| Rektor
Zechlin wird Universitít Graz verlassen
Stellungnahme
des Grazer Rektors Lothar Zechlin
Der
Rektor der Universitít Graz, Univ.-Prof. Dr. Lothar Zechlin, wird
die Universitít Graz mit Auslaufen seines derzeitigen Vertrages
zum 30. September 2003 verlassen und zum 1. Oktober 2003 das Amt
des Gréndungsrektors der Universitít Duisburg-Essen in Deutschland
ébernehmen.
Zechlin
war erst im Mai mit der knappen Mehrheit von 5 : 4 Stimmen erneut
zum Rektor gewíhlt worden, bislang aber nicht durch den Universitítsrat
mittels eines Arbeitsvertrages zum Rektor bestellt worden. Unmittelbar
nach seiner Wahl am 23. Mai hatte er gegenéber dem Vorsitzenden
des Universitítsrates unter Hinweis auf andere bevorstehende Angebote
auf den m›glichst raschen Abschluss eines Arbeitsvertrages gedríngt.
Es kam jedoch lediglich zu einzelnen pers›nlichen Gespríchen, die
éber das Stadium méndlicher und wechselnder Absichtserklírungen
nicht hinaus gekommen sind. Ein méndliches oder schriftliches Vertragsangebot
ist ihm bislang nicht vorgelegt worden.
Zur
Voraussetzung eines neuen Vertrages hatte Zechlin eine Kompensation
der Pensionseinbuãen gemacht, die ihm infolge seiner Karenzierung
als deutscher Beamter entstehen. In Deutschland mindern die fehlenden
Dienstjahre seine Pensionsanwartschaften. In üsterreich erhílt er
keine Pensionsleistungen aus dem ASVG-System, da er lediglich acht
und nicht wie erforderlich mindestens 15 Jahre einzahlt.
Zechlin
zeigte sich enttíuscht éber die Grazer Entwicklung. ¾Die Erwartung,
dass diese Sondersituation eines auslíndischen Rektors berécksichtigt
wird, finde ich moderat und angemessen. Ich wíre gerne in Graz geblieben,
weil ich mich an der Universitít sehr gut angenommen féhle und die
eingeleiteten Reformprozesse gerne weiter betrieben hítte. Angesichts
des schleppenden Gespríchsverlaufes und vor dem Hintergrund des
knappen Stimmergebnisses bei meiner Wahl habe ich jedoch nicht den
Eindruck, dass sich der Universitítsrat aktiv um mein Verbleiben
beméht, und das Vertrauen verloren, dass die Gespríche in der erforderlichen
Zeit zu einem erfolgreichen Abschluss geféhrt werden.è
Seine neue Aufgabe betrachtet er als spannende und anspruchsvolle
Herausforderung: Es handelt sich darum, einen Fusionsprozess zweier
Universitíten im Ruhrgebiet zu gestalten, in einer Region, die sich
durch eine hohe Universitítsdichte auszeichnet. ¾Derartige Anforderungen
werden zukénftig m›glicherweise auch auf andere Universitítsstandorte
zukommenè, so der 59-jíhrige Professor fér ›ffentliches Recht, der
vor seiner Grazer Zeit von 1992 bis 1999 Prísident der Hamburger
Universitít fér Wirtschaft und Politik war. ¾Ich freue mich darauf,
mein Know-how im Universitítsmanagement und der Organisationsentwicklung
in die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Universitít
Duisburg-Essen einbringen zu k›nnen.è
Foto:
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Ausseninstitut
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