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der UniversitŐt Graz zur Budgetsituation 2003
1.
Darstellung
Der
UniversitŐt Graz wird fłr das Jahr 2003 ein Budget in der Hˇhe von
158,101 (95.276) Mio. Euro zugewiesen (die Zahlen
in Klammern gelten fłr die UniversitŐt Graz ohne Medizinische FakultŐt
und ohne das UniversitŐtssportinstitut). Gegenłber der Zuweisung
2002 in der Hˇhe von 165,162 (101.461) Mio. Euro ist dies eine Reduzierung
um 7,061 (6,185) Mio. Euro, das sind -4,3
(-6,1) % des Budgets 2002.
Dieser
Budgetkłrzung stehen erhebliche Mehraufwendungen, die im Jahr 2003
anfallen, gegenłber:
-
Gehaltssteigerungen durch Biennien (sog. Struktureffekt) in der
Hˇhe von 1.593.000 (891.000) Euro
-
Gehaltserhˇhung vom 1.1.2003 in der Hˇhe von 2.574.000 (1.438.000)
Euro
- Gehaltserhˇhung
vom 1.7.2003 in der Hˇhe von 311.000 (185.000) Euro
- Einmalzahlungen
in der Hˇhe von 225.000 134.000) Euro.
In
Summe belasten diese Mehraufwendungen das Personalbudget der UniversitŐt
Graz mit zusŐtzlichen 4,703 (2.648) Mio. Euro.
Weitere
Mehrbelastungen treten im Bereich der Sach-, Betriebs- und Investitionsmittel
auf (die angegebenen Zahlen gelten fłr die UniversitŐt Graz ohne
Medizinische FakultŐt):
Die Implementierung von UG 2002 und die damit verbundene Errichtung
einer eigenen Medizinischen UniversitŐt Graz werden Kosten in der
Hˇhe von etwa 1,2 Mio. Euro verursachen (Erstellung von zwei Bestandsverzeichnissen
und zwei Erˇffnungsbilanzen, Kosten fłr zwei UniversitŐtsrŐte und
deren rŐumliche Unterbringung), SchulungsmaÜnahmen im Bereich des
Rechnungswesens und des Personalrechts).
Man beachte, dass die Budgetkłrzung in der Hˇhe von 7,061 Mio. Euro
in etwa dem im Jahr 2002 zugewiesenen Betrag von 7,413 Mio. Euro
aus den StudienbeitrŐgen entspricht.
2.
Resolution der UniversitŐt Graz angesichts dieser prekŐren Budgetlage
In
ihrer Protestveranstaltung am Donnerstag, den 26. Juni 2003, beschlossen
die anwesenden Angehˇrigen der UniversitŐt Graz einstimmig folgende
Resolution:
1.
Wir fordern, dass das Budget 2003 real nicht geringer ist als das
von 2002 und dass die zusŐtzlichen Ausgaben, die der UniversitŐt
u. a. durch Gehaltssteigerungen, die Implementierung des UG 02 und
die Ausgliederung/Neugrłndung der Medizinischen UniversitŐt entstehen,
zusŐtzlich finanziert werden. Angesichts der derzeitigen Finanzlage
drohen im Herbst schwere BeeintrŐchtigungen von Forschung und Lehre
an der UniversitŐt Graz. Die Situation wird zusŐtzlich dadurch verschŐrft,
dass der Fonds zur Fˇrderung der wissenschaftlichen Forschung ab
sofort keine neuen Projekte bewilligt. Zu dieser MaÜnahme sieht
er sich aufgrund von Budgetkłrzungen um 18 Prozent genˇtigt.
2.
Wir protestieren dagegen, dass die StudienbeitrŐge ersatzlos im
Staatshaushalt verschwinden und nicht fłr Verbesserungen der Studiensituation
an den UniversitŐten verwendet werden.
3.
Wir rufen die Ůsterreichische Rektorenkonferenz und die UniversitŐtsrŐte
auf, eine gemeinsamen Protestveranstaltung in Wien unter dem Motto:
Wenn die Ministerin nicht zu den UniversitŐten kommt, kommen die
UniversitŐten zur Ministerin˛ złgig vorzubereiten. Dabei sollte
neben der Analyse der Budgetsituation im Vordergrund stehen, welche
Konsequenzen zu ziehen sind. Wenn das Ministerium nicht die geforderten
Mittel zur Verfłgung stellt, muss łberlegt werden, ob der Lehrbetrieb
eingeschrŐnkt oder die Implementierung des UG 02 ausgesetzt wird.
Diese mˇglichen Konsequenzen sollen bei der Protestveranstaltung
in Wien mit Bundesministerin Elisabeth Gehrer diskutiert werden.
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