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Rektor
Zechlin kÕmpft f³r rasche L·sung:
˛Drei Millionen Euro fehlen im Personalbudget der Uni Graz²
˛Der
»rger und Frust der Studierenden ³ber die angespannte Situation
an der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen ist verstÕndlich²,
betont Rektor Lothar Zechlin und tritt f³r eine rasche L·sung der
Schwierigkeiten ein. ˛Die UniversitÕt Graz hat ein Maximum geleistet,
um moderne und attraktive Studienangebote zu schaffen, damit die
AbsolventInnen international wettbewerbsfÕhig bleiben², hÕlt Zechlin
fest. Im Zuge des Bologna-Prozesses zur Schaffung eines gemeinsamen
europÕischen Hochschulraumes hat sie unter anderem im vergangenen
Herbst das Bakkalaureats-/Magisterstudium Betriebswirtschaft eingerichtet.
Dazu sind laut Gesetz verstÕrkt Kleingruppen- und Seminarunterricht
vorgeschrieben. ˛Dass diese didaktischen Verbesserungen nicht kostenneutral
sein k·nnen, liegt auf der Hand², erlÕutert Zechlin. Die budgetÕre
Bedeckbarkeit des neuen Studienplans Betriebswirtschaft war zum
Zeitpunkt des Antrages im Fr³hjahr 2002 auf alle FÕlle gegeben,
weist Zechlin anders lautende Vorw³rfe zur³ck. Bedingung f³r die
BestÕtigung der Bedeckbarkeit durch den Rektor sind jedoch gleichbleibende
BudgetverhÕltnisse und Studierendenzahlen. ˛Seit damals ist durch
die Budgetpolitik des Bundes aufgrund fehlender Tarifsteigerungen,
des Struktureffekts und h·herer Gehaltskosten f³r Vertragsprofessuren
das Personalbudget real in der H·he von drei Millionen Euro gesunken²,
rÕumt Rektor Zechlin ein.
Mit
internen Finanzspritzen konnten kurzfristig EngpÕsse bereinigt werden.
˛Um die personelle Situation der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften
zu verbessern, hat die UniversitÕtsleitung zwischen 2000 und 2002
jeweils mehr als 44.000 Euro von anderen FakultÕten zugunsten der
Sowi umgeschichtet sowie drei lÕnger unbesetzte Professuren finanziert²,
betont Zechlin. AuÜerdem hatte das Rektorat im Herbst des Vorjahres
70.000 Euro der Sowi-FakultÕt als SofortmaÜnahme zur Verf³gung gestellt.
Auch in diesem Sommersemester wird das Lehrkontingent in den stark
nachgefragten Bereichen aufgestockt. ˛Mit diesen MaÜnahmen ist es
gelungen, den Lehrbetrieb so zu organisieren, dass der Dekan das
Sommersemester als finanzierbar bestÕtigt hat.² Dekan Lutz Beinsen
hat auch fakultÕtsintern Vorkehrungen getroffen: ˛Wir haben etwa
25 nicht nachgefragte Lehrveranstaltungen gestrichen und im Gegenzug
35 neu eingerichtet. In allen Sowi-Kursen wurden zudem die PlÕtze
um zehn bis 20 Prozent erh·ht.²
Die Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche FakultÕt (Sowi) der
Uni Graz zÕhlt gemeinsam mit der WU Wien nach wie vor zu den am
schlechtesten ausgestatteten Sowi-FakultÕten Łsterreichs. WÕhrend
an der Uni Graz etwa 62 Studierende auf ein/en wissenschaftliche/n
Mitarbeiter/in kommen, liegt die Zahl an den meisten anderen Unis
bei 40, in EinzelfÕllen bei 21 Sudierenden. AuffÕllig ist, dass
die Grazer Sowi mit 98 wissenschaftlichen Bediensteten den kleinsten
Personalstand Łsterreichs aufweist. Ein KapazitÕts-Anpassungs-Projekt
der Sowi-FakultÕt, das die UniversitÕt Graz schon seit drei Jahren
hoch priorisiert und mehrfach beantragt hat, wurde im Wissenschaftsministerium
nicht positiv erledigt. Insgesamt zusÕtzliche 34 Planstellen hÕtten
die Belastungen auf den ·sterreichischen Durchschnitt reduzieren
sollen. Zwei im Vorjahr beantragte Vorziehprofessuren an der Sowi
hat das Ministerium ebenfalls nicht genehmigt.
Der
angedrohten ˛Klage² sieht Zechlin gelassen entgegen, da er keine
Verfehlungen des Rektorats erkennen kann. ˛Mit internen Schuldzuweisungen
k·nnen die akuten Probleme keinesfalls gel·st werden.² Rektor Zechlin
und Vizerektorin Ada Pellert haben bereits in der vergangenen Woche
gemeinsam mit der FakultÕt und den StudierendenvertreterInnen, die
an der Erstellung des Studienplanes in allen Schritten beteiligt
sind, MaÜnahmen vereinbart, um HÕrtefÕlle unter den StudentInnen
zu vermeiden. In weiteren GesprÕchen zwischen Rektor, Dekan und
Studierenden wurde am Montag vereinbart, dass die FakultÕt den Bedarf
an Lehrveranstaltungen f³r das kommende Wintersemester fr³hzeitig
erhebt und die Planung des Lehrveranstaltungsangebots darauf abstimmt.
AuÜerdem bem³hen sich alle Beteiligten, f³r die Sozialleistungen
an Studierende wie Familienbeihilfe ein zusÕtzliches Toleranzsemester
beim Wissenschaftsministerium zu beantragen.
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Stellungnahme
der ÖH
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Ausseninstitut
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