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BetreuerIn *28.07.03

Lust aufs Schlaraffenland oder reif f³r die Insel der TrÕume?
An der UB finden Sie Landkarten und F³hrer f³r Reisen in ferne Welten


Zahlreiche RaritÕten an Landkarten und Atlanten beherbergt die UniversitÕtsbibliothek der Uni Graz. Die Sammlung des liebevoll ausgef³hrte Kartenmaterials mit kolorierten Kupferstichen, Holzschnitten oder Lithographien reicht bis ins 16. Jahrhundert zur³ck. Fast alle ber³hmten Namen aus der groÜen Zeit der niederlÕndischen und der deutschen Kartenproduktion sind vertreten. Mittendrin findet man sogar eine Karte des Schlaraffenlandes ė und zwar im ˛Atlas novus terrarum² von J. B. Homann. Erscheinungsdatum: 1716.
Wer also ins Narren- oder Verschwenderland reisen m·chte oder sich f³r die geographischen Gegebenheiten im Reich des Magens oder in der Region der Faulpelze interessiert, ist an der UB richtig aufgehoben. Die umfassende Landkartensammlung dient allerdings keinesfalls nur TrÕumereinen, sondern beispielsweise auch der Ahnenforschung und selbstverstÕndlich der Wissenschaft. ˛Manche Leute haben Ortsbezeichnungen in ihren Familienchroniken gefunden und wollen herausfinden, wie jene StÕdte in den ehemaligen KronlÕndern heute heiÜen ², erzÕhlt Irmgard Trummler, die die Sammlung betreut. Auch die Deutsche Bahn hat bereits Material ben·tigt, um fr³here Trassenf³hrungen zu recherchieren. Mit Karten aus der Monarchie ist die UB reichlich best³ckt, bilden diese doch einen Schwerpunkt der historischen Sammlung. Dar³ber hinaus gibt es zahlreiche Post-, Eisenbahn und MilitÕrkarten Europas aus dem 19. Jahrhundert.
Wer nicht nur wissen will, wo die Leute fr³her gereist sind, sondern auch wie, kommt ebenfalls auf seine Rechnung: Die Sammlung der historischen Reisef³hrer birgt klingende Namen wie Grieben, Meyer oder Baedeker. Man kann also jederzeit nachlesen, was die Touristen anno 1850 besonders interessiert hat oder wie die StraÜenverhÕltnisse in der Toskana zu jener Zeit waren. Die B³cher ė insbesonders die zahlreichen Reiseberichte, die die UB ebenfalls gesammelt hat ė geben auch Aufschluss ³ber den kultur- und landesgeschichtlichen Zugang des Tourismus im 19. und fr³hen 20. Jahrhundert. Die populÕren Destinationen haben sich seit damals offenbar kaum geÕndert: Das Verzeichnis der Reiseberichte aus Italien f³llt einen eigenen Ordner.
Ausleihen kann man sich die kostbaren St³cke allerdings nicht, die empfindlichen Exemplare sind in der Abteilung f³r Sondersammlungen gebunkert. Interessierte k·nnen aber jederzeit vor Ort darin schm·kern.

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