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BetreuerIn *09.01.03

Ministerium genehmigt Uni Graz nur ein Viertel der beantragten neuen Professuren

Vier Vorziehprofessuren erhielt die Universität Graz kürzlich genehmigt. „Damit wurde gerade ein Viertel der insgesamt 16 so genannten Vorziehprofessuren zur Förderung der Schwerpunktbildung und Profilentwicklung bewilligt“, ist Rektor Lothar Zechlin enttäuscht. Hatte doch die Uni Graz ihre Anträge gut durchdacht und auf die im Juni vom Senat beschlossenen strategischen Leistungsziele abgestimmt. Folgende vier Stellen sollen an der Naturwissenschaftlichen Fakultät realisiert werden: 1. Computational Biosciences (Biocomputing), 2. Computational Earth Sciences, 3. Computational Physical Chemistry, 4. Psychologische Methodik und computergestützte Modellierung.

Die Medizinische Fakultät hatte für ihre ab 1. Jänner 2004 eingerichtete Universität sieben eigene Anträge gestellt, ging jedoch leer aus. Zähneknirschend nimmt Medizin-Dekan Helmut Wurm die Nullrunde zur Kenntnis: „Für mich ist die Entscheidung nicht nachvollziehbar, denn wir haben eine Prioritätenreihung vorgenommen.“ Wurm sowie Zechlin hoffen nun auf die nächste Antragsrunde, die das Ministerium im kommenden Frühjahr durchführt. Aufgrund der vorliegenden 45 bewilligten Professuren waren nicht die gesamten Budgetmittel in der Höhe von 21,8 Millionen Euro ausgeschöpft worden.

Insgesamt 145 Anträge für Vorziehprofessuren an österreichischen Universitäten waren eingelangt. 45 Anträge genehmigte schließlich eine international besetzte zehnköpfige Jury. Vorziehprofessuren dienen der Förderung der Schwerpunktbildung und Profilentwicklung der Universitäten. Es handelt sich um ein erst- und einmaliges Programm des bm:bwk und des Rates für Forschungs- und Technologieentwicklung. In Frage kommen Professuren, die bis Ende 2006 frei werden, also nun vorgezogen besetzt werden können. Bis zu drei Jahre lang werden die Stellen aus den Mitteln des Rates für Forschung und Technologieentwicklung bezahlt, die Folgefinanzierung müssen die Universitäten selbst tragen. Mit einer Besetzung dieser Stellen ist frühestens ab 2004 zu rechnen, denn nun ist das vorgeschriebene Personalauswahlverfahren einzuleiten.

>> Zu den Anträgen der Uni Graz siehe Espresso 4/2002

>> Die genehmigten Anträge an allen österreichischen Universitäten im pdf-Format

Foto: AI

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