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BetreuerIn *30.06.03

Kein Absturz auf der Urlaubsreise: žSummer School² der UniversitÕt Graz macht das Fliegen sicherer

žIn der Luftfahrt lauern sehr viele Gefahren, bedingt durch den Stress, dem PilotInnen und Fluglotsen ausgesetzt sind², weiÜ Univ.-Prof. Dr. K. Wolfgang Kallus aus Erfahrung. Der Leiter des Grazer Uni-Instituts f³r Psychologie hat nÕmlich einige Zeit lang f³r die europäische Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol Studien zur Flugsicherheit angestellt. Durch entsprechende Schulungen k·nnen aber m·glicherweise katastrophale Fehler vermieden werden. Aus diesem Grund bietet die UniversitÕt Graz von 30. Juni bis 6. Juli 2003 erstmals einen einzigartigen Lehrgang an ë eine žInternational Summer School on Aviation Psychology² (ISAP­3).

Renommierte ProfessorInnen aus aller Welt referieren zu Themen wie žWorkload Measurement² (Beanspruchungsmessung), Stress Management, žHuman Error² (menschliches Versagen) oder žAir Rage Rude Passengers² (der Umgang mit anstrengenden Passagieren, die etwa unter Flugangst leiden). Nat³rlich werden diese Probleme nicht nur theoretisch behandelt, sondern die TeilnehmerInnen k·nnen das Gelernte in simulierten Stresssituationen auch gleich praktisch erproben.

žWir bieten etwa Bl·cke zur Beanspruchungsmessung an oder ein Anti-Desorientierungstraining f³r PilotInnen², erklÕrt Kallus. Letzteres sei ein wesentlicher Faktor der Flugsicherheit. Beim Flug durch Wolkendecken unterliegen PilotInnen nÕmlich massiven SinnestÕuschungen und k·nnen v·llig die Orientierung verlieren, wenn sie solche Situationen nicht ausreichend trainieren. Ein Anti-Stress-Training gibt es auch f³r Fluglotsen. žDiese Berufsgruppe ist sehr hohen Belastungen ausgesetzt², weiÜ der Psychologe. žEine Umfrage hat ergeben, dass sie diesen Druck erst zu spÕt erkennen, nÕmlich, dann wenn bereits Fehler passieren. Diese k·nnen dann aber katastrophale Auswirkungen haben.² Im Zuge der Summer School lernen die TeilnehmerInnen, rechtzeitig eine ˜berlastung zu erkennen und richtig Pausen zu machen.

Mit derartigen Workshops spricht die ISAP­3 nat³rlich nicht nur in der Luftfahrt TÕtige an. Zielpublikum sind grundsÕtzlich alle Berufsgruppen, die in Stresssituationen sehr leistungsfÕhig sein m³ssen. Das sind etwa auch MitarbeiterInnen von Ùlfirmen oder anderen Unternehmen, in denen UnfÕlle gravierende Folgen haben k·nnen, aber auch SanitÕtspersonal und alle, die mit regelmÕÜig mit NotfÕllen zu tun haben. Dar³ber hinaus richtet sich die Summer School an Studierende der Psychologie oder des Bereichs žAviation² der Fachhochschule Joanneum. Weiters wird die ISAP­3 von der EuropÕischen Gesellschaft f³r Luftfahrtspsychologie als Ausbildung bzw. Fortbildung zu LuftfahrspsychologInnen und Human Factors ExpertInnen anerkannt. žDies ist f³r uns eine ganz besondere Auszeichnung und ein Zeichen der hohen QualitÕt², freut sich Kallus. Die TeilnehmerInnen kommen aus ganz Europa.

Die ISAP­3 ist nur ein Teil des umfassenden Programms, das die UniversitÕt Graz im Rahmen ihrer žSummer University² anzubieten hat. NÕheres erfahren Sie auf der Homepage des Zentrums für Weiterbildung

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