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BetreuerIn *15.07.03

Neugier und Gene als Grundstein zum Chemie-Genie

Unter den Auspiziien des Bundespräsidenten wurde Petra Verdino am 15. Juli 2003 der Doktorgrad verliehen. Die 29-jährige Grazerin war die Begeisterung für ihr Fach schon beinahe in die Wiege gelegt, setzt sich ihre Verwandtschaft väterlicherseits doch zum Großteil aus ChemikerInnen und PharmazeutInnen zusammen. "Sie hat in ihrer frühesten Kindheit bereits den Effekt von Anti-Falten-Creme auf Puppen Stofftieren oder
den Einsatz von Lebensmittel als Färbemittel getestet", beschrieb O.Univ.-Prof. Dr. Ernst Haslinger, Vizestudiendekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät, mit einem Augenzwinkern die ersten chemischen Versuche der Promovendin. Tatsächlich entwickelte sich Verdinos naturwissenschaftliches Interesse bereits in der Volksschulzeit, und der weitere Weg schien vorprogrammiert. Auf das Thema ihrer Dissertation kam sie aber dennoch durch einen Zufall: Als selbst Betroffene lauschte sie vor gut drei Jahren einem populärwissenschaftlichen Vortrag über Heuschnupfen, den der Wiener Professor Rudolf Valenta am Grazer LKH hielt. Und war davon so angetan, dass sie mit ihm in Kontakt trat und selbst den Kampf gegen Allergene aufnahm. "Man versuchte bereits im 19. Jahrhundert, Allergien zu heilen, doch bis heute ist es nicht gelungen. Wir erforschen nun die Grundlagen, damit man darauf wirkungsvoll aufbauen kann", so Verdino, die bereits die Struktur eines häufigen Heuschnupfen-Erregers entschlüsselt hat. Dennoch gibt es für sie ausreichend Forschungsarbeit: "Auf der Landkarte unserers Immunsystems sind noch riesige weiße Flecken, und mit jeder Antwort, die ich auf eine Frage finde, tun sich zehn neue Fragen auf", beschreibt die Grazerin ihre Faszination an der Sache. Ihre Arbeit wird sie ab Herbst in San Diego (USA) fortführen.

Univ.-Prof. Dr. Walter Pötz führte die Promotion durch.   Waltraud Klasnic überreichte stellvertretend für den Bundespräsidenten den Ehrenring.

Fotos: AI/Eklaude

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