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BetreuerIn *27.02.03

„Mörderisch” gut – Kriminalmuseum an der Uni Graz

Wachgeküsst aus seinem 100-jährigen Dornröschenschlaf wurde die kriminologische Sammlung von Hans Gross. Dem vormaligen UniversitÕtsdirektor Hofrat Dr. Michael Suppanz, einst Mitarbeiter auf der Kriminologie, ist es zu verdanken, dass die Erinnerung an das Kriminalmuseum nicht erlosch. Auf seine Anregung leitete Dekan Univ. Prof. Dr. Gernot Kocher eine Reaktivierung der ehemaligen Lehrmittelsammlung ein.

Im Untergeschoss des HauptgebÕudes der Grazer UniversitÕt fanden nun die Exponate eine neue, attraktive Heimat. An der Neuordnung des Materials, der Konzeption und dem Aufbau des gelungenen Museums arbeiteten Mag. Andrea Nessmann, J³rgen Tremer, MMag. Christian Bachhiesl und Ingeborg Gartler. F³r RechtshistorikerInnen wie Laien birgt die nunmehr ³berarbeitete Schau interessante sozialgeschichtliche Details, weil sie Aufschluss ³ber die LebensumstÕnde von Opfern und TÕtern verrÕt. Mit Kuriosa wird ebenfalls aufgewartet, beispielsweise dem Kommissionskoffer um 1900, einer pedantisch angeordneten Auswahl an Hilfsmitteln, die Kriminaler f³r alle FÕlle r³sten sollte.

Bei Eröffnungsfeier am 28. Februar platzte der Hörsaal aus allen Nähten. Abgang im Hauptgebäude zum „Panoptikum des Verbrechens”.

Das Museum ist Dienstag zwischen 10 und 15 Uhr sowie nach telefonischer Voranmeldung unter 0 316/380-6510 geöffnet.

>> „Mörder, Räuber, Sittenstrolche” in ESPRESSO 1/03

>> Kriminalmuseum

Foto: AI/Schweiger, Pracsner

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