Vermutet haben wir es ja schon länger, jetzt liefert eine Studie den Beweis: Gene machen glücklich. Ein US-Forscher kommt nach einer umfangreichen Studie zu dem Schluß, daß drei bis fünf "Persönlichkeitsgene" für eine positive Grundeinstellung verantwortlich sind. Umgekehrt soll es auch Gene geben, die für Phobien, Depressionen und sogar Selbstmordgedanken verantwortlich sein sollen. Ein Kernsatz der Studie: "Lotteriegewinner sind nach einem Jahr nicht glücklicher als Durchschnittsmenschen."
Kleine Zeitung, 3.10.1996
In Tokio und Umgebung erscheint seit Oktober eine Morgenzeitung auf einem Computer im Taschenformat. Die "Sankei Shimbun", eine der fünf großen japanischen Zeitungen, will als Kunden vor allem Beschäftigte gewinnen, die jeden Morgen mit der U- Bahn und anderen Zügen zur Arbeit nach Tokio fahren. Die Züge sind meist so überfüllt, daß Zeitungen gar nicht oder nur mühsam gelesen und umgeblättert werden können.
Apa, 3.10.1996
Ein Lollipop ist ein ideales Beruhigungsmittel vor Operationen. Dies ist das Ergebnis einer in der US-Zeitschrift "New Choices" veröffentlichten Studie der Universitätsklinik Baylor im US-Bundesstaat Texas. Für die Untersuchung wurden 90 Erwachsene vor ihrer Operation in drei Gruppen aufgeteilt. Die eine bekam einen Lutscher mit einem leichten Beruhigungsmittel, die nächste einen normalen Lutscher und die dritte überhaupt nichts. Das Ergebnis: 71 Prozent der Patienten mit Beruhigungsmittel-Lollipop und 46 Prozent der Kranken mit einem ganz normalen Lutscher fühlten sich weniger ängstlich als die anderen Testpersonen.
Apa, 10.9.1996
Jetzt scheint es amtlich: Schokolade macht glücklich. Eine Forschergruppe um Daniele Piomelli vom Institut für Neurowissenschaften in San Diego, Kalifornien, fand in Kakaopulver und Schokolade jetzt drei Stoffe, die zu den N-Acylethanolaminen gehören. Diese Stoffgruppe ist für psychoaktive Effekte in Cannabis verantwortlich. Zusammen mit Kaffee könnten diese Stoffe "ein vorübergehendes Wohlgefühl" produzieren. Für einen Rausch dürfte die gefundene Menge der Substanzen jedoch kaum ausreichen.
Die Zeit, 23.8.1996
Raucher und Leute mit hohem Blutdruck, die gut trainiert sind, leben länger als untrainierte Nichtraucher. Dies geht aus einer US-Studie hervor, die in der jüngsten Ausgabe der Zeitung der US-Ärztevereinigung veröffentlicht wurde.
Apa, 16.7.1996
Stauseen sind daran schuld, daß die Tage immer kürzer werden. Laut Geophysiker Benjamin Chao, US-Raumfahrtbehörde NASA, befinden sich die meisten der 88 großen Stauseen auf der Nordhalbkugel der Erde. Dadurch würde die Erdrotation beschleunigt, die Tage seien heute um acht Millionstelsekunden kürzer als vor 40 Jahren, so Chao im Magazin "Geo".
Kurier, 23.7.1996
Britische Forscher haben einen Zusammenhang zwischen dem pH-Wert des Gehirns und der Intelligenz gemessen: je saurer, desto weniger intelligent. Die Befunde ließen sich damit erklären, daß der pH-Wert bei der Leitgeschwindigkeit der Hirnzellen mitspielt, da sich der pH-Wert ständig ändert. Ganz spekulativ ist schließlich die Frage, ob sich Hirn-pH und Intelligenz durch Diät beeinflussen lassen.
Standard, 4.9.1996