgeschichte zum Ausdruck bringt.
Die Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Graz verstärkt mit dem Centrum für Sozialforschung (Center for Social Research, CSR) ihre Kompetenz (1) im Bereich einer soziologischen und interdisziplinären Forschung, die auf die theoretische und empirische Analyse wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Problembereiche zielt; (2) im Bereich einer Generierung angewandten Wissens, das der Entwicklung von Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft dient, und (3) im Bereich einer fortgeschrittenen Lehre, die mit einer Mehrzahl von unterschiedlichen Zugangsweisen zu einschlägigen Fragestellungen Kompetenzen vermitteln will, die zu einer besseren Analyse- und Problemlösungsfähigkeit in wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Angelegenheiten befähigen
Von der Akupunktur bis hin zu den vielen hundert verschiedenen Arzneipflanzen – die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) boomt. Und sie wirkt: Seit über 4.000 Jahren wird TCM mit großem Erfolg praktiziert, und im Westen ist die Nachfrage nach Angeboten, die die klassische Schulmedizin ergänzen, seit Jahren im Steigen. Graz soll in Zukunft eine zentrale Rolle in der Erforschung der TCM spielen: Anfang März 2007 wurde das „Forschungszentrum für Traditionelle Chinesische Medizin“ gegründet, und in weiterer Folge soll ein weltweit einzigartiges Kompetenzzentrum entstehen, das die zahlreichen nationalen und internationalen Aktivitäten in Forschung und Lehre bündelt. Mit der Karl-Franzens-Universität Graz und der Medizinischen Universität Graz sind dabei gleich zwei Universitäten an vorderster Stelle im Einsatz.
Das Centrum ist benannt nach dem berühmten österreichischen Sozialwissenschaftler Joseph Alois Schumpeter, der von 1911 bis 1921 in Graz gelehrt und geforscht hat. Es schafft eine Plattform für NachwuchsforscherInnen, auf der in internationaler Kooperation und mit internationaler Ausstrahlung zu innovativen und relevanten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen gearbeitet wird.
Das HNMRC Graz ist eine interdisziplinäre universitäre Einrichtung, die auf Humanernährung und Stoffwechsel fokussiert. Ziel des Zentrums ist es, international anerkannte wissenschaftliche Kompetenzen und hoch-entwickeltes technisches Know-how auf dem Gebiet der Ernährungs- und Stoffwechselforschung zusammenzuführen, industrielle und institutionelle PartnerInnen mit dem Ziel der bestmöglichen Umsetzung der Forschungsergebnisse voll zu integrieren, bestehende hochspezialisierte apparative Infrastruktur gemeinsam zu nutzen und durch ein fokussiertes interdisziplinäres Forschungsprogramm vorhandene Synergien effizient einzusetzen und dadurch langfristigen Mehrwert zu schaffen.
Das Kompetenzzentrum für Kunst- und Kulturrecht ist ein Verein mit enger Anbindung an die Grazer Rechtswissenschaftliche Fakultät. Das Zentrum dient der Forschung, der Lehre und der Dienstleistung auf dem sich dynamisch entwickelnden Gebiet "Kunst und Recht". Es stellt somit eine österreichweit einmalige Institution auf dem Forschungsfeld Kunst- und Kulturrecht dar.
Das Kompetenzzentrum Südosteuropa ist ein Verein, der in enger Zusammenarbeit mit der Universität Graz tätig ist. Das Kompetenzzentrum baut auf einem System von bilingualen Länderreferenten aus JuristInnen, Sozial- und WirtschaftswissenschafterInnen auf. Daneben stützt sich das Kompetenzzentrum Südosteuropa auf ein weit verzweigtes Netzwerk von PartnerInnen aus Wirtschaft und Wissenschaft.
Lipid-associated disorders are a major and dramatically increasing health problem in industrialized countries. The emerging discipline of "Lipidomics" aims at the identification and characterization of the whole complement of lipids in biological systems, in healthy and diseased states. The Lipidomics Research Center Graz initiative is a platform of lipidologists from laboratories at the University of Graz, Medical University, Graz University of Technology, Joanneum Research and the Austrian Academy of Sciences. The goals are to mobilize and network basic and medical researchers and industry, to integrate state-of-the-art technology, and to further develop the position of Graz as an international center for lipid research.
