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WissenschaftlerInnen nehmen Schriften in Stift Rein unter die Lupe
Uni Graz festigt mit Symposium Kompetenz fér Sprache und Literatur
„Die
Schreibstube der Reiner Mncheč so titelt die aktuelle Ausstellung
im Stift Rein bei Graz, die bis Oktober 2003 zu sehen ist. Rund
um die wertvollen mittelalterlichen Handschriften treffen im íltesten
noch bestehenden Zisterzienserstift der Welt vom 14. bis 17. Mai
2003 rund 50 WissenschafterInnen zu einer hochkarítigen Tagung zusammen.
Erstmals wird damit das Stift Rein Ausgangspunkt breit gestreuter
wissenschaftlicher Betrachtung. Im interdiszipliníren Wissens- und
Meinungsaustausch mit etwa 50 ExpertInnen darunter Nigel F. Palmer
aus Oxford, einer der renommiertesten Germanisten der Welt wird
das Phínomen des Schreibens im Mittelalter besonders in Zisterzienserklstern
mglichst facettenreich unter die Lupe genommen.
žDenn die Klster
waren im Mittelalter Zentren der Bildung. Sie sicherten einerseits
die Schriftlichkeit in ihrer Zeit und der Wissenschaft heute einen
wichtigen Anteil am Fundus an Quellen, auf die jede historische
Forschung angewiesen istč, betonen die TagungsleiterInnen Univ.-Prof.
Dr. Anton Schwob und Dr. Karin Kranich-Hofbauer. Zum anderen waren
es diese Schriften, die neben vielen eigenstíndigen schpferischen
Leistungen das Wissen der klassischen Antike schriftlich durch
das Mittelalter éberlieferten.
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žDie
Kultur der Neuzeit ist ohne diese Leistung undenkbar.č žEs wird
darauf ankommen, das Schaffen zisterziensischer Skriptorien des
deutschen Sprachraums, insbesondere des Sédostens, vom 12. bis zum
16. Jahrhundert zu erfassen, zu éberblicken und es unter wechselnden
Blickwinkeln als Paradigma mittelalterlichen Schpfergeistes und
Kulturschaffens zu bewertenč, erlíutert Kranich-Hofbauer.
Das
internationale Symposium veranstaltet vom Institut fér Germanistik
an der Uni Graz bringt ExpertInnen aus sechs europíischen Líndern
und auch aus den unterschiedlichen Disziplinen wie Germanistik,
Geschichte, Kunstgeschichte, Musikgeschichte, Theologie etc. zusammen.
Die Uni Graz réckt damit ihre Kompetenz auf dem Sektor alter Schriften
und Literatur, die etwa mit der Universitítsbibliothek international
bekannt ist, erneut in den Mittelpunkt des Interesses. Am Freitag,
den 16. Mai, wird bei einem Choralkonzert mit der Grazer Choralschola
in der Wallfahrtskirche Maria Strassengel eine enge Verbindung von
Theorie und Praxis fér ein breites Publikum geschaffen.
Homepage
der Tagung: www-gewi.uni-graz.at/rein2003
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Ausseninstitut
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