| Private
Pflege birgt bedeutendes Potenzial
Eine
Studie der Uni Graz f·rdert Bedarfe, MissstÕnde und ungeahnte M·glichkeiten
bei der Versorgung Õlterer Menschen zu Tage.
Die
·sterreichische Bev·lkerung wird immer Õlter, damit steigt auch
der Anteil der auf Hilfe angewiesenen Menschen. Achtzig Prozent
werden derzeit privat versorgt ë eine unglaubliche Ressource im
Gesundheitssystem. Die Bed³rfnisse der Pflegenden sind allerdings
bis dato kaum ber³cksichtigt worden. Eine von der ARGE Sozialforschung
und -planung in Auftrag gegebene Pflegestudie der Uni Graz hat nun
erstmals Anforderungen, Belastungen und Potenziale der Altersversorgung
erhoben. Ein grundsÕtzlich positives Ergebnis der von Univ.-Prof.
Dr. Horst Noack vom Institut f³r Sozialmedizin und Epidemiologie
geleiteten Untersuchung ist, dass die meisten der Befragten das
Versorgen ihrer Angeh·rigen als selbstverstÕndlich erachten. Allerdings
bekommen sie zu wenig finanzielle wie ideelle Unterst³tzung und
sind mit ihrer Situation ³berfordert. Damit belasten die Pflegenden
ihre eigene Gesundheit enorm, zumal sie sich im Durchschnitt f³nf
bis zehn Jahre lang um ihre Familienmitglieder k³mmern.
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"In den meisten FÕllen sind die betroffenen Verwandten nicht gut
genug auf die Pflegesituation vorbereitet, weder durch die HausÕrztInnen
noch durch das Krankenhauspersonal², ortet Mag. Karin Reis-Klingspiegl,
Koordinatorin der Studie, ein enormes Manko. Mobile Dienste arbeiten
hÕufig am tatsÕchlichen Bedarf vorbei und sind nicht flexibel genug.
Einige Ergebnisse in Zahlen: 80 % der steirischen PflegefÕlle werden
privat versorgt. 22 % haben trotz Anspruch kein Pflegegeld beantragt.
45 % der Pflegenden f³hlen sich (ziemlich) stark belastet. 26 %
versorgen ihre Angeh·rigen 5 ë 10 Jahre lang, 12 % bis zu 20 Jahre
lang. 11,5 % haben f³r die Versorgung ihrer Angeh·rigen die ErwerbstÕtigkeit
verringert bzw. aufgegeben, knapp 20 % sind nicht pensionsversichert.
Mehr als 20 % der Pflegenden haben ein Familien-Einkommen unter
1.000 Euro.
Details ³ber die Studie in der UNIZEIT
2/2003
Foto:
Österr. Hilfswerk
©
Ausseninstitut
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