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˛Jetzt
ist Graz auch Wissenschaftshauptstadt Europas²
Morgen beginnt die groÜe Tagung der europÕischen Rektorenkonferenz
Im Windschatten des Kulturjahres haben die drei Rektoren
Lothar Zechlin (Uni Graz), Erich H·dl (TU Graz) und Otto Kolleritsch
(Kunstuni Graz) die Mitglieder der European University Association
(EUA) nach Graz zu einer Tagung eingeladen, die weitere Meilensteine
in der europÕischen Hochschulpolitik setzen wird. ˛Jetzt ist Graz
nicht nur Kulturhauptstadt, jetzt ist Graz auch Wissenschaftshauptstadt
Europas², freut sich Zechlin, dass die VertreterInnen der EUA dieser
Einladung gefolgt sind. Bis einschlieÜlich Samstag werden sie die
Schaffung eines EuropÕischen Hochschulraumes weiter forcieren und
ihre Anspr³che an die Regierungen festsetzen. Diese werden dann
in Form der Graz Declaration den europÕischen BildungsministerInnen
bei deren Gipfeltreffen in Berlin vorgelegt. Zum ersten Mal ist
³brigens auch eine KunstuniversitÕt Gastgeberin einer EUA-Tagung,
freute sich Rektor Kolleritsch. Im Zuge des so genannten Bologna-Prozesses
wollen die europÕischen UniversitÕten nÕher zusammenr³cken, mehr
Gemeinsamkeiten entwickeln und Synergien besser nutzen. Welche weiteren
Schritte in diese Richtung gesetzt werden sollen, wird nun im Zuge
der Konferenz geklÕrt. ˛Wir wollen gewissermaÜen den Euro f³r die
Hochschulen einf³hren², erklÕrt Lesley Wilson, die GeneralsekretÕrin
der EUA, die Idee. ˛Es sollen einheitliche Strukturen geschaffen
werden, die etwa ein Auslandsstudium erleichtern. Die Inhalte kann
jede UniversitÕt f³r sich bestimmen.² Die schrittweise Einf³hrung
eines Punktesystems zur Bewertung der einzelnen Lehrveranstaltungen
sowie die Einrichtung von Bakkalaureats- und Magisterstudien sind
MaÜnahmen, die bereits getroffen worden sind. ˛Wir wollen sowohl
die horizontale als auch die vertikale MobilitÕt f·rdern², begr³ndet
Georg Winckler, der VizeprÕsident der EUA und PrÕsident der Łsterreichischen
Rektorenkonferenz, die umfangreichen Reformen. ˛Die Studierenden
sollen einerseits die M·glichkeit haben, wÕhrend ihrer Ausbildung
ein Semester oder Jahr an einer anderen UniversitÕt zu verbringen,
ohne dass b³rokratische H³rden sie am Fortschritt im Studium hindern.
Vertikale MobilitÕt bedeutet, dass man etwa das Bakkalaureat an
einer Hochschule macht, das Magisterium dann an einer anderen²,
so Winckler weiter. Im Bologna-Prozess geht es nicht nur um vergleichbare
Abschl³sse innerhalb Europas. Ein ganz wesentlicher Punkt ist die
QualitÕtssicherung in Forschung und Lehre. ˛Gerade in Zeiten der
Budgetknappheit sind MaÜnahmen zur QualitÕtssicherung unabdingbar²,
betonte TU-Rektor H·dl. ˛Es wird bei der Konferenz sicherlich auch
die derzeit schwierige Situation der UniversitÕten in Łsterreich
er·rtert werden.²
Fotos:
AI/Eklaude
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