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Tagung 2006
Veranstaltungen im SS 2006
Tagung 2005

   Veranstaltungen im WS 2011/12

Ringvorlesung: Gesellschaftliche Verantwortung als soziale Kompetenz

nähere Infos

   Veranstaltungen im SS 2011

Internationales Gruppendynamisches Laboratorium

Staff

Präsentation

Das

Gruppendynamiklaboratorium

vom 4.-8. Juli mit 68 Studierenden hatte diesmal ein international vielfältiges Lehrendenteam: So konnten wir mit Jasmeet Kaur und Suhma Sharma zwei Vertreterinnen der Indian Society for Applied Behavioural Science begrüßen.

Aus Kanada und den USA bereicherten das Team Prof. Gary Wagenheim von der Simon Fraser University in Vancouver (gesponsert von energie steiermark) und Scott Bristol von der Graduate Business School der Stanford University in Kalifornien.

Aus Österreich wirkten wie schon in den vergangenen Jahren in bewährter Weise H. Allabauer, M. Garbsch, K. Kasenbacher, K. Scala, S. Schinko und J. Schwendenwein (alle von der Österr. Gesellschaft für Gruppendynamik und Organisationsberatung) mit.

Diese Zusammensetzung ermöglichte einen sehr interessanten und zugleich fordernden transkulturellen Austausch und bereicherte die Lernchancen in interkultureller Kompetenz bei den Studierenden.

   Veranstaltungen im WS 2010/11

  Publikation

Buchcover

Klaus Scala (Hrsg.):
Universitäten vermitteln Soziale Kompetenz. Das Beispiel Uni Graz. Graz: Nausner & Nausner 2010.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort

erhältlich im Sekretariat des Zentrums für Soziale Kompetenz oder im Buchhandel (€ 12,-)                                                                                                                   

  Tagung

Einladung zur Tagung über Schlüsselkompetenzen

Universitäten
vermitteln Schlüsselkompetenzen ?!                                                     

Ort:   Zentrum für Soziale Kompetenz, Merangasse 70, 8010 Graz

Zeit:  25.11.2010, 19.00 Uhr bis 26.11.2010, 17.30 Uhr

Programm

Vorträge

Maria Santner: Mit Werten führen

Ort: Merangasse 70, Wallgebäude / EG / Mehrzwecksaal
Zeit: Do, 25.11., 19.00 Uhr

Führen nach dem Sozial- Solidaritäts- Subsidiaritätsprinzip (soziale Verantwortung des Unternehmens den Mitarbeitern und der Gesellschaft gegenüber)

Führen nach Werten versus wirtschaftlicher Erfolg - ein Widerspruch?

Maria Santner:
Studium Theologie und Religionspädagogik, Unternehmerlehrgang, Controllinglehrgang.
Innerhalb der Fa. Anton Paar GmbH verantwortlich für: Controlling, Leitung Administration (Accounting, HR, Internal Services, Order Logistics, Kindergarten, Mitarbeitersupport)und Auftragslogistik; Prokuristin.
In der Santner Privatstiftung: Vorstand

Petra Jenner: Einführung in die neue Welt des Arbeitens

Ort: Merangasse 70, Wallgebäude / EG / Mehrzwecksaal
Zeit: Fr, 26.11., 09.20 Uhr

Die Welt wird immer mehr digital, aber Menschen sind analog. Sich gegenseitig in die Augen sehen zu können, wird weiterhin ein entscheidender Faktor bleiben. Darum müssen wir Kommunikations-Räume errichten, nicht Arbeits-Räume.

Petra Jenner:
Studium BWL und Wirtschaftsinformatik.
Management-Erfahrungen bei: Pitoval GmbH, iMediation, Informix Software und Sybase. Seit Anfang 2004 als Regional Director beim israelisch-amerikanischen Sicherheits-Spezialisten Check Point Software Technologies.
Seit 2009 General Manager von Microsoft Österreich.

Robert Zinkanell: Was erwartet sich Ihr zukünftiger Arbeitgeber?

Ort: Merangasse 70, Wallgebäude / EG / Mehrzwecksaal
Zeit: Fr, 26.11., 10.00 Uhr

Den typischen Personalsuche- und Auswahlprozess begleitet eine ganze Reihe von Erwartungshaltungen – viele davon bleiben unausgesprochen. Ob dies nun die fachliche Qualifikation betrifft, die persönlichen Eigenschaften oder die Mitwirkung im Team -  je schneller diese Erwartungen erkannt werden, je klarer sie im Idealfall ausgesprochen werden, desto erfolgreicher wird die Zusammenarbeit verlaufen. Dabei kann sich jeder selbst einmal die Frage stellen: Was würde ich mir von ein/er Mitarbeiter/in, Kolleg/in, Chef/in erwarten?

