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BetreuerIn *28.05.03
   

˛Jetzt ist Graz auch Wissenschaftshauptstadt Europas²
Morgen beginnt die groÜe Tagung der europÕischen Rektorenkonferenz


Im Windschatten des Kulturjahres haben die drei Rektoren Lothar Zechlin (Uni Graz), Erich H·dl (TU Graz) und Otto Kolleritsch (Kunstuni Graz) die Mitglieder der European University Association (EUA) nach Graz zu einer Tagung eingeladen, die weitere Meilensteine in der europÕischen Hochschulpolitik setzen wird. ˛Jetzt ist Graz nicht nur Kulturhauptstadt, jetzt ist Graz auch Wissenschaftshauptstadt Europas², freut sich Zechlin, dass die VertreterInnen der EUA dieser Einladung gefolgt sind. Bis einschlieÜlich Samstag werden sie die Schaffung eines EuropÕischen Hochschulraumes weiter forcieren und ihre Anspr³che an die Regierungen festsetzen. Diese werden dann in Form der Graz Declaration den europÕischen BildungsministerInnen bei deren Gipfeltreffen in Berlin vorgelegt. Zum ersten Mal ist ³brigens auch eine KunstuniversitÕt Gastgeberin einer EUA-Tagung, freute sich Rektor Kolleritsch. Im Zuge des so genannten Bologna-Prozesses wollen die europÕischen UniversitÕten nÕher zusammenr³cken, mehr Gemeinsamkeiten entwickeln und Synergien besser nutzen. Welche weiteren Schritte in diese Richtung gesetzt werden sollen, wird nun im Zuge der Konferenz geklÕrt. ˛Wir wollen gewissermaÜen den Euro f³r die Hochschulen einf³hren², erklÕrt Lesley Wilson, die GeneralsekretÕrin der EUA, die Idee. ˛Es sollen einheitliche Strukturen geschaffen werden, die etwa ein Auslandsstudium erleichtern. Die Inhalte kann jede UniversitÕt f³r sich bestimmen.² Die schrittweise Einf³hrung eines Punktesystems zur Bewertung der einzelnen Lehrveranstaltungen sowie die Einrichtung von Bakkalaureats- und Magisterstudien sind MaÜnahmen, die bereits getroffen worden sind. ˛Wir wollen sowohl die horizontale als auch die vertikale MobilitÕt f·rdern², begr³ndet Georg Winckler, der VizeprÕsident der EUA und PrÕsident der Łsterreichischen Rektorenkonferenz, die umfangreichen Reformen. ˛Die Studierenden sollen einerseits die M·glichkeit haben, wÕhrend ihrer Ausbildung ein Semester oder Jahr an einer anderen UniversitÕt zu verbringen, ohne dass b³rokratische H³rden sie am Fortschritt im Studium hindern. Vertikale MobilitÕt bedeutet, dass man etwa das Bakkalaureat an einer Hochschule macht, das Magisterium dann an einer anderen², so Winckler weiter. Im Bologna-Prozess geht es nicht nur um vergleichbare Abschl³sse innerhalb Europas. Ein ganz wesentlicher Punkt ist die QualitÕtssicherung in Forschung und Lehre. ˛Gerade in Zeiten der Budgetknappheit sind MaÜnahmen zur QualitÕtssicherung unabdingbar², betonte TU-Rektor H·dl. ˛Es wird bei der Konferenz sicherlich auch die derzeit schwierige Situation der UniversitÕten in Łsterreich er·rtert werden.²

 

Fotos: AI/Eklaude

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