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BetreuerIn *13.05.03

50 WissenschaftlerInnen nehmen Schriften in Stift Rein unter die Lupe
Uni Graz festigt mit Symposium Kompetenz fér Sprache und Literatur

„Die Schreibstube der Reiner M›ncheč Œ so titelt die aktuelle Ausstellung im Stift Rein bei Graz, die bis Oktober 2003 zu sehen ist. Rund um die wertvollen mittelalterlichen Handschriften treffen im íltesten noch bestehenden Zisterzienserstift der Welt vom 14. bis 17. Mai 2003 rund 50 WissenschafterInnen zu einer hochkarítigen Tagung zusammen. Erstmals wird damit das Stift Rein Ausgangspunkt breit gestreuter wissenschaftlicher Betrachtung. Im interdiszipliníren Wissens- und Meinungsaustausch mit etwa 50 ExpertInnen Œ darunter Nigel F. Palmer aus Oxford, einer der renommiertesten Germanisten der Welt Œ wird das Phínomen des Schreibens im Mittelalter Œ besonders in Zisterzienserkl›stern Œ m›glichst facettenreich unter die Lupe genommen.
žDenn die Kl›ster waren im Mittelalter Zentren der Bildung. Sie sicherten einerseits die Schriftlichkeit in ihrer Zeit Œ und der Wissenschaft heute einen wichtigen Anteil am Fundus an Quellen, auf die jede historische Forschung angewiesen istč, betonen die TagungsleiterInnen Univ.-Prof. Dr. Anton Schwob und Dr. Karin Kranich-Hofbauer. Zum anderen waren es diese Schriften, die Œ neben vielen eigenstíndigen sch›pferischen Leistungen Œ das Wissen der klassischen Antike schriftlich durch das Mittelalter éberlieferten.

žDie Kultur der Neuzeit ist ohne diese Leistung undenkbar.č žEs wird darauf ankommen, das Schaffen zisterziensischer Skriptorien des deutschen Sprachraums, insbesondere des Sédostens, vom 12. bis zum 16. Jahrhundert zu erfassen, zu éberblicken und es unter wechselnden Blickwinkeln als Paradigma mittelalterlichen Sch›pfergeistes und Kulturschaffens zu bewertenč, erlíutert Kranich-Hofbauer.

Das internationale Symposium Œ veranstaltet vom Institut fér Germanistik an der Uni Graz Œ bringt ExpertInnen aus sechs europíischen Líndern und auch aus den unterschiedlichen Disziplinen wie Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte, Musikgeschichte, Theologie etc. zusammen. Die Uni Graz réckt damit ihre Kompetenz auf dem Sektor alter Schriften und Literatur, die etwa mit der Universitítsbibliothek international bekannt ist, erneut in den Mittelpunkt des Interesses. Am Freitag, den 16. Mai, wird bei einem Choralkonzert mit der Grazer Choralschola in der Wallfahrtskirche Maria Strassengel eine enge Verbindung von Theorie und Praxis fér ein breites Publikum geschaffen.

Homepage der Tagung: www-gewi.uni-graz.at/rein2003

 

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