Robert Zinkanell:
Studium Rechtswissenschaften.
War 20 Jahre als Personalleiter in verschiedenen Unternehmen für die Personalagenden verantwortlich, u. a. als Vicepresident Human Resource bei austriamicrosystems.
Er leitet heute die Personalkoordination der Stadt Graz und ist zugleich als geschäftsführender Gesellschaft der arcus Personalmanagement GmbH tätig.

Die Vortäge sind kostenfrei und können auch einzeln besucht werden.

Wir ersuchen Sie um Ihre Anmeldung bis 20.11.2010 unter: cscwww@uni-graz.at

Die Vorträge finden im Rahmen der Tagung "Universitäten vermitteln Schlüsselkompetenzen ?!" statt.

Nähere Infos: Einladungsfolder

   Veranstaltungen im SS 2010

Dr. Cristina Lenz: Management by Mediation. Führen mit Mediationskompetenz

Vortrag

Ort:   Wallgebäude, Merangasse 70, II. Stock, SR 2.016

Zeit:  23.3,2010

Dr. Cristina Lenz ist Rechtsanwältin, Wirtschaftsmediatorin, Lehrtrainerin  und eingetragene Mediatorin  in München. Sie ist seit über 10 Jahren im Vorstand des Bundesverbandes für Mediation in der Wirtschaft und Arbeitswelt, Universitätslektorin in Graz und Salzburg, Buchautorin und Dozentin in der Weiterbildung Mediation.

   Veranstaltungen im WS 2009/10

Vamik D. Volkan, Prof. M. D.: Massive trauma at the hand of the "other" and its psychological, social and conpolitical sequences

Vortrag und Workshop

Ort:  Wallgebäude, Merangasse 70, II. Stock, SR 2.016

Zeit:.10.2009

Abstract: Beginning with Freud, psychoanalytic theories concerning large groups composed of thousands or millions of individuals have mainly focused on individuals’ perceptions of what their large groups psychologically mean to them. This workshop will examine some aspects of large-group psychology in its own right and study psychodynamics of ethnic, national, religious or ideological groups, the membership of which originates in childhood. There will be a comparison of the mourning process in individuals with the mourning process in large groups to illustrate why we need to study large-group psychology as a subject in itself.

The main focus of the workshop will be on massive traumas caused by "enemies'" and difficulty or inability of mourning. With the audience participation, some historical shared traumas will be discussed, their transgenerational transmissions and influence on individual and large-group identities will be explored and ways to help a traumatised society will be highlighted.

Vamik Volkan stammt aus einer türkischen Familie in Zypern. Er ist Psychoanalytiker und Professor emeritus der University of Virginia, USA, wo er das "Center for the Study of Mind and Human Interaction" gegründet hat. Volkan ist Spezialist für Internationale Beziehungen und ist im Rahmen von Regierungsaufträgen in der präventiven und akuten Krisenintervention tätig. Er hat über seine Arbeit in zahlreichen Büchern publiziert, von 25 Staaten wurde er mehrmals für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.

Der Vortrag findet in Englisch statt. Es wird bei Bedarf übersetzt.

Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten um Anmeldung unter: ursula.pichler@uni-graz.at

   Veranstaltungen im WS 2008/09

  Tagung

Wir haben vom 28. - 29. November 2008 - in Kooperation mit der Technischen Universität Graz sowie der Personalentwicklung der Universität Graz - mit großem Erfolg die Tagung

Titelblatt Einladungsfolder

Die Lehre an Universitäten                                                                                                            
Vom Schattendasein ins Rampenlicht                                                                                         

durchgeführt.

Wir bedanken uns bei allen ReferentInnen für ihre kompetenten und bereichernden Beiträge und bei allen TeilnehmerInnen für den interessanten und anregenden Austausch!

