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BetreuerIn *02.10.03

Universit¹t Graz als Lebenspartnerin
Neuer Rektor Gutschelhofer pr¹sentierte Team und Pl¹ne

‹Die Universit¹t Graz soll zu einer Lebenspartnerin werden.î Der frisch gebackene Rektor der Uni Graz, Univ.-Prof. Dr. Alfred Gutschelhofer, will zahlreiche Akzente weit Ùber den traditionellen Studienplatz hinaus setzen. Der neue Uni-Chef, seit 1. Oktober 2003 im Amt, stellte bei der Pressekonferenz am 2. Oktober 2003 nicht nur sein Team, sondern auch einige der Schwerpunkte fÙr die kommenden vier Jahren vor.

Zettl, Maierhofer, Gutschelhofer, Polaschek

Vor allem aufgrund des Universit¹tsgesetzes 2002, das Ésterreichs Universit¹ten am 1. J¹nner 2004 in die Autonomie entl¹sst, seien zahlreiche Aufgaben zu lùsen: So mÙsse unter anderem die Uni zu einem Unternehmen transformiert, die Infrastruktur angepasst und die Budgetfrage gelùst werden. ‹Da bislang eine massive Reformwut herrschte, ist auch Kontinuit¹t wichtigî, unterstrich Gutschelhofer und sprach sich trotz Verselbstst¹ndigung der Medizinischen Fakult¹t fÙr den Erhalt des breiten Spektrums der Uni Graz aus. Bis Ende des Jahres wird Gutschelhofer einen provisorischen Organisationsplan vorlegen. Dieser regelt die innere Struktur, z. B. die Gliederung in Institute und Fakult¹ten.

Vizerektorin Ao.Univ.-Prof. Dr. Roberta Maierhofer wird wie schon in den vier Jahren zuvor unter Rektor Univ.-Prof. Dr. Lothar Zechlin die Angelegenheiten fÙr Internationale Beziehungen Ùbernehmen. Neu zu Maierhofers Aufgaben kommt die Frauenfùrderung. ‹Zwei wichtige Querschnittsdisziplinenî, so die Vizerektorin, ‹die beide auf St¹rkung der Netzwerke und Kommunikation basieren.î Sie will weiterhin der Umsetzung des so genannten Bologna-Prozesses, der einen gemeinsamen europ¹ischen Hochschulraum herbeifÙhrt, sowie der Forcierung der Mobilit¹t von Studierenden, Lehrenden und Verwaltungsbediensteten Rechnung tragen.

‹Das Studium an der Uni Graz erfreut sich ungebremster Attraktivit¹tñ, stellte Ao.Univ.-Prof. Dr. Martin Polaschek, Vizerektor fÙr Studium, Lehre und Personalentwicklung, angesichts der neuesten Statistiken fest. Bis zum 2. Oktober 2003 haben sich 15.159 Studierende rÙckgemeldet, bis zum 2. Oktober des Vorjahres waren es 13.505. Alles deutet daraufhin, dass die endgÙltige Studierendenzahl von etwa 23.500 heuer wieder erreicht wird. Auch bei den Studienanf¹ngerInnen ist der Trend zur Uni ungebrochen. 2.216 Personen haben bis zum 2. Oktober 2003 erstmals inskribiert, das sind um 465 mehr als im Vorjahr (Stichtag: 2. Oktober). Polaschek ist zuversichtlich, dass auch bei den Anf¹ngerInnen wieder die 3.000er-Grenze des Vorjahres Ùberschritten wird. Die breite Ausbildungspalette will Polaschek in Zukunft erweitern, die LehrerInnenausbildung verbessern und interdisziplin¹re Angebote fùrdern. So habe sich das neue Bakkalaureat Umweltsystemwissenschaften, wo sich die Anzahl der Anf¹ngerInnen im Vergleich zum Vorjahr auf knapp 90 Erstzulassungen vervierfacht hat, sehr bew¹hrt. Unter dem Motto ‹Lehre gut und rede darÙberî will Polaschek zudem hohe Qualit¹t belohnen.

Mag. Ralph Zettl, Vizerektor fÙr Ressourcenplanung und -entwicklung, verwies auf die schwierige finanzielle Situation der Uni Graz: ‹Trotz Stopp bei Personalaufnahmen und Anschaffungen fehlen heuer mehr als 20 Millionen Euro.î Allein die NeugrÙndung der Medizinischen Universit¹t schlage sich mit etwa fÙnf Millionen Euro zu Buche. Auch in der Lehre werde es zu Einsparungen kommen mÙssen. In Diskussion befinde sich derzeit noch das Modell, wie Medizinische und Stamm-Uni die Aufteilung von MitarbeiterInnen lùsen. So stehen entweder Servicierung oder Aufbau eigener Strukturen auf dem Tapet.

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Zimmermann, Vizerektor fÙr Forschung und Wissenstransfer, war bei der Vorstellung verhindert. Er befindet sich aufgrund beruflicher Verpflichtungen derzeit in Bern. ‹Nachhaltige Universit¹tñ nennt sich einer der kÙnftigen Schwerpunkte, die Zimmermann setzen will. In den Bereichen Ékologie, Ékonomie und Soziales soll das Projekt ab 2003 Interdisziplinarit¹t und Integration in internationale Netzwerke fùrdern. ‹Die Universit¹t als Expertenorganisation durch Profilbildung und neue Organisationsformen flexibler machenî, hat sich der Vizerektor au¤erdem zum Ziel gesteckt. Und er macht sich fÙr die Einrichtung von Kompetenzzentren, Forschungs-Gesellschaften, Stiftungen und Spezialforschungsbereiche (SFB) stark.

>> Lebensl¹ufe und Foto

Foto: AI/Schweiger

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