Mit der Gründung des NeuroCenter Styria, das als interuniversitäres Forschungszentrum angelegt ist, sollen vorhandene Kompetenzen auf dem Gebiet der Hirnforschung in Zukunft noch stärker gebündelt werden. Damit wird der Steiermark eine führende Rolle in einem der weltweit am schnellsten wachsenden Forschungsgebiete zukommen. Einer der Forschungsschwerpunkte des Zentrums liegt in der Weiterentwicklung von Brain-Computer-Interface (BCI)-Lösungen zur direkten Kommunikation von Gehirn und Computer. Damit ist es möglich, die elektrischen Signale des Gehirns zu nutzen, um Geräte zu steuern, die an einen Computer angeschlossen sind. BCI-Anwendungen bieten auch viel versprechende Möglichkeiten in der Schlaganfall-Therapie und können ebenso zur Analyse komplexer Denkvorgänge – etwa beim Rechnen oder Übersetzen – zum Einsatz gelangen. Auch auf dem Gebiet der so genannten Nah-Infrarot-Spektroskopie möchte man in Graz Akzente setzen.
The Regional Center of Expertise is located at the Institute of Geography and Regional Science at the University of Graz. The RCE is funded by the City of Graz for its first term from November 2006 until October 2007. The University of Graz and its facilitators of the RCE Graz-Styria have been involved in sustainability research in various fields for many years. The foundation of an RCE has been the logical further step to deepen and promote ongoing sustainability research and development activities on a local and global level. The RCE strengthens and fosters regional, national and global co-operations and empowers strategies to implement research and education for sustainable development into the region of Graz-Styria.
Das Forschungszentrum VESTIGIA wurde vom Rektorat der Universität Graz als fakultätsübergreifender Leistungsbereich eingerichtet. Der unmittelbare Forschungsgegenstand umfasst: (i) Erschliessung bislang unbekannter oder unzugänglicher Sammlungen vorwiegend aus dem Raum Süd- und Osteuropas; (ii) Erschliessung von einzelnen Handschriften und -sammlungen, die aufgrund der Quellensprachen bisher weitestgehend unbeachtet geblieben waren; (iii) Erschliessung von Palimpsesten und Handschriftenfragmenten; (iv) die konservatorische Behandlung von Handschriften und ihre Digitalisierung; (v) die Edition und inhaltliche Aufarbeitung ausgewählter Quellen sowie (vi) die Ausbildung von qualifizierten Nachwuchskräften und die konstante Weiterbildung des Stammpersonals.
Leitziel des Wegener Center der Universität Graz ist es, ein national und international anerkanntes Center of Excellence für Forschung im Bereich "Klimawandel, Umweltwandel und Globaler Wandel" zu sein. Das Forschungsinteresse erstreckt sich dabei von der Beobachtung, Analyse, Modellierung und Vorhersage des Klima- und Umweltwandels über die Klimafolgenforschung bis hin zur Analyse der Rolle des Menschen als Mitverursacher, Mitbetroffener und Mitgestalter dieses Wandels.
Das Zentrum für Amerikastudien ist eine Forschungseinrichtung mit der Zielsetzung, die Forschungsarbeiten, welche Nord- und Lateinamerika betreffen, zu bündeln bzw. zu koordinieren und die Präsenz der Amerikastudien innerhalb und außerhalb der Universität Graz zu stärken. Die Kulturräume Kanada, USA und Lateinamerika werden nicht isoliert voneinander betrachtet, sondern sollen einer interdisziplinären und interkulturellen Analyse unterzogen werden, die die historischen, wirtschaftlichen und sozio-kulturellen Zusammenhänge dieser Regionen untersucht. Die vernetzte Auseinandersetzung mit den genannten Kulturräumen soll zu einer überregionalen Perspektive führen, aus der die sich wandelnde Rolle der Amerikas in einer globalisierten Welt betrachtet wird.
Arbeitsbereich ist die Erforschung der menschlichen Bewegungs- und Leistungsfähigkeit aus biophysikalischer und medizinischer Sicht. Die Themen umfassen Fragen des Breiten- und Spitzensports, sowie Bereiche der Rehabilitation und der Bewegung als Therapie. In allen Arbeitsbereichen werden theoretische, experimentelle und anwendungsorientierte Methoden der Natur- und der Medizinwissenschaften einschließlich der Methoden der Computer-Modellierung und Simulation zur Anwendung kommen. Die Arbeitsgebiete umfassen: Physik und Biophysik menschlicher Bewegung, Körpergewicht und Körperzusammensetzung im Sport und in der Bevölkerung, Trainingstherapie bei chronischen Erkrankungen und Prävention.