Im Rahmen der Tagung fand am 28.11. folgender Vortrag statt:

Prof. Dr. med. Joachim Bauer: Gibt es eine Neurobiologie für Lehren und Lernen? Zur Bedeutung von Motivationssystemen und Spiegelneuronen

Ob und wie nachhaltig gelernt wird, hängt entscheidend von der sozialen Situation ab – das belegen Erkenntnisse aus der Neurobiologie (Theorie der Spielgelneuronen). Eine gelungene Beziehungsgestaltung zwischen Lehrenden und Lernenden ist dabei Motivationsfaktor Nr.1 und begünstigt in hohem Maß den Lernprozess. Es gilt, diese von neurobiologischer Seite gegebenen Voraussetzungen zu schulen und zu nutzen.

   Veranstaltungen im WS 2007/08

Dr. Renate Augusta: Aus dem Burnout führen. Die soziale Kompetenz von Führungskräften in der Burnout-Prävention und -Gegensteuerung.

30.1.2008

Dr. Renate Augusta ist Mitarbeiterin am Zentrum für Soziale Kompetenz, Gesundheitspsychologin und Organisationsberaterin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: lebensphasenorientierte Personalentwicklung und Burnout-Beratung

Burnout scheint der Preis für hohes Leistungsdenken und stetig ansteigendes Lebenstempo zu sein. Der Körper und die Seele reagieren auf konstante und nicht zu bewältigende Anforderungen mit Erschöpfung, Verzweiflung und schließlich einem Totalzusammenbruch. Eigentlich ist es ein vitaler Versuch eine verloren gegangene Balance aus Anspannung und Entspannung wieder herzustellen.
In diesem Vortrag werden die Ursachen und Verlaufsmuster von Burnout vorgestellt und Möglichkeiten der persönlichen und betrieblichen Gegensteuerung aufgezeigt.

Siehe auch folgende Publikation:

Augusta, R. (2008): Aus dem Burn-out führen. In: Personalmanager. Zeitschrift für Human Resouces, Heft 4, S. 34-37.

   Veranstaltungen im SS 2007

Gerhard Steinwender: Photoausstellung "8181 - Menschen und Ansichten

9.5.-10.7.2007

   Veranstaltungen im WS 2006/07

Dr. Hongying Foscht: Das Gesicht des Partners - Interkulturelle Kompetenz am Beispiel von Kontakten von ÖsterreicherInnen in China

9.1.2007

Frau Dr. Foscht ist gebürtige Chinesin, lebt und arbeitet jedoch seit 20 Jahren in der Steiermark. Nach einem Studium an der Grazer TU, langjähriger Tätigkeit in den Bereichen Forschung (Joanneum Research) und Wirtschaft (Andritz AG) hat sie im Jahr 2004 die Firma Eurosina Consulting gegründet. Damit hat sie sich auf die Unterstützung und Beratung von Unternehmen spezialisiert, die Geschäftsbeziehungen mit China unterhalten bzw. anstreben.

In Ihrem Vortrag beschreibt Frau Foscht, wie wichtig für einen Geschäftserfolg in China das Erlernen eines spezifischen Kommunikations- und Konfliktverhaltens ist. Zentrale Themen im Umgang mit chinesischen Geschäftspartnern sind das Erkennen und Akzeptieren von Hierarchien sowie Selbstbeherrschung und Geduld während der Verhandlungen, um das eigene aber auch das Gesicht des Gegenübers zu bewahren.

Peter Nausner: Buchpräsentation "Projektmanagement"

5.12.2006

Das Buch präsentiert die vielfältigen Möglichkeiten des Projektmanagements bei der Entwicklung und Produktion von Innovation und Unikaten.
Erstmals wird dabei der Entwicklung der Projektarbeit hin zu umfassenden Projektmanagementsystemen innerhalb aktueller sozioökonomischer Zusammenhänge Rechnung getragen.
Anhand von Beispielen aus unterschiedlichen Projektökologien diskutiert der Autor die verschiedenen Kooperations- und Netzwerkformen.
Die Darstellung der verschiedenen Chancen und Risken von Projekten als Unternehmen auf Zeit bietet auf diese Weise sowohl Studierenden, Lehrenden als auch PraktikerInnen eine fundierte Grundlegung ihrer Arbeit

   Tagung 2006

Wir haben vom 9. bis 11. November in Kooperation mit der ÖGGO - der Österreichischen Gesellschaft für Gruppendynamik und Organisationsberatung - eine erfolgreiche Tagung zum Thema

Tagungsfolder 2006

Entscheiden - aber wie?                                                                                                     
Von der Notwendigkeit das Unentscheidbare zu entscheiden

durchgeführt.

