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Graz als Vorbild fér Frauenf›rderung an üsterreichs Universitíten
Sechs
von zehn Studierenden (insgesamt 23.544 im Wintersemester 2002/03)
an der Universitít Graz sind Frauen, die auch unter den Erstzugelassenen
(insgesamt 3.188) mit zwei Drittel klar die Mehrheit stellen. Von
2.364 AbsolventInnen im vergangenen Studienjahr waren bereits 60
Prozent weiblich. Doch nicht nur Studentinnen sind língst im Vormarsch,
auch die MitarbeiterInnen sind auf der Úberholspur. Ao.Univ.-Prof.
Dr. Ada Pellert, Vizerektorin fér Frauenf›rderung, nennt im Vorfeld
des internationalen Frauentages am 8. Mírz einige Beispiele: ¾Im
Rektorat ist die Hílfte Frauen, beim Anteil der Assistentinnen liegt
die Uni Graz éber dem ›sterreichischen Schnitt. 60 Prozent der Dienstleistungseinrichtungen
werden von Frauen geleitet.è
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Ao.Univ.-Prof.
Beatrix Müller-Kampel, erste habilitierte Germanistin
(1993) an der Uni Graz vor der neuen Gedenktafel im Foyer
des Hauptgebäudes, die an Christine Touaillon (1878 –
1928) erinnert. Die Literaturwissenschafterin 1919 vergeblich
versucht, sich an der Grazer Germanistik zu habilitieren. |
Einen
entscheidenden Anteil an der positiven Entwicklung hat der Frauenf›rderplan
der Uni Graz, der weit éber den ministeriellen F›rderungsplan Œ
mit dem Ziel den Frauenanteil in allen Funktionen auf 40 Prozent
zu erh›hen Œ Akzente zur Gleichstellung von Mínnern und Frauen in
Lehre, Forschung und Administration setzt.
- So
hat sich die Uni Graz laut Senatsbeschluss zur geschlechtergerechten
Sprache verpflichtet.
- Des
Weiteren prímiert die Uni mit einem eigens entwickelten finanziellen
Anreizsystem jene Fakultíten, welche die Qualifizierung von Frauen
am intensivsten betreiben.
- Auãerdem
wurde die Aufnahme der Frauen- und Geschlechterforschung in alle
Studienplíne erreicht. Eine Professur fér Frauen- und Geschlechterforschung
ist geplant.
Zur
Erreichung eines ›sterreichweiten Mindeststandards im neuen Frauenf›rderplan
der Hochschulen laut UG 2002 dient daher die Uni Graz als Vorbild.
¾Trotz der positiven Tendenz gibt es nach wie vor viele Stolpersteineè,
weiã Ao. Univ.-Prof. Roswith Roth, Vorsitzende des Arbeitskreises
fér Gleichbehandlungsfragen, und bestítigt auch enormes Interesse
der Studierenden fér die Thematik: 600 statt bislang 200 H›rerInnen
stérmten die ¾Einféhrung in die psychologische Geschlechterforschungè.
Auch
in den internen Ziel- und Leistungszielen zur strategischen Entwicklung
der gr›ãten steirischen Universitít sind Gleichstellung, Gleichbehandlung
und Frauenf›rderung gesamtuniversitír verankert. So peilen die Fakultíten
bis 2004 unter anderem eine Erh›hung des Anteils an Wissenschafterinnen
und Frauen in Leitungspositionen an. Stellen doch Frauen in der
ProfessorInnenschaft einen Anteil von knapp fénf Prozent, sind von
insgesamt 106 InstitutsleiterInnen lediglich sechs weiblich. Weitere
aufschlussreiche Zahlen und Fakten zur Situation von Frauen an der
Universitít Graz Œ mit interessanten Vergleichswerten Œ liefert
die brandneue Broschére der interuniversitíren Koordinationsstelle
fér Frauen- und Geschlechterforschung.
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Vizerektorat
fér Lehre, Personalentwicklung und Frauenf›rderung
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Koordinationsstelle
fér Frauen- und Geschlechterforschung
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Arbeitskreis
fér Gleichbehandlungsfragen
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AI/Eklaude
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