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BetreuerIn *11.11.03

Förderung für vier ForscherInnen
Bank Austria Creditanstalt und Uni Graz kooperieren

Nachwuchs-Förderung an der Universität Graz betreibt die Bank Austria Creditanstalt seit 1997 mit ihrem Forschungspreis, der am 11. November 2003 neuerlich an junge WissenschafterInnen vergeben wurde. Vier talentierte ForscherInnen im Alter zwischen 24 und 38 Jahren teilen sich heuer die Prämie in der Gesamthöhe von 14.000 Euro.

„In der Phase der Veränderung, wie sie gerade die Universität Graz erlebt, ist ein verlässlicher Partner besonders wichtig“, hob Forschungs-Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Friedrich Zimmermann anlässlich der feierlichen Überreichung im Meerscheinschlössl hervor. Und lobte die einzigartige Partnerschaft, die auch im Gebäude, das im Vorjahr das Bank-Unternehmen am Campus errichtet hatte und das Zentrum für Weiterbildung sowie eine Bankfiliale beherbergt, zum Ausdruck komme.
Hansjörg Langer¸ Landesdirektor der Bank Austria Creditanstalt, unterstrich den gesellschaftlichen Stellenwert von Forschung und Wissenschaft: „Hohe Bildung ist unser wichtigstes Kapital.“

Zimmermann zeigte sich begeistert über die Breite und Interdisziplinarität der ausgezeichneten Arbeiten und bekräftigte: „In Zeiten der Ökonomisierung ist die Vielfalt in der Forschung ein wesentlicher Aspekt.“

Die PreisträgerInnen 2003:

  • Mag. Martin Eberhart (28) untersucht am Institut für Finanzwissenschaft für sein laufendes Dissertations-Vorhaben mit dem Titel „Reporting on human capital: A critical review of the existing business management and economic approaches including a discussion on a holistic human capital reporting approach“ die Aspekte von Humankapital – also das Wissen, das in Personen verkörpert ist – und geht unter anderem den Fragen nach, wie man diesen Produktionsfaktor in der Bilanz abbildet sowie welche Erfordernisse notwendig sind, damit es in der Berichterstattung auf breite Akzeptanz stößt.
  • Mag. Andrea Felbinger (38) beendete im Frühjahr 2003 das Pädagogik-Studium und wird für ihre Diplomarbeit „Der Wandel des Bildungsbegriffes. Eine vergleichende Studie unter feministischer Perspektive“ ausgezeichnet. Von hoher Aktualität zeichnet sich auch ihr gegenwärtiges Dissertationsprojekt mit dem Arbeitstitel „Produkte des Schreibens als Merkmal professioneller universitärer Ausbildung“ aus, dabei erhebt die Pädagogin Qualitätskriterien geisteswissenschaftlicher Forschungsarbeiten am Beispiel der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Uni Graz.
  • Mag. Michael Raunig (24) studierte Philosophie und Deutsche Philologie und wird für seine abgeschlossene Diplomarbeit „Brandoms inferentielle Alternative zum sprachphilosophischen Paradigma der Repräsentation“ ausgezeichnet. Das „philosophische Talent“ Raunig setzt sich mit den beiden Hauptwerken des Pittsburgher Philosophen Robert B. Brandom auseinander, die zu den schwer lesbaren Neuheiten auf diesem Markt zählen.
  • Dr. Christian Schuster (28) schloss im Vorjahr sein Medizinstudium ab. Schuster entwickelt in seinem aktuellen Forschungsprojekt ein standardisiertes Messsystem, das die Wirksamkeit einer Salbe untersucht, die Schäden und Hautrötungen aufgrund von UV-Strahlung verhindern soll. Der vollständige Titel lautet: „Versuch der objektiven Messung der Entzündungsparameter Rötung und Wärmeabstrahlung sowie Nachweis der Wirkung der liposomalen rekombinanten Kupfer/Zink-Superoxid Dismutase auf die Erythem-Entwicklung nach UVB-Bestrahlung.“
Eberhart, Zimmermann, Raunig, Langer, Felbinger und Schuster (v. li.)

Foto: Schweiger

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