Kurz & Bündig


Kunst vor der Uni
"Platonisches Triptikon" nennt der 53jährige, amerikanische Künstler Tony Long seine monumentale Würfel-Skulptur, die am 23. November 1995 vom Sanatorium St. Leonhard der Universität vorläufig zur Verfügung gestellt wurde und nun das Gelände vor dem Hauptgebäude schmückt. Die beiden anderen Elemente der Arbeit, der Kreis und die Pyramide, stehen im Park des Sanatoriums und sind wie der Würfel aus Corten Stahl, der nach mehrjährigem Rosten seine typische dunkelbraune Patina bekommt. An seinem momentanen Standort nimmt der Würfel Bezug auf die Architektur des Gebäudes, indem er eine Dialektik zwischen seiner essentiellen Form und der Lebendigkeit der Fassade herstellt.

Styria derzeit online
Die Online-UNIZEIT hat neue Kolleginnen am Datenhighway. Seit kurzem sind nun auch die "Kleine Zeitung" und das Kulturmagazin "Graz derzeit" im Internet präsent. Ganz bequem gelangt man zu diesen WWW-Seiten über einen Link auf der Medienseite des Ausseninstitutes, wo sich außerdem noch viele andere in- und ausländische Medien tummeln. Die tägliche Ausgabe der Kleinen Zeitung, die in diesem Umfang bisher die einzige Tageszeitung Österreichs im Netz ist, stellt aber nur einen Teil des breitgefächerten Angebotes von "Styria online" dar. Das gesamte Sortiment des STYRIA-Buchverlages wird hier vorgestellt - mit Leseproben, genauen Angaben zu den Autoren und Online-Bestellmöglichkeit. Die elektronische Ausgabe von Meyers Lexikon ist abfragbar. Auch eine komplette Bibel wird angeboten. Und natürlich gibt es hunderte von interessanten Links zu Institutionen, Unternehmen, Kunst, Tourismus, Wissen und Banken.


Sarajewo lebt
Mit einem gemeinsamen Spendenaufruf des World University Service (WUS), der ÖH und der Universität Graz soll jetzt vor allem den kriegsversehrten Angehörigen der Universität Sarajewo geholfen werden. Mit den Spenden werden unter anderem Prothesen, Rollstühle und Medikamente finanziert werden. Für die Hilfe und das Engagement beim Wiederaufbau des Universitätslebens bedankte sich Anfang Dezember die Universität Sarajewo mit Plaketten und Ehrenurkunden bei Univ.-Doz. Dr. Wolfgang Benedek (Vorsitzender von WUS Austria), bei der Universität Graz und Rektor Helmut Konrad. Diese drei Ehrungen sind die ersten, die die Universität Sarajewo seit Kriegsausbruch vergeben hat. Eine Aktionswoche zugunsten der rund 600 kriegsversehrten Studierenden der Uni Sarajewo fand bereits im November an der Uni Graz statt. Ziel der von WUS, der ÖH, dem Club der Bosnischen Studierenden und Rektor Konrad organisierten Ausstellung "Die Universität Sarajewo lebt - aber nur mit Ihrer Hilfe" im Foyer des Hauptgebäudes war es, die aktuelle Situation der Universität Sarajewo zu dokumentieren und die Notwendigkeit ideeller und materieller Unterstützung bewußt zu machen. Benedek betonte, daß finanzielle Unterstützung jetzt noch effizienter eingesetzt werden könne, weil Frieden herrsche.


Spenden für
kriegsversehrte Angehörige
der Universität Sarajewo

Stmk. Raiffeisenbank
Kto.Nr. 6.157.135
BLZ: 38223
Kennwort: Universität "Sarajewohilfe"


Flug zur Sonne
SOHO (Solar and Heliospheric Observatory) ist ein Gemeinschaftsprojekt der ESA (Europäische Weltraumorganisation) und NASA (Amerikanische Weltraumorganisation) mit dem Ziel, zu einem besseren Verständnis zwischen den Wechselbeziehungen Sonne-Erde zu gelangen. Das Grazer Institut für Astronomie der Karl-Franzens-Universität, mit dem dazugehörigen Sonnenobservatorium Kanzelhöhe in Kärnten, ist an dem Projekt mit dem sogenannten VIRGO-Experiment beteiligt. Dabei geht es darum, die Gesamtstrahlung der Sonne zu messen und deren Variation zu untersuchen. Geplant ist, daß SOHO die Sonne mindestens zwei Jahre beobachtet. Die US-Rakete Atlas-II-AS ist mit dem 1,8 Tonnen schweren Satelliten SOHO am 2. Dezember 1995 um 9.08 Uhr MEZ in Cape Canaveral (Bundesstaat Florida) gestartet. Der Satellit wurde erfolgreich im All ausgesetzt.