Wir bedanken uns bei allen ReferentInnen für ihre kompetenten und bereichernden Beiträge und bei allen TeilnehmerInnen für den interessanten und anregenden Austausch!

Pressespiegel zur Tagung

   Veranstaltungen im SS 2006

Vamik D. Volkan, Prof. M. D.: The Failure of Diplomacy. Psychoanalytic Aspects of Ethnic Conflicts and Conflict Resolution

15.6.2006

Vamik Volkan stammt aus einer türkischen Familie in Zypern. Er ist Psychoanalytiker und Professor emeritus der University of Virginia, USA, wo er das "Center for the Study of Mind and Human Interaction" gegründet hat. Volkan ist Spezialist für Internationale Beziehungen und ist im Rahmen von Regierungsaufträgen in der präventiven und akuten Krisenintervention tätig. Er hat verschiedene Bücher geschrieben und lebt in Virginia.

Einige seiner Publikationen sind u.a.:

Bluts-Grenzen. Die historischen Wurzeln und die psychologischen Mechanismen ethnischer Konflikte und ihre Bedeutung bei Friedensverhandlungen
Das Versagen der Diplomatie: Zur Psychoanalyse nationaler, ethnischer und religiöser Konflikte.

Vortrag in englischer Sprache!

Mag. Peter Zulehner: Unsere Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital!

9.5.2006

Seit 2003 ist Mag. Peter Zulehner für das Personalwesen und alle damit verbundenen Aktivitäten des Magna Konzerns in Europa (Vice President Human Resources Europe) verantwortlich. Diese Verantwortung umfasst die Umsetzung der Magna Unternehmensphilosophie für die 84 europäischen Standorte in 12 verschiedenen Ländern mit rund 30.000 Mitarbeitern.

Über die mit dieser Aufgabe verbundene Verantwortung und die damit einhergehenden Aktivitäten wird Mag. Peter Zulehner, der auch zertifizierter Wirtschaftsmediator ist, in seinem Vortrag ebenso berichten wie über die Magna – Unternehmensphilosophie. Die zwei zentralen Leitbilder dieser Unternehmensphilosophie, die „Magna Charta“ und „Magna Unternehmensverfassung“, vom Firmengründer Frank Stronach selbst entwickelt und eingesetzt, sind ein wesentlicher Bestandteil des weltweiten Erfolges von Magna International. Die Eckdaten dieses Konzerns vor dem Hintergrund der einzigartigen Karriere des Firmengründers Frank Stronach werden ebenso Gegenstand des Vortrags sein wie auch eine Präsentation von ausgewählten Magna Produkten.

Mag. Alois Deutschmann: Mit älteren MitarbeiterInnen in eine produktive Zukunft. Ein Erfahrungsbericht aus der Beratung mit Unternehmen

14.3.2006

Mag. Alois Deutschmann ist Geschäftsführer der move-ment Personalberatung.

Es gibt Grund sich zu freuen: Wir werden länger leben als die Generation unserer Eltern und Großeltern! Allerdings gibt es da noch eine zweite Nachricht: Nicht nur die Lebenserwartung steigt, sondern auch die Gesellschaft als solches wird in Zukunft älter sein, als die in der wir heute leben.
Was sich in den Schulen in leeren Klassenzimmern niederschlägt, wird am Arbeitsmarkt schon bald zu einem erhöhten Wettbewerb um junge, gut qualifizierte MitarbeiterInnen führen.
Unternehmen stehen vor der Herausforderung, den steigenden wirtschaftlichen Druck mit einer zunehmend älteren Belegschaft zu meistern

   Tagung 2005

wir haben am 17. und 18. November eine erfolgreiche Tagung zum Thema

Tagungsfolder 2005

Lebensphasen und Karriere                                                                                                    
Personalmanagement im Miteinander der Generationen

durchgeführt.

Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen für den kompetenten und anregenden Austausch!

Folgende Fragen standen dabei im Vordergrund:

  • Wie können ArbeitnehmerInnen in verschiedenen Lebensphasen Privatleben und Beruf gut miteinander verbinden?
  • Welche Chancen bringt das Miteinander der Generationen für Betriebe mit sich?

Leben und Arbeiten müssen kein Gegensatz sein. Die moderne Unternehmensphilosophie setzt auf eine Balance zwischen Leben und Arbeit und die Kooperation der Generationen. Das meint spezielle Einstiegs- und Ausstiegsszenarien für jüngere und ältere ArbeitnehmerInnen genauso wie, zum Beispiel, gezielte Gesundheitsvorsorge für die MitarbeiterInnen.

