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BetreuerIn *23.09.03

Graz wird Biotech-Metropole Ministerium gibt endlich grünes Licht für das Zentrum für Molekulare Biowissenschaften an der Uni Graz

Seit mehr als einem Jahrzehnt bemüht sich die Universität Graz um die Errichtung eines Zentrums für Molekulare Biowissenschaften (ZMB). Nun hat das Ministerium endlich grünes Licht für das Projekt gegeben, das nicht nur der Forschung, sondern auch der steirischen Wirtschaft kräftige Impulse verleihen soll. Denn mit dem Uni-Institut für Molekularbiologie, Biochemie und Mikrobiologie und dem Spezialforschungsbereich "Biomembranen" (beschäftigt sich mit Problemen in Zusammenhang mit Gefäßverkalkung) werden auch Spin-offs in das ZMB einziehen und in enger Kooperation mit der Universität Entwicklungsarbeit betreiben. "Eines der zentralen Projekte aus der Amtszeit des Rektorats 1999 bis 2003 ist auf den letzten Metern noch erfolgreich durchs Ziel gelaufen", freut sich Rektor Univ.-Prof. Dr. Lothar Zechlin, der darin "eine deutliche Stärkung der Forschungskraft der Universität Graz" erblickt.
Die Steirische Wirtschaftsförderung (SFG) ist bereits auf der Suche nach InteressentInnen. "Im Fahrwasser des Forschungszentrums wird am Universitätsgelände ein Impulszentrum für Biotech entstehen und die perfekte Ergänzung zum Zentrum für Medizintechnik darstellen, das derzeit gemeinsam mit der Firma Roche auf den Reininghausgründen errichtet wird", freut sich Thomas Mrak, Verantwortlicher für die Impulszentren bei der SFG.
Die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft begrüßt auch Univ.-Prof. Dr. Friedrich Zimmermann, Vizerektor für Forschung und Wissenstransfer der Uni Graz: "Das ZMB ist ein vorbildliches Beispiel für eine Public-Private-Partnership, die zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Steiermark beitragen wird." Tatsächlich ist dieses Zentrum das einzige seiner Art in ganz Österreich. Errichtet wird die neue Forschungsstätte auf dem Areal des ehemaligen St.-Anna-Kinderspitals zwischen Mozartgasse und Heinrichstraße. Die Finanzierung – an der das Projekt bisher gescheitert ist – erfolgt durch ein Konjunkturbelebungsprogramm des Finanzministeriums. Auf einer Fläche von insgesamt 8.000 Quadratmetern werden Büros, Hörsäle, Labors sowie eine Cafeteria als Kommunikationszentrum untergebracht werden. Die Fertigstellung ist für 2006 geplant.
Das OK des Ministeriums kam in letzter Minute: "Wir sind gerade noch auf den Zug aufgesprungen", meint Finanz-Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Franz Kappel. Ohne das Zentrum wäre über kurz oder lang die gesamte molekularbiologische Forschung an der Uni Graz zunichte gemacht worden. Das hätte auch das Aus für bedeutende Projekte bedeutet, beispielsweise für das von Univ.-Prof. Dr. Rudolf Zechner geleitete große Genforschungsprogramm GOLD, das wirksame Mittel gegen Fettleibigkeit und Herzinfarkt entwickeln soll.

 

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