Der Medienkundliche Lehrgang
an der KFUG feiert heuer sein 20jähriges Jubiläum. Im Rahmen eines Festaktes im Oktober wurden den Absolventen des neunten Lehrganges dieser zweijährigen Journalistenausbildung ihre Abschlußzeugnisse überreicht und der Lehrgangsbegründer Univ.-Prof. Dr. Hermann Baltl anläßlich seines Abschieds gewürdigt. Sein Nachfolger, der Wirtschafts- und Sozialhistoriker Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer, will den Praxisbezug verstärken, die technische Ausrüstung optimieren und den gesamten Lehrgang in Richtung Förderung des Qualitätsjournalismus weiterführen. Außerdem will der neue Lehrgangsleiter zunehmend weg von der reinen Journalistenausbildung hin zu einer Zusatzqualifizierung im breiten Feld der Öffentlichkeitsarbeit kommen.


Absolventen-Herbstfest
Beim Herbstfest im Innenhof der Universität
trafen sich am 23.10.1995 Mitglieder der
Absolventen-Organisation. Die Veranstaltung war
von der Creditanstalt, Landesdirektion Stmk.,
gesponsert. Dr. Daniela Auerbach, Mag. Reinhold
Schemitsch und Bezirksvorsteher Franz Schwarzl
bewirteten die Gäste mit Sturm und Kastanien.






Welcome-Party
Auch heuer wurden die Räume des Rektors für die Erstsemestrigen und Neulinge wie z. B. Erasmus-Studierende an der Grazer Uni geöffnet. Die Welcome-Party am 23. Oktober 1995 wurde vom Club Uni Graz gemeinsam mit Rektor Helmut Konrad veranstaltet und hatte zum Ziel, etwaige Hemmschwellen abzubauen und den Studienanfängern den Kontakt zu ihrer Universität zu erleichtern.


Neues Studentenheim
266 Studierende werden ab Oktober 1997 in 63 Wohneinheiten im neuen WIST-Studentenheim wohnen können. Der Spatenstich erfolgte im vergangenen November durch (v.l.) Sektionschef Wolf Frühauf, Bürgermeister Alfred Stingl und LH-Stv. Peter Schachner-Blazizek. Die Planung des Gebäudes in der Moserhofgasse 20-22 wurde von Architekt Manfred Zernik durchgeführt. Der Bau wird von der Wohnbaugenossenschaft "Neue Heimat" realisiert.

Mensch, Gesellschaft, Staat
Fünfzehn Wissenschaftler aus 6 Ländern, darunter auch zwei Nobelpreisträger, waren gemeinsam an einem interdisziplinären Projekt zum Thema "Neues Verständnis von Mensch, Gesellschaft und Staat" am Ludwig Boltzmann Institut für Wissenschaftsforschung Graz beteiligt. Die Ergebnisse des Projektes wurden kürzlich in Buchform publiziert: "Revolutionary Changes in Understanding Man and Society - Scopes and Limits", Hg. Johann Götschl, Kluwer Academic Publishers (Dordrecht/Boston/London).


Der Grazer "Campus"
Fünfzehn Autoren setzen sich in dem soeben erschienenen
Band mit wissenschafts-, kultur- und kunsthistorischen Aspekten
der Grazer Universitätsbauten vor dem Hintergrund der
Stadtentwicklung auseinander. Sie zeigen die Entwicklung von
der Jesuitenuniversität, einer "Kaserne des Geistes",
über die Universitätsbauten im Geidorfviertel zu Ende
des 19. Jahrhunderts bis hin zur Errichtung des Resowi-Zentrums,
die ihren Abschluß in einer campusähnlichen Anlage findet.

Der Grazer "Campus". Universitätsarchitektur aus vier
Jahrhunderten, Hg. Alois Kernbauer, Graz, austria medien service
1995, 107 Abbildungen. 272 S. Preis: ÖS 398,--


Förderungszuschüsse
Der Grazer Universitätsbund vergibt seit dem Studienjahr 1990/91 Förderungszuschüsse in der Höhe von 40.000 Schilling für besonders förderungswürdige Dissertationsprojekte. Maßstab für die Förderung sind der vorangehende Studienerfolg, der wissenschaftliche Wert und die Aktualität des Themas. Info: Tel.: 0316/380-35 52

Universitätskindergarten
Nach 10jährigem Ringen um eine Regelung für den Betriebskindergarten der Uni Graz kann nun ein Erfolg verbucht werden. Das BMWFK ermächtigte die Universitätsverwaltung, die Miet- und Betriebskosten vom Verwaltungsaufwand zu bezahlen. Eine weitere, einmalige finanzielle Unterstützung erhält der Kindergarten durch den Erlös des von der ÖAAB-Dienststellengruppe im Dezember veranstalteten Weihnachtsbazars.


Sechs österreichische und sechs chinesische Künstlerinnen stellten im Rahmen der Ausstellung "Spaces" im Meerscheinschloß an der Universität Graz aus. In den Bildern und Installationen setzten sich die Künstlerinnen mit gesellschaftlichen Realitäten, Zwängen und Zusammenhängen aus weiblicher Sicht auseinander.
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