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BetreuerIn *07.02.03

Grazer Uni-Klinik für Urologie feiert 10-jähriges Bestehen
Die Bilanz von PatientInnenbetreuung, Lehre und Forschung kann sich sehen lassen


Die Grazer Universitätsklinik für Urologie hat am 1. Jänner 1993 als neu gegründete Einrichtung ihren Betrieb aufgenommen – und seither unter ihrem Vorstand Univ.-Prof. Dr. Gerhart Hubmer eine durchaus beachtliche Entwicklung durchgemacht. PatientInnen können sich auf eine Therapie auf höchstem Niveau in allen Bereichen der Urologie und Andrologie (Männerheilkunde) verlassen. Die weit reichende Erfahrung der Ärztinnen und Ärzte spiegelt sich in den Behandlungsdaten wider: Im vergangenen Jahrzehnt wurden beispielsweise 1300 Radikaloperationen bei Nierenkarzinom und 1200 bei Prostatakrebs durchgeführt, 384 Nierentransplantationen an dialysepflichtigen Patienten vorgenommen oder 7700-mal Nierensteine mithilfe der so genannten „extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie“ (ESWL) ohne blutigen Eingriff zerstört.
Angehende FachmedizinerInnen erfahren an dieser Universitätsklinik eine fundierte Ausbildung auf allen Gebieten der Urologie – eine Möglichkeit, die nicht alle österreichischen Kliniken anbieten können. Aus diesem Grund – und angesichts der oben genannten Behandlungsdaten – wurde die Abteilung des LKH im Jahr 2002 vom „European Board of Urology“ (EBU) nach genauer Evaluierung als Ausbildungsstätte für den europaweit gültigen und angesehen Facharzt für Urologie (F.E.B.U.) anerkannt. „Das EBU ist ein europäisches Kontrollsystem, das hohe Qualitätsstandards sichert. In Österreich haben nur drei Abteilungen dieses Zertifikat erhalten und nur wenige UrologInnen die F.E.B.U.-Prüfung abgelegt“, freut sich Vorstand Hubmer über die Auszeichnung, die den PatientInnen garantiert, dass sie nach modernsten Methoden behandelt werden.
Seit dem eben abgelaufenen Wintersemester erhalten nicht nur Fachärztinnen und -ärzte, sondern alle angehenden MedizinerInnen an der Universität Graz eine verbesserte urologische Ausbildung. Denn das Fach „Urologie und Andrologie“ ist im neuen Studienplan für Medizin in ungleich höherem Ausmaß vertreten als bisher. Die Qualität der PatientInnen-Betreuung und der Ausbildung wird durch die wissenschaftlichen Leistungen der Klinik-MitarbeiterInnen noch weiter verbessert. Bereits sechs ForscherInnen konnten sich im Fach Urologie habilitieren – sich also durch herausragende wissenschaftliche Arbeiten international profilieren. Diese ExpertInnen haben ihre Ausbildung durch längere Aufenthalte in ausländischen Forschungszentren ergänzt, wovon die gesamte Klinik profitiert. Ihr Fachwissen haben die Grazer UrologInnen in den vergangenen zehn Jahren auf vielfache Weise weitergegeben: Insgesamt wurden 526 Vorträge gehalten, davon 125 auf renommierten Tagungen im In- und Ausland sowie in Übersee, die übrigen auf Fortbildungsmeetings sowie auf Informationsveranstaltungen für das Laienpublikum. Weiters wurden 336 Publikationen verfasst, davon 45 als Buchbeiträge und 186 als Artikel in international anerkannten Fachzeitschriften. Darüber hinaus wurden zahlreiche Tagungen veranstaltet, die größte davon ein internationaler Kongress mit etwa 500 TeilnehmerInnen im Jahr 2001.
Einziger Wermutstropfen für die Grazer Urologie-Klinik ist derzeit die Unterbringung. Obwohl sie instrumentell und medizin-technisch bestens ausgestattet ist, leidet die Abteilung unter akutem Platzmangel. Ein neues Raumkonzept für das LKH-Universitätsklinikum existiert zwar bereits, die Realisierung wird allerdings noch einige Jahre dauern.

 

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