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Erbschaft
Altstadt: WissenschafterInnen und HandwerkerInnen machen gegen die
Probleme in Graz mobil
Das Institut für Kunstgeschichte der Universität Graz
hat im Rahmen des Kulturjahrs eine Initiative ins Leben gerufen,
die aktueller nicht sein könnte. „Erbschaft Altstadt“
lautet der Titel eines internationalen Kongresses, der vom 14. bis
16. November 2003 in der Aula der Universität veranstaltet
wird. Untertitel: „Fassade und Dach in der Kulturhauptstadt
Graz. Restaurierung, Denkmalpflege und Kunstgeschichte“.
Bei diesen Vorträgen werden nicht WissenschaftlerInnen ihre
grauen Theorien an die Öffentlichkeit bringen, sondern ReferentInnen
aus der Praxis – unter ihnen Handwerker und Baumeister –
Probleme und Chancen des Denkmalschutzes erörtern. Ein besonders
brisantes Thema dabei: die schleichende Zerstörung der historischen
Altstadt durch Renovierungen. „Mangels Geld oder Interesse
verschwinden nach und nach kunstvolle architektonische Details von
Fassaden und Dächern“, schlägt Dr. Günther
Rath, Kunsthistoriker und Dachdecker-Meister, Alarm. Eine weitere
Gefahr für den Erhalt der Altstadt stellen Dachausbauten dar.
„Diese groß angelegte Veranstaltung soll ein Denkanstoß
für PolitikerInnen und EigentümerInnen von historischen
Objekten sein“, fasst Kongress-Leiter Univ.-Prof. PD Dr. Johann
Konrad Eberlein seine Erwartungen zusammen. „Das große
Interesse der Öffentlichkeit ist auf unserer Seite“,
weiß er nicht zuletzt aus dem Fall des „Kommod“-Hauses.
Auch die Bauwirtschaft ist um eine enge Zusammenarbeit mit den KunsthistorikerInnen
bemüht.
Der Kongress wurde ausschließlich mit Sponsorgeldern aus der
Industrie finanziert. Alle Vorträge sind öffentlich und
kostenfrei zugänglich. Am Sonntag, den 16. November, findet
um 10 Uhr zusätzlich eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Ist
Graz noch zu retten?“ in der Aula der Universität statt.
Die Moderation übernimmt Petra Rudolf.
Nähere Auskünfte, Programmablauf und Anmeldung:
Univ.-Prof. PD Dr. Johann Konrad Eberlein
Institut für Kunstgeschichte
Telefon: 0316/380-2402
E-Mail: konrad.eberlein@uni-graz.at
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