Das Hauptgewicht des ZEBS liegt im Bereich der Forschung. Zu diesem Zweck werden nationale und internationale Projekte angeregt, entwickelt und durchgeführt (UNESCO: Memory of the World, MASTER „Digitale Handschriftenkatalogisierung“, Verzeichnis digitalisierter historischer Drucke, NIKE, Europeana, Digitalisierung des steirischen Dokumentenerbes etc.). Als zentrale Forschungsbereiche werden u. a. angesehen: Materialforschung (z.B. Papiere, Pergamente, Tinten), Einbandtechniken und -dekoration, Filigranforschung (z.B. Wasserzeichen),·Inhaltliche Erschließung (z.B. Texte, Ikonographie), Schriftenkunde (z.B. Paläographie, Skriptorienforschung), Fragment-/Makulaturforschung, Palimpsestforschung, Provenienzforschung, Digitalisierungstechnik, Metadaten-Kodierung, Präsentationstechnik
Das Zentrum für Kulturwissenschaften analysiert gesellschaftliche Problemlagen – in ihren historischen und aktuellen Dimensionen – aus interdisziplinärer Perspektive. Forschungsleitend wird dabei die Auseinandersetzung mit Fundierungsproblemen kulturwissenschaftlicher Reflexion, nämlich Identität, Geschlecht, Gedächtnis, Wahrnehmung, Wissen, Medialität und Repräsentation sein.
Die Molekularen Biowissenschaften haben sich in den letzten Jahren als Exzellenz-Bereich der Universität Graz etabliert. Die Hauptaufgaben liegen dabei in der Grundlagenforschung im Dienste einer immer erfolgreicheren Bekämpfung von Krankheiten. Um eine effektive wissenschaftliche Zusammenarbeit der in diesem Bereich tätigen ForscherInnengruppen zu ermöglichen sowie deren internationale Bedeutung und Wahrnehmung auszubauen, wurde ein gemeinsamer Standort – das Zentrum für Molekulare Biowissenschaften – in der Mozartgasse erbaut.
Das Zentrum bietet Studierenden der Universität Graz und der TU Graz „Seminare“ in sozialer Kompetenz: Kommunikation, Konfliktlösung, Gruppendynamik, Projektmanagement, Teamführung etc. Die Lehrenden arbeiten auf wissenschaftlicher Basis und bringen reiche Praxiserfahrung ein. In öffentlichen Vorträgen, Tagungen und Weiterbildungen wird ein Austausch zwischen Universität und Gesellschaft organisiert. Das Zentrum beteiligt sich an der Forschung zu Fragen der sozialen Kompetenz und ihrer Umsetzung in unterschiedlichen Bereichen.
Der Forschungsschwerpunkt des Zentrums für SMW liegt vorwiegend im Bereich der Musikpsychologie. Die Musikpsychologie kann als Teilbereich der Psychologie, als Teilbereich der (systematischen) Musikwissenschaft oder als unabhängige Disziplin betrachtet werden. Gegenstand der musikpsychologischen Forschung sind Musikerleben und musikalisches Verhalten. Die Forschungsmethoden sind vorwiegend empirisch und datenorientiert und die Forschungsergebnisse werden zunehmend vor dem Hintergrund ihres kulturellen, sozialen, historischen und politischen Kontextes interpretiert.
Das Zentrum für Wissenschaftsgeschichte wurde als eine überfakultäre Institution eingerichtet und dient der Ausweitung der wissenschaftsgeschichtlichen Forschung. Wissenschaftsgeschichte wird hier als integrierender Bestandteil von Geschichte verstanden. Es soll dazu beigetragen werden, die wohl größte menschliche Leistung, die Entwicklung von Wissenschaft, in ihrer Gesamtheit in ihrem historischen Kontext zu erfassen. Da dies in weiten Bereichen nur in Kooperation mit VertreterInnen der einzelnen Wissenschaftsbereiche möglich ist, ist das Zentrum als eine überfakultäre Einrichtung gegründet worden. --------------- *Die meisten der hier angeführten Forschungszentren sind als universitäts- und fakultätsübergreifende Leistungsbereiche gem. § 13 Organisationsplan der Universität Graz eingerichtet.
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