Das Zentrum für Soziale Kompetenz konnte zu diesem Themenkreis Personal-ExpertInnen aus prominenten Unternehmen und Organisationen gewinnen. Die Inhalte werden auf unserer Tagung in einer anregenden Mischung aus Impulsreferaten und Workshops vermittelt. Zusätzlich gibt es Gelegenheiten für Diskussionen und informellen Austausch.

Inhalte

  • Lebensphasenorientiertes Personalmanagement
  • Balance zwischen Karriere und Lebensphasen
  • Aufgaben und Chancen für Individuen und Organisationen
  • Beispiele aus der betrieblichen Praxis

Programm zur Tagung

Texte zum Tagungsthema

Arbeiten im "Drei-Generationen-Unternehmen", Neue Zürcher Zeitung, vom 10. März 2005

Europas Bevölkerungspyramide steht in naher Zukunft Kopf. Wegen der tiefen Geburtenrate und der steigenden Lebenserwartung wird in etwa zwanzig Jahren die Altersgruppe der 50- bis 65-Jährigen doppelt so gross sein wie die der 15- bis 24-Jährigen. Für die Arbeitswelt von morgen bedeutet dies, dass deutlich weniger und vor allem ältere Menschen ihre Arbeitskraft anbieten werden. Ausserdem droht ein Mangel an qualifizierten Nachwuchskräften. Der demographische Wandel wird auch den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens beeinflussen. Die zentrale Frage lautet: wie kann man mit alternden Belegschaften die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit eines Unternehmens sichern?"..."Eines ist noch sicher: Ohne grundlegende Veränderungen der betrieblichen Organisations- und Personalentwicklung wird die Anpassung nicht gelingen"....

Altersgerechte Karriereplanung, Neue Zürcher Zeitung, vom 10. März 2005

"Wie soll Personalmanagement angesichts des demographischen Wandels ausgestaltet werden?"

Ein Unternehmen muss zunächst zur Kenntnis nehmen, wie die demographische Entwicklung in einzelnen Bereichen überhaupt aussieht, und evaluieren, ob die wichtigen Kompetenzen in fünf oder zehn Jahren überhaupt abgedeckt sind. Die notwendigen Instrumente für diese Altersstrukturanalyse gibt es. Zweitens muss die Personalentwicklung die unterschiedlichen Lebensphasen berücksichtigen und den altersabhängigen Bedürfnissen gerecht werden. Natürlich stellt sich die Frage: Ist eine solche Personalpolitik glaubwürdig, wenn bei der nächsten Entlassungswelle wieder die Älteren vorzeitig pensioniert werden (wie es ja auch sozialverträglicher ist)? Wenn aber eine altersgerechte Personalpolitik zumindest in ein Leitbild aufgenommen wird, ist das ein erster Schritt. Viele Unternehmen sind noch nicht so weit. ...

"Was soll ein Unternehmen konkret tun, um älteren Mitarbeitern gerecht zu werden?"

Wichtig wäre es als erstes, eine Standortbestimmung vorzunehmen und ein persönlichen Entwicklungsplan zu erarbeiten. Dieser Plan darf nicht an einer hierarchischen Karriere festgemacht werden, sondern davon muss man sich lösen. Es geht darum, Fachkarrieren zu fördern und interessante Projekte auszumachen, wo das Know-how und das Erfahrungswissen der Älteren wirklich gefragt sind. Man darf sie nicht an einen "Platz am Fenster" abschieben, wie das in Japan üblich ist, sondern man muss sie auch fordern. Dazu gehört eine Weiterbildung, die wirklich anwendbar ist. In diesem Punkt ist die Schweiz eine Baustelle. Die Weiterbildungsquote bei Mitarbeitern über 50 Jahre beträgt nicht einmal 25 Prozent. Was ausserdem wichtig ist, ist die Sensibilisierung der jüngeren Linienvorgesetzten für den Umgang mit Älteren und umgekehrt. Hier geht es auch um eine Wertschätzung davon, was die Älteren vor vielleicht zehn Jahren für das Unternehmen geleistet haben." I

Interview: Eva Matter mit Dr. Martina Zölch, Professorin für Human Ressource Management an der Fachhochschule Solothurn Nordwestschweiz (FHSO).

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