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Geisteswissenschaftliche Fakultät HomeKarl-Franzens-Universität Graz

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Hl. Gregor

Hl. Gregor mit den Schreibern. Der elfenbeinerne Vorderdeckel zum Einband eines verloren gegangenen Sakramentars entstand um 875 im frankosächsischen Raum. Papst Gregor der Große (590 - 604), wesentlicher Vermittler zwischen chrstlicher Antike und abendländischem Mittelalter, gilt als Autor der römischen Meßformulare, deren Gebrauch Karl der Große im karolingischen Imperium vorschrieb. Dargestellt ist, wie der Hl. Gregor beginnt, das Kernstück eines solchen Sakramentars, den Meßkanon, niederzuschreiben. Dessen erste Worte lauten: "Vere dignum".
(Aus: Marion Janzin, Joachim Güntner: Das Buch vom Buch. 5000 Jahre Buchgeschichte.)

 

Symbolik, Friedrich L.G. Frege

Friedrich L. Gottlob Frege (1848 - 1925), seit 1879 Prof. für Mathematik, gilt als einer der Begründer der modernen Logik. Seine sprachanalytischen Untersuchungen beeinflußten nachhaltig die Entwicklung der Philosophie und der Linguistik. Seine spezielle Symbolik wurde nicht übernommen; sie ist zwar, wenn man sie einmal erlernt hat, übersichtlich, aber im Druck schwer wiederzugeben. Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt einer Aussage wie "Wenn dieser Strauß ein Vogel ist und nicht fliegen kann, dann folgt, daß manche Vögel nicht fliegen können".
(Aus: Anthony Kenny [Hg]: Illustrierte Geschichte der westlichen Philosophie. 1995.)

 

Bronzescheibe

Der Mensch als politisches Wesen. Der Ursprung der Demokratie wird gewöhnlich auf die Reformen des Kleisthenes in Athen 508 v.u.Z. zurückgeführt. Bronzescheiben wie die abgebildete wurden im 5. und 4. Jahrhundert bei öffentlichen Abstimmungen verwendet.
(Aus: Anthony Kenny [Hg]: Illustrierte Geschichte der westlichen Philosophie. 1995.)

 

Kombinatorische Tafel, R. Lullus

Aus den Kombinatorischen Tafeln des Raimundus Lullus (1232/3 - 1316). Er entwickelte als Universalwissenschaft die Ars combinatoria, eine logische Methode, aus absoluten Prinzipien ("dignitates") durch Begriffskombinationen alle möglichen Begriffe und Aussagen herleiten zu können. Ramón Llull verwendete noch vor Dante die Volkssprache in seiner literarischen Produktion und schuf damit die Grundlagen der katalanischen Literatursprache.

 

Gedichtbuch, V.  Majakovskij

Aus: Vladimir Majakovski: Dljia golosa (Für die Stimme). Typografische Gestaltung von dem Bauhauskünstler El Lissitzky. Ein Gedichtbuch zum Vorlesen. Das übliche Inhaltsverzeichnis fehlt. Die Seiten besitzen dafür am äußeren Rand eine Indikatur, wie sie aus Ordnern und Verzeichnissen bekannt ist. Moskau/Berlin 1923.
(Aus: Marion Janzin, Joachim Güntner: Das Buch vom Buch. 5000 Jahre Buchgeschichte.)

 

Initiale, G. Tory

Initiale aus einem griechischen Aphabet für Robert Étienne, Paris um 1550. Der Entwurf wird Geoffroy Tory zugeschrieben.

 

Gebärdensprache. Das Institut für Theoretische und Angewandte Translationswissenschaft der Karl-Franzens-Universität in Graz hat im Jahr 1990 als erste universitäre Einrichtung Österreichs mit dem Pilotprojekt begonnen, Lehrveranstaltungen zum Thema Gebärdensprache und Gehörlosenkultur anzubieten. Das Projekt ging von einem dreifachen Interesse aus, einem ausbildungsorientierten, einem wissenschaftstheoretischen und einem gesellschaftspolitischen. Die Zusammenarbeit mit Gehörloseninstitutionen in Österreich und der Einbezug von Gehörlosen in Lehre und Forschung waren und sind dabei selbstverständlich.

 

Maria Montessori

Die italienische Ärztin und Pädagogin Maria Montessori (1870 - 1952) erwarb als erste Italienerin den medizinischen Doktorgrad und ist durch die von ihr entwickelte Erziehungslehre berühmt, die - sozial engagiert - dem Kind seinen eigenen Entwicklungsweg zugesteht und auf dessen Selbstbildungstrieb vertraut.