| Trennung
von Uni Graz und Medizin unter Dach und Fach
"Guter Start in eine gemeinsame Zukunft"
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| Uni-Rektor
Gutschelhofer (l.) und Med-Rektor Walter setzen auf Kooperation. |
"Wir
haben eine konstruktive und kollegiale Einigung erzielt" bekräftigen
Uni-Rektor Univ.-Prof. Dr. Alfred Gutschelhofer und Med-Rektor Univ.-Prof.
DDr. Gerhard Franz Walter unisono. Am 30. Oktober 2003 besiegelten
beide Rektoren mit ihrer Unterschrift die Ressourcentrennung zwischen
Universität Graz und Medizinischer Universität Graz, die
bekanntlich ab 1. Jänner 2004 eingerichtet ist. Die Übereinkunft
- die erste Österreichs zur Verselbstständigung der Medizinischen
Fakultäten - legt klar die Aufteilung für die Bereiche
Personal, Budget und Räume fest.
Personal:
Insgesamt 57 Planstellen aus dem Verwaltungssektor der Uni Graz
- z.B. Personalverwaltung, Bibliothek, Rechtsabteilung - werden
mit Jahresbeginn an die Medizinische Uni wechseln. Zusätzlich
wurde in einzelnen Bereichen wie EDV-Angelegenheiten für die
kommenden drei Jahre eine Servicierung der Med-Uni vereinbart, d.h.
die Universität Graz erfüllt gegen Kostenersätze
Aufgaben. Die Details dazu werden in den kommenden Wochen noch verhandelt.
Die mehr als 900 bislang schon der Medizinischen Fakultät zugeordneten
Planstellen gehen direkt an die neue Uni über.
Budget:
Bei 5,2 Millionen Euro liegt der Budget-Anteil der Medizin, der
für die Gehalts- sowie Betriebskosten in der Verwaltung fürs
Jahr 2003 übereinstimmend errechnet wurde. Zusätzlich
zu dieser Summe verliert die Uni Graz jährlich mehr als 60
Millionen Euro, die allein für die Medizinische Fakultät
aufgewendet wurden.
Räume:
25.000 Quadratmeter von insgesamt 200.000 Quadratmeter Nutzfläche
wandern zur Med-Uni. Die Miete fär diese Räumlichkeiten
- großteils schon von der Fakultät genutzt - bezahlt
künftig die Auenbrugger-Uni selbst an den Eigentümer BIG
(Bundes-Immobilien-Gesellschaft). Gleichzeitig kann die "Tochter-Uni"
auch Räume von ihrer "Mutter-Uni" gegen Kostenersatz
anmieten.
"Wir ermöglichen unserer Schwester-Uni einen guten Start
in eine gemeinsame Zukunft", blickt Rektor Gutschelhofer trotz
leiser Wehmut optimistisch in die Zukunft. In kurzer Zeit - die
Rektorate sind seit vier Wochen im Amt - konnte in intensiven Verhandlungen
für alle Beteiligten eine faire Lösung erreicht werden.
Med-Rektor Walter ist überzeugt: "So stärken wir
den Wissenschaftsstandort Graz." Der gemeinsame Weg beider
Universitäten wird sowohl in Forschungsvorhaben - etwa in den
Biowissenschaften - als auch in der Inauguration zum Ausdruck kommen.
Beide Rektoren werden am 17. Jänner 2004 in einer gemeinsamen
Feier offiziell das Amt übernehmen.
Foto:
AI/Schweiger
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Ausseninstitut
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