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BetreuerIn *04.06.03

Pensionssystem und Treibhausklima:
Das neue Studium Umweltsystemwissenschaften gibt Antwort auf offene Fragen

Mit 1. Oktober 2003 gibt es „Umweltsystemwissenschaften” (USW) an der Universitít Graz erstmals als Bakkalaureats- und Magisterstudium. Damit ist die europaweit einzigartige Ausbildungsschiene nach gut zehn Jahren erfolgreichem Testlauf in die Liste der ordentlichen Studien aufgenommen. Und die Universitít Graz ist um ein echtes „Vorzeigestudium” reicher, wie Vizerektorin Ao.Univ.-Prof. Dr. Ada Pellert bei der Pressekonferenz am 4. Juni 2003 verkéndete. Denn der innovative, interdiszipliníre Lehrplan orientiert sich an der wachsenden Nachfrage am Arbeitsmarkt nach SpezialistInnen in verschiedenen Bereichen, die zusítzlich éber fundiertes Umweltwissen und hohe systemwissenschaftliche Fíhigkeiten verfégen.

„Ein solides Fachwissen alleine reicht heute nicht mehr, da die Halbwertszeit des Gelernten immer kérzer wird. Methodische Kompetenzen sind daher unabdingbar, um sich neue Kenntnisse anzueignen.î Mit diesen Worten brachte Rektor Univ.-Prof. Dr. Lothar Zechlin die Vorzége und die Praxis-Relevanz des neuen Studiums auf den Punkt. Im Zuge ihrer Ausbildung k›nnen die Studierenden einen Schwerpunkt aus den Fíchern Betriebswirtschaft, Chemie, Geographie, Physik und Volkswirtschaft wíhlen, der als Vollstudium anerkannt wird. Daréber hinaus méssen sie Module aus zwei bis drei anderen Bereichen ihrer Wahl absolvieren, die ihnen einen Blick éber den Tellerrand auf vernetzte Zusammenhínge gewíhren.

„Der babylonisches Wissenschafts-Sprachturm wird dadurch etwas aufgel›stî, betonte Senatsvorsitzender Ao.Univ.-Prof. Dr. Hans-Ludwig Holzer, einer der InitiatorInnen des neuen Studiums. Diese individuellen Gestaltungsm›glichkeiten verlangen ein hohes Maă an Selbstorganisation und f›rdern damit die Eigeninitiative und die Selbststíndigkeit der Studierenden. čDiese Zusatzqualifikationen waren bei der Jobsuche ein entscheidender Wettbewerbsvorteil fér michî, erklírte USW-Absolvent Mag. Gerald Schmidt, Abteilungsleiter bei Saubermacher. Durch den systemwissenschaftlichen Schwerpunkt im Studium sind die Arbeitsm›glichkeiten der AbsolventInnen nicht auf den Umweltsektor beschrínkt.

„Etwa die Hílfte unserer ehemaligen Studierenden ist in anderen Bereichen títig, beispielsweise in der Unternehmensberatung, oder hat eigene Firmen gegréndetî, gibt Mit-Initiator Ao.Univ.-Prof. Dr. Karl Steininger seine Erfahrungen weiter. Der Bezug zur Arbeitswelt wird im neuen Lehrplan noch verstírkt: čEin Praktikum ist nun verpflichtendî, so Steininger. Das Studium ist zweigliedrig gestaltet, mit einem Bakkalaureatsabschluss nach sechs Semestern und einem viersemestrigen darauf aufbauenden Magisterstudium. Die OrganisatorInnen rechnen mit 100 bis 120 AnfíngerInnen im Herbst. An der Erstellung des Lehrplans waren die Studierenden aktiv beteiligt, was ebenfalls eine Premiere in üsterreich ist.
„Es engagieren sich sehr viele KollegInnen in der Freizeit fér das Studium, was AnfíngerInnen den Start unheimlich erleichtert. Es ist nímlich nicht immer leicht, sich in fremden Fíchern durchzuschlagen, man lernt aber auf diese Weise sehr viel dazuî, so die Eindrécke der Studentin Katharina Vogt.

Der vollstíndige Studienplan sowie níhere Informationen zu Umweltsystemwissenschaften sind unter www.uni-graz.at/usw abrufbar.

 

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