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BetreuerIn *17.03.03

Rektor Zechlin kÕmpft f³r rasche L·sung:
˛Drei Millionen Euro fehlen im Personalbudget der Uni Graz²

˛Der »rger und Frust der Studierenden ³ber die angespannte Situation an der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen ist verstÕndlich², betont Rektor Lothar Zechlin und tritt f³r eine rasche L·sung der Schwierigkeiten ein. ˛Die UniversitÕt Graz hat ein Maximum geleistet, um moderne und attraktive Studienangebote zu schaffen, damit die AbsolventInnen international wettbewerbsfÕhig bleiben², hÕlt Zechlin fest. Im Zuge des Bologna-Prozesses zur Schaffung eines gemeinsamen europÕischen Hochschulraumes hat sie unter anderem im vergangenen Herbst das Bakkalaureats-/Magisterstudium Betriebswirtschaft eingerichtet. Dazu sind laut Gesetz verstÕrkt Kleingruppen- und Seminarunterricht vorgeschrieben. ˛Dass diese didaktischen Verbesserungen nicht kostenneutral sein k·nnen, liegt auf der Hand², erlÕutert Zechlin. Die budgetÕre Bedeckbarkeit des neuen Studienplans Betriebswirtschaft war zum Zeitpunkt des Antrages im Fr³hjahr 2002 auf alle FÕlle gegeben, weist Zechlin anders lautende Vorw³rfe zur³ck. Bedingung f³r die BestÕtigung der Bedeckbarkeit durch den Rektor sind jedoch gleichbleibende BudgetverhÕltnisse und Studierendenzahlen. ˛Seit damals ist durch die Budgetpolitik des Bundes aufgrund fehlender Tarifsteigerungen, des Struktureffekts und h·herer Gehaltskosten f³r Vertragsprofessuren das Personalbudget real in der H·he von drei Millionen Euro gesunken², rÕumt Rektor Zechlin ein.

Mit internen Finanzspritzen konnten kurzfristig EngpÕsse bereinigt werden. ˛Um die personelle Situation der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften zu verbessern, hat die UniversitÕtsleitung zwischen 2000 und 2002 jeweils mehr als 44.000 Euro von anderen FakultÕten zugunsten der Sowi umgeschichtet sowie drei lÕnger unbesetzte Professuren finanziert², betont Zechlin. AuÜerdem hatte das Rektorat im Herbst des Vorjahres 70.000 Euro der Sowi-FakultÕt als SofortmaÜnahme zur Verf³gung gestellt. Auch in diesem Sommersemester wird das Lehrkontingent in den stark nachgefragten Bereichen aufgestockt. ˛Mit diesen MaÜnahmen ist es gelungen, den Lehrbetrieb so zu organisieren, dass der Dekan das Sommersemester als finanzierbar bestÕtigt hat.² Dekan Lutz Beinsen hat auch fakultÕtsintern Vorkehrungen getroffen: ˛Wir haben etwa 25 nicht nachgefragte Lehrveranstaltungen gestrichen und im Gegenzug 35 neu eingerichtet. In allen Sowi-Kursen wurden zudem die PlÕtze um zehn bis 20 Prozent erh·ht.²

Die Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche FakultÕt (Sowi) der Uni Graz zÕhlt gemeinsam mit der WU Wien nach wie vor zu den am schlechtesten ausgestatteten Sowi-FakultÕten Łsterreichs. WÕhrend an der Uni Graz etwa 62 Studierende auf ein/en wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in kommen, liegt die Zahl an den meisten anderen Unis bei 40, in EinzelfÕllen bei 21 Sudierenden. AuffÕllig ist, dass die Grazer Sowi mit 98 wissenschaftlichen Bediensteten den kleinsten Personalstand Łsterreichs aufweist. Ein KapazitÕts-Anpassungs-Projekt der Sowi-FakultÕt, das die UniversitÕt Graz schon seit drei Jahren hoch priorisiert und mehrfach beantragt hat, wurde im Wissenschaftsministerium nicht positiv erledigt. Insgesamt zusÕtzliche 34 Planstellen hÕtten die Belastungen auf den ·sterreichischen Durchschnitt reduzieren sollen. Zwei im Vorjahr beantragte Vorziehprofessuren an der Sowi hat das Ministerium ebenfalls nicht genehmigt.

Der angedrohten ˛Klage² sieht Zechlin gelassen entgegen, da er keine Verfehlungen des Rektorats erkennen kann. ˛Mit internen Schuldzuweisungen k·nnen die akuten Probleme keinesfalls gel·st werden.² Rektor Zechlin und Vizerektorin Ada Pellert haben bereits in der vergangenen Woche gemeinsam mit der FakultÕt und den StudierendenvertreterInnen, die an der Erstellung des Studienplanes in allen Schritten beteiligt sind, MaÜnahmen vereinbart, um HÕrtefÕlle unter den StudentInnen zu vermeiden. In weiteren GesprÕchen zwischen Rektor, Dekan und Studierenden wurde am Montag vereinbart, dass die FakultÕt den Bedarf an Lehrveranstaltungen f³r das kommende Wintersemester fr³hzeitig erhebt und die Planung des Lehrveranstaltungsangebots darauf abstimmt. AuÜerdem bem³hen sich alle Beteiligten, f³r die Sozialleistungen an Studierende wie Familienbeihilfe ein zusÕtzliches Toleranzsemester beim Wissenschaftsministerium zu beantragen.

>> Stellungnahme der ÖH

 

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