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Graz
wird Biotech-Metropole Ministerium gibt endlich grünes Licht für
das Zentrum für Molekulare Biowissenschaften an der Uni Graz
Seit mehr als einem Jahrzehnt bemüht sich die Universität
Graz um die Errichtung eines Zentrums für Molekulare Biowissenschaften
(ZMB). Nun hat das Ministerium endlich grünes Licht für das Projekt
gegeben, das nicht nur der Forschung, sondern auch der steirischen
Wirtschaft kräftige Impulse verleihen soll. Denn mit dem Uni-Institut
für Molekularbiologie, Biochemie und Mikrobiologie und dem Spezialforschungsbereich
"Biomembranen" (beschäftigt sich mit Problemen in Zusammenhang mit
Gefäßverkalkung) werden auch Spin-offs in das ZMB einziehen und
in enger Kooperation mit der Universität Entwicklungsarbeit betreiben.
"Eines der zentralen Projekte aus der Amtszeit des Rektorats 1999
bis 2003 ist auf den letzten Metern noch erfolgreich durchs Ziel
gelaufen", freut sich Rektor Univ.-Prof. Dr. Lothar Zechlin, der
darin "eine deutliche Stärkung der Forschungskraft der Universität
Graz" erblickt.
Die Steirische Wirtschaftsförderung (SFG) ist bereits auf der Suche
nach InteressentInnen. "Im Fahrwasser des Forschungszentrums wird
am Universitätsgelände ein Impulszentrum für Biotech entstehen und
die perfekte Ergänzung zum Zentrum für Medizintechnik darstellen,
das derzeit gemeinsam mit der Firma Roche auf den Reininghausgründen
errichtet wird", freut sich Thomas Mrak, Verantwortlicher für die
Impulszentren bei der SFG.
Die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft begrüßt auch Univ.-Prof.
Dr. Friedrich Zimmermann, Vizerektor für Forschung und Wissenstransfer
der Uni Graz: "Das ZMB ist ein vorbildliches Beispiel für eine Public-Private-Partnership,
die zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Steiermark beitragen wird."
Tatsächlich ist dieses Zentrum das einzige seiner Art in ganz Österreich.
Errichtet wird die neue Forschungsstätte auf dem Areal des ehemaligen
St.-Anna-Kinderspitals zwischen Mozartgasse und Heinrichstraße.
Die Finanzierung – an der das Projekt bisher gescheitert ist – erfolgt
durch ein Konjunkturbelebungsprogramm des Finanzministeriums. Auf
einer Fläche von insgesamt 8.000 Quadratmetern werden Büros, Hörsäle,
Labors sowie eine Cafeteria als Kommunikationszentrum untergebracht
werden. Die Fertigstellung ist für 2006 geplant.
Das OK des Ministeriums kam in letzter Minute: "Wir sind gerade
noch auf den Zug aufgesprungen", meint Finanz-Vizerektor Univ.-Prof.
Dr. Franz Kappel. Ohne das Zentrum wäre über kurz oder lang die
gesamte molekularbiologische Forschung an der Uni Graz zunichte
gemacht worden. Das hätte auch das Aus für bedeutende Projekte bedeutet,
beispielsweise für das von Univ.-Prof. Dr. Rudolf Zechner geleitete
große Genforschungsprogramm GOLD, das wirksame Mittel gegen Fettleibigkeit
und Herzinfarkt entwickeln soll.
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