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BetreuerIn *30.10.03

Trennung von Uni Graz und Medizin unter Dach und Fach
"Guter Start in eine gemeinsame Zukunft"

Uni-Rektor Gutschelhofer (l.) und Med-Rektor Walter setzen auf Kooperation.

"Wir haben eine konstruktive und kollegiale Einigung erzielt" bekräftigen Uni-Rektor Univ.-Prof. Dr. Alfred Gutschelhofer und Med-Rektor Univ.-Prof. DDr. Gerhard Franz Walter unisono. Am 30. Oktober 2003 besiegelten beide Rektoren mit ihrer Unterschrift die Ressourcentrennung zwischen Universität Graz und Medizinischer Universität Graz, die bekanntlich ab 1. Jänner 2004 eingerichtet ist. Die Übereinkunft - die erste Österreichs zur Verselbstständigung der Medizinischen Fakultäten - legt klar die Aufteilung für die Bereiche Personal, Budget und Räume fest.

Personal:
Insgesamt 57 Planstellen aus dem Verwaltungssektor der Uni Graz - z.B. Personalverwaltung, Bibliothek, Rechtsabteilung - werden mit Jahresbeginn an die Medizinische Uni wechseln. Zusätzlich wurde in einzelnen Bereichen wie EDV-Angelegenheiten für die kommenden drei Jahre eine Servicierung der Med-Uni vereinbart, d.h. die Universität Graz erfüllt gegen Kostenersätze Aufgaben. Die Details dazu werden in den kommenden Wochen noch verhandelt. Die mehr als 900 bislang schon der Medizinischen Fakultät zugeordneten Planstellen gehen direkt an die neue Uni über.

Budget:
Bei 5,2 Millionen Euro liegt der Budget-Anteil der Medizin, der für die Gehalts- sowie Betriebskosten in der Verwaltung fürs Jahr 2003 übereinstimmend errechnet wurde. Zusätzlich zu dieser Summe verliert die Uni Graz jährlich mehr als 60 Millionen Euro, die allein für die Medizinische Fakultät aufgewendet wurden.

Räume:
25.000 Quadratmeter von insgesamt 200.000 Quadratmeter Nutzfläche wandern zur Med-Uni. Die Miete fär diese Räumlichkeiten - großteils schon von der Fakultät genutzt - bezahlt künftig die Auenbrugger-Uni selbst an den Eigentümer BIG (Bundes-Immobilien-Gesellschaft). Gleichzeitig kann die "Tochter-Uni" auch Räume von ihrer "Mutter-Uni" gegen Kostenersatz anmieten.

"Wir ermöglichen unserer Schwester-Uni einen guten Start in eine gemeinsame Zukunft", blickt Rektor Gutschelhofer trotz leiser Wehmut optimistisch in die Zukunft. In kurzer Zeit - die Rektorate sind seit vier Wochen im Amt - konnte in intensiven Verhandlungen für alle Beteiligten eine faire Lösung erreicht werden. Med-Rektor Walter ist überzeugt: "So stärken wir den Wissenschaftsstandort Graz." Der gemeinsame Weg beider Universitäten wird sowohl in Forschungsvorhaben - etwa in den Biowissenschaften - als auch in der Inauguration zum Ausdruck kommen. Beide Rektoren werden am 17. Jänner 2004 in einer gemeinsamen Feier offiziell das Amt übernehmen.

Foto: AI/Schweiger

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