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„Nullsummenspiel“
beim Budget für Universität Graz
Einsparungen und Engpässe setzen sich 2004 fort
Die Budgetkrise
an der Universität Graz verlängert sich auch im Jahr 2004.
Zu diesem Schluss kommen Rektor Univ.-Prof. Dr. Alfred Gutschelhofer
und Finanz-Vizerektor Mag. Ralph Zettl nach dem enttäuschendem
Gespräch im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft
und Kultur am vergangenen Dienstag.
„Es ist
ein Nullsummenspiel“, kritisiert Gutschelhofer das kolportierte
Plus. Denn so finden sich zum Beispiel die Mieten- sowie die Pensionsbeiträge,
die bislang vom Ministerium bezahlt wurden, nunmehr als „Durchlaufposten“
im Etat der Alma Mater. „Unterm Strich haben wir jedoch nicht
mehr als im heurigen Krisenjahr, wo bereits 22 Millionen Euro fehlen,
zur Verfügung.“ Von einem erhöhten Budget könne
daher keine Rede sein. „Ohne Einsparungen bei Nachbesetzungen,
Lehre und Investitionen wird es auch 2004 nicht gehen“, befürchtet
der Uni-Chef.
114,9 Millionen
Euro beträgt das gesamte Budget 2004 – erstmals ohne
Medizinische Fakultät, die sich ab 1. Jänner zur Universität
verselbstständigt. Zugunsten der künftigen Med-Uni ergab
sich eine Umschichtung in der Höhe von 5,2 Millionen Euro.
„Kostensteigerungen mit dem neuen Angestelltengesetz und beim
Literaturankauf wurden nicht berücksichtigt. Der Grazer Grundanteil
am österreichweiten Hochschulbudget, der heuer bei 97,5 Millionen
Euro lag, sinkt nächstes Jahr sogar auf 92,6 Millionen“,
rechnet Zettl vor.
Des Weiteren muss die Uni Graz zur Unterstützung kleinerer
Universitäten eine Ausgleichzahlung im Ausmaß von 418.000
Euro leisten.
Auch die Studiengebühren, die ab dem Sommersemester die Uni
Graz selbst einhebt, bringen keine Entspannung. Zettl rechnet zwar
mit jährlichen Einnahmen von etwa 11,5 Millionen Euro, über
die zweckgebundene Verwendung werden aber erst der Senat und Studierende
entscheiden.
Gutschelhofer
will nun zügig die Bildung von Schwerpunkten in Forschung und
Lehre forcieren, um teilweise den drohenden Schaden zu begrenzen.
Die dafür notwendigen Fähigkeiten hat er in der sechswöchigen
Amtszeit schon unter Beweis gestellt. Als erste Universität
Österreichs brachte Graz die Ressourcen-Trennung von der Medizinischen
Fakultät unter Dach unter Fach. „Die geforderten Managementqualitäten
sind vorhanden“, hält Gutschelhofer fest. Es fehle vielmehr
an tatsächlicher Autonomie der Universitäten, denn bei
großteils fixierten Kosten bleibe kein Spielraum. Allein die
Personalausgaben verschlingen 80 Prozent des Budgets.
Weiter reichende Maßnahmen werden in den kommenden Tagen mit
dem Universitätsrat diskutiert.
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Ausseninstitut
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