Aktuelles und Veranstaltungen
Suche
Sitemap
Hilfe
Homepage der Uni Graz
Homepage

BetreuerIn *08.07.03

Rektor Zechlin wird Universitít Graz verlassen

Stellungnahme des Grazer Rektors Lothar Zechlin

Der Rektor der Universitít Graz, Univ.-Prof. Dr. Lothar Zechlin, wird die Universitít Graz mit Auslaufen seines derzeitigen Vertrages zum 30. September 2003 verlassen und zum 1. Oktober 2003 das Amt des Gréndungsrektors der Universitít Duisburg-Essen in Deutschland ébernehmen.

Zechlin war erst im Mai mit der knappen Mehrheit von 5 : 4 Stimmen erneut zum Rektor gewíhlt worden, bislang aber nicht durch den Universitítsrat mittels eines Arbeitsvertrages zum Rektor bestellt worden. Unmittelbar nach seiner Wahl am 23. Mai hatte er gegenéber dem Vorsitzenden des Universitítsrates unter Hinweis auf andere bevorstehende Angebote auf den m›glichst raschen Abschluss eines Arbeitsvertrages gedríngt. Es kam jedoch lediglich zu einzelnen pers›nlichen Gespríchen, die éber das Stadium méndlicher und wechselnder Absichtserklírungen nicht hinaus gekommen sind. Ein méndliches oder schriftliches Vertragsangebot ist ihm bislang nicht vorgelegt worden.

Zur Voraussetzung eines neuen Vertrages hatte Zechlin eine Kompensation der Pensionseinbuãen gemacht, die ihm infolge seiner Karenzierung als deutscher Beamter entstehen. In Deutschland mindern die fehlenden Dienstjahre seine Pensionsanwartschaften. In üsterreich erhílt er keine Pensionsleistungen aus dem ASVG-System, da er lediglich acht und nicht wie erforderlich mindestens 15 Jahre einzahlt.

Zechlin zeigte sich enttíuscht éber die Grazer Entwicklung. ¾Die Erwartung, dass diese Sondersituation eines auslíndischen Rektors berécksichtigt wird, finde ich moderat und angemessen. Ich wíre gerne in Graz geblieben, weil ich mich an der Universitít sehr gut angenommen féhle und die eingeleiteten Reformprozesse gerne weiter betrieben hítte. Angesichts des schleppenden Gespríchsverlaufes und vor dem Hintergrund des knappen Stimmergebnisses bei meiner Wahl habe ich jedoch nicht den Eindruck, dass sich der Universitítsrat aktiv um mein Verbleiben beméht, und das Vertrauen verloren, dass die Gespríche in der erforderlichen Zeit zu einem erfolgreichen Abschluss geféhrt werden.è

Seine neue Aufgabe betrachtet er als spannende und anspruchsvolle Herausforderung: Es handelt sich darum, einen Fusionsprozess zweier Universitíten im Ruhrgebiet zu gestalten, in einer Region, die sich durch eine hohe Universitítsdichte auszeichnet. ¾Derartige Anforderungen werden zukénftig m›glicherweise auch auf andere Universitítsstandorte zukommenè, so der 59-jíhrige Professor fér ›ffentliches Recht, der vor seiner Grazer Zeit von 1992 bis 1999 Prísident der Hamburger Universitít fér Wirtschaft und Politik war. ¾Ich freue mich darauf, mein Know-how im Universitítsmanagement und der Organisationsentwicklung in die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Universitít Duisburg-Essen einbringen zu k›nnen.è

Foto: AI

© Ausseninstitut