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Grazer
Uni-Klinik für Urologie feiert 10-jähriges Bestehen
Die Bilanz von PatientInnenbetreuung, Lehre und Forschung kann sich
sehen lassen
Die Grazer Universitätsklinik für Urologie hat am 1. Jänner
1993 als neu gegründete Einrichtung ihren Betrieb aufgenommen
und seither unter ihrem Vorstand Univ.-Prof. Dr. Gerhart
Hubmer eine durchaus beachtliche Entwicklung durchgemacht. PatientInnen
können sich auf eine Therapie auf höchstem Niveau in allen
Bereichen der Urologie und Andrologie (Männerheilkunde) verlassen.
Die weit reichende Erfahrung der Ärztinnen und Ärzte spiegelt
sich in den Behandlungsdaten wider: Im vergangenen Jahrzehnt wurden
beispielsweise 1300 Radikaloperationen bei Nierenkarzinom und 1200
bei Prostatakrebs durchgeführt, 384 Nierentransplantationen
an dialysepflichtigen Patienten vorgenommen oder 7700-mal Nierensteine
mithilfe der so genannten extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie
(ESWL) ohne blutigen Eingriff zerstört.
Angehende FachmedizinerInnen erfahren an dieser Universitätsklinik
eine fundierte Ausbildung auf allen Gebieten der Urologie
eine Möglichkeit, die nicht alle österreichischen Kliniken
anbieten können. Aus diesem Grund und angesichts der
oben genannten Behandlungsdaten wurde die Abteilung des LKH
im Jahr 2002 vom European Board of Urology (EBU) nach
genauer Evaluierung als Ausbildungsstätte für den europaweit
gültigen und angesehen Facharzt für Urologie (F.E.B.U.)
anerkannt. Das EBU ist ein europäisches Kontrollsystem,
das hohe Qualitätsstandards sichert. In Österreich haben
nur drei Abteilungen dieses Zertifikat erhalten und nur wenige UrologInnen
die F.E.B.U.-Prüfung abgelegt, freut sich Vorstand Hubmer
über die Auszeichnung, die den PatientInnen garantiert, dass
sie nach modernsten Methoden behandelt werden.
Seit dem eben abgelaufenen Wintersemester erhalten nicht nur Fachärztinnen
und -ärzte, sondern alle angehenden MedizinerInnen an der Universität
Graz eine verbesserte urologische Ausbildung. Denn das Fach Urologie
und Andrologie ist im neuen Studienplan für Medizin in
ungleich höherem Ausmaß vertreten als bisher. Die Qualität
der PatientInnen-Betreuung und der Ausbildung wird durch die wissenschaftlichen
Leistungen der Klinik-MitarbeiterInnen noch weiter verbessert. Bereits
sechs ForscherInnen konnten sich im Fach Urologie habilitieren
sich also durch herausragende wissenschaftliche Arbeiten international
profilieren. Diese ExpertInnen haben ihre Ausbildung durch längere
Aufenthalte in ausländischen Forschungszentren ergänzt,
wovon die gesamte Klinik profitiert. Ihr Fachwissen haben die Grazer
UrologInnen in den vergangenen zehn Jahren auf vielfache Weise weitergegeben:
Insgesamt wurden 526 Vorträge gehalten, davon 125 auf renommierten
Tagungen im In- und Ausland sowie in Übersee, die übrigen
auf Fortbildungsmeetings sowie auf Informationsveranstaltungen für
das Laienpublikum. Weiters wurden 336 Publikationen verfasst, davon
45 als Buchbeiträge und 186 als Artikel in international anerkannten
Fachzeitschriften. Darüber hinaus wurden zahlreiche Tagungen
veranstaltet, die größte davon ein internationaler Kongress
mit etwa 500 TeilnehmerInnen im Jahr 2001.
Einziger Wermutstropfen für die Grazer Urologie-Klinik ist
derzeit die Unterbringung. Obwohl sie instrumentell und medizin-technisch
bestens ausgestattet ist, leidet die Abteilung unter akutem Platzmangel.
Ein neues Raumkonzept für das LKH-Universitätsklinikum
existiert zwar bereits, die Realisierung wird allerdings noch einige
Jahre dauern.
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Ausseninstitut
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