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Meilenstein im Entwicklungsprozess der Uni Graz: Unterzeichnung
der Leistungsvereinbarungen
Zieleinlauf und gleichzeitig Startschuss an
der Universität Graz. Im Zuge des strategischen Prozesses der
Universität Graz wurden am 17. Dezember 2002 die Leistungsvereinbarungen
zwischen Uni-Leitung, den Fakultäten und den Dienstleistungseinrichtungen
unterzeichnet.
Erstmals nicht nur an der Universität Graz. Weder eine
österreichische noch an einer anderen deutschsprachige Universität
hat einen Prozess in dieser Intensität und mit diesem Ausmaß
durchgeführt, zog Rektor Univ.-Prof. Dr. Lothar Zechlin
eine erfolgreiche Bilanz der vergangenen zwei Jahre. Wir stehen
daher auch in einem gewaltigen Lernprozess, so Zechlin. Die
Uni Graz fülle mit Hilfe des Prozesses und der nun vorliegenden
Vereinbarungen die zunehmend größeren Autonomieräume
selbst aus.
Der Prozess soll sich in Zukunft selbst tragen, mit einem
eigenen Know-how, das an der Uni Graz entsteht, wünschte
sich Zechlin und würdigte Engagement der beteiligten Uni-Angehörigen.
Darunter auch zahlreiche Studierenden, die Philipp Funovits im Rahmen
der feierlichen Unterzeichnung vertrat. Wenn er den Beginn des Prozesses
auch mit Skepsis beobachtet habe, so habe der Vorgang aber viel
umgerührt. Es ist zu wünschen, dass nun was Gutes
daraus entsteht.
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Rektor
Zechlin und Dekan Höflechner
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Rektor-Assistent
Raggautz, Ausseninstitutsleiter Reiser , Vizerektor Kappel,
Vizerektorin Pellert, Vizerektor Zimmermann (v.l.)
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Univ.-Prof. Dr. Walter Höflechner, Dekan der Geisteswissenschaftlichen
Fakultät und Vorsitzender des Gründungskonvents, hielt
fest, dass der Prozess im laufe der Zeit einen Wandel durchlaufen
habe: Wir haben dabei gewonnen, damit auch ein Instrument
sowie einen Anlass der Reflexion geschaffen. Gleichzeitig
warnte Höflechner davor, dass völlig ungewollt
lediglich quantifizierbare Größe und Werte für
die künftige Steuerung der Universität eine Rolle spielen.
Wir müssen den Blick aufs ganze beibehalten, appellierte
Höflechner.
Die
Universität Graz trägt durch Erzeugung und Bewahrung wissenschaftlicher
Erkenntnisse in Lehre und Forschung sowie deren aktiver Kommunikation
zur Weiterentwicklung der Gesellschaft bei, so der Wortlaut
der einzelnen Verträge. Um diesen Auftrag in einer sich
rasch verändernden Gesellschaft auch weiterhin wahrnehmen zu
können, überprüft sie ihre Tätigkeiten regelmäßig
auf Stärke, Schwäche und Möglichkeiten der Weiterentwicklung.
In dieser Absicht hat die Universität Graz einen strategischen
Entwicklungsprozess eingeleitet, mit dem sie ihre Weiterentwicklung
und damit ihre Zukunft selbst bestimmt gestalten will.Im
Zuge dieses Prozesses hat die Universität Graz im Sommersemester
2002 in zehn Leistungsbereichen strategische Zielsetzungen für
die Jahre 2003 und 2004 festgesetzt. Durch Vereinbarungen über
die Leistungen, mit denen die Fakultäten und Dienstleistungseinrichtungen
zur Erreichung dieser selbst gesetzten Ziele beitragen, soll das
Profil der Gesamtuniversität als Organisation geschärft
und die autonome Gestaltungskraft der Fakultäten und Dienstleistungseinrichtungen
gestärkt werden.
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Senatsvorsitzneder
Holzer, Dekan Kocher, Studierendenvertreter Öller (v.l.)
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Dekan
Beinsen, Dekan Hoinkes, Univ.-Prof. Körner, USI-Leiter
Erhart (v.l.)
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Die
Leistungsvereinbarungen zum Downloaden im pdf-Format
Der
Ablauf
Die Universität Graz reagiert nicht lediglich auf Druck
von außen, sondern agiert, will die neuen Autonomiespielräume
selbst auszufüllen sowie ihre Zukunft aktiv und zuversichtlich
selbst gestalten, betonte Zechlin, zu Beginn des Prozesses,
der nach Klärung der Rollen von Senat und Rektorat im Sommer
2000 gestartet wurde.
Die Uni Graz hatte damit noch vor der Ankündigung eines Universitätsgesetz
2002 die Vorreiterrolle für ein österreichisches Gesamtkonzept
zur Uni-Entwicklung übernommen.
In den Leistungsbereichen Lehre, Forschung, Wissenstransfer,
Internationalisierung, Öffentlichkeitsarbeit, Gleichstellung/Gleichbehandlung/Frauenförderung,
Personalentwicklung, Budget & Ressourcen, Organisationsentwicklung
wurden in zwei Großveranstaltungen mit Uni-Angehörigen
die Ziele formuliert. In sechs Integrierten Universitätskommissionen
(IUK) wurden ab Sommer 2000 Problemsichten thematisiert und eine
personelle Vernetzung herbeigeführt.
Im Herbst 2001 wurden unter Federführung zweier Projektgruppen
und des RektorInnenteams die Ergebnisse aus den beiden Zukunftskonferenzen
sowie die Arbeitsprogramme der Integrierten Universitätskommissionen
zu Materialien zur strategischen Entwicklung zusammengefasst.
Zugleich wird die Struktur entwickelt, in der die internen Ziel-
und Leistungsvereinbarungen zwischen der Universitätsleitung
einerseits und den dezentralen Ebenen der Fakultäten und Dienstleistungseinrichtungen
andererseits abzuschließen sind.
Der Senat stimmte im November 2001 in 1. Lesung den strategischen
Leistungszielen als Diskussionsgrundlage zu. Auf deren Basis fand
im Frühjahr 2002 das so genannte Gegenstromverfahren
statt, bei dem die Fakultäten, Dienstleistungseinrichtungen,
Integrierten Universitätskommissionen, Dienststellenausschüsse,
der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen sowie der Universitätsbeirat
Stellungnahmen zu den Ergebnissen der ersten Lesung im Senat abgaben.
Des Weiteren deponierten Studierende, NachwuchswissenschafterInnen
sowie Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft
bei öffentlichen Hearings ihre Statements. Führungskräfte
der Uni Graz überarbeiteten im April 2002 bei der Strategiekonferenz
die strategischen Leistungsziele.
Im Juni 2002 wurde die Entwicklungsstrategie in 2. Lesung dem Senat
zur Diskussion und Beschlussfassung vorgelegt. Im Herbst 2002 führten
Universitätsleitung und die dezentralen Einrichtungen (Fakultäten,
Dienstleistungseinrichtungen) Verhandlungen über jene neuen
Leistungen, die zur Erreichung der strategischen Ziele erbracht
werden müssen. Das Ergebnis bilden die nun vorliegenden internen
Ziel- und Leistungsvereinbarungen bis 2004.
Fotos:
AI/Schweiger
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Ausseninstitut
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