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Sowi im Dialog 2002 an der Uni Graz: Klima-Experte zeichnete Horror-Szenario
Am Ende dieses Jahrhunderts werden wir ein Klima haben, wie
es die Erde noch nicht erlebt hat, warnte Dr. Gerhard Berz,
Leiter der GeoRisikoForschung der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft
der weltweit größte Versicherer in diesem Bereich
beim Festakt von Sowi
im Dialog 2002 am 26. November 2002 an der Uni Graz. Gleichzeitig
schränkte Berz ein, dass es schwer sehr Prognosen zu stellen,
weil man nicht wisse, wie die Natur auf den Klimawandel reagiere.
Die steigenden Kohlendioxid-Emissionen liefern jedenfalls Perspektiven,
die ihn mit Sorge erfüllen. So geht der Klima- und Versicherungsexperte
geht von einem Temperaturanstieg von vier bis fünf Grad Celsius
in den kommenden 100 Jahren aus. Und zur Unterstreichung des Trends
legte Berz eine erschreckende Bilanz der vergangenen 22 Jahre am
Globus vor:
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1.200 Milliarden Dollar volkswirtschaftlicher Schaden
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12.600 Schadenereignisse, zum überwiegenden Teil resultierend
aus Katastrophen, deren Ursachen in der Atmosphäre liegen,
also Hochwasser, Stürme etc.
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690.000 Todesfälle, davon zwei Drittel resultierend aus Katastrophen,
deren Ursachen in der Atmosphäre liegen, also Hochwasser,
Stürme etc.
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30 Ereignisse allein in den 90-er Jahren mit Ausnahme von
zwei Erdbeben Stürme, Hagel jeweils mit einer Schadenshöhe
von mehr als einer Milliarde Dollar
Die
Umlenkung in nachhaltige Industrien kann die Welt verändern,
ist Berz überzeugt und spricht sich für unvermeidliche
Anpassungsstrategien aus.

Preisträger der besten Dissertationskonzepte für Human
Dimensions of Gobal Enviromental Change
Im Anschluss an die von Norbert Swoboda moderierte Diskussion wurden
die besten Dissertationskonzepte auf dem Gebiet des gesellschaftlichen
Umgangs mit globalem Umweltwandel honoriert. Die von einer internationalen
Jury ausgewählten Konzepte werden mit je 2.000 Euro prämiert.
- Markus R. Schmidt, Loss of agro-biodiversity in Vavilov centres,
with a special focus on the risks of genetically modified organisms.
- Karl-Heinz Erb, Methods for calculating the ecological footprint
of nations in historic time series: Austria 1926 1995.
Ausgezeichnete Diplomarbeiten aus den Umweltsystemwissenschaften
Des weiteren wurden Diplomarbeiten von neun Studierenden aus den
Umweltsystemwissenschaften an der Uni Graz ausgezeichnet. Diese
Preise sind mit insgesamt 2.000 Euro vom Land Steiermark und der
Stadt Graz dotiert:
- Christian Bauer, Lebenszyklusanalyse von Holzenergie-Systemen
zur Erzeugung von Strom und Wärme, Fachgebiet Physik
- Karin Horn, Untersuchung eines mathematischen Modells zur
Rauchgasentschwefelung, Fachgebiet Geographie
- Michaela Nutz, Konzeption und Umsetzung eines Permafrost-Erlebnisweges
im Dösenertal bei Mallnitz,Fachgebiet Geographie
- Regina Nievoll, Mais als nachwachsender Rohstoff,
Fachgebiet Chemie
- Birgit Beinsen, New Public Management, Fachgebiet
Betriebswirtschaft
- Elke Perl, Aufbau eines Qualitäts- und Umweltmanagementsystems
für einen Zerlegbetrieb von Elektro- und Elektronikaltgeräten,Fachgebiet
Betriebswirtschaft
- Christian Steinreiber, Exportkreditagenturen in ihrer Bedeutung
für die globale Nachhaltigkeit,Fachgebiet Betriebswirtschaft
- Ursula Lackner, Design von Regulierungsbehörden im
liberalisierten europäischen Elektrizitätsmarkt,
Fachgebiet Volkswirtschaft
- Christian Lapp, Darwinistische Evolutionstheorie und Theorie
der Selbstorganisation von Materie: Widersprüchliche Zugänge
zum Naturverständnis?, Fachgebiet Systemwissenschaft
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Vizebürgermeister
Peter Weinmeister, Senatsvorsitzender Hans-Ludwig Holzer,
Barbara Weitgruber vom bm:bwk, Dekan Lutz Beinsen (v.l.)
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Landtagsabgeordneter
Wolf Rauch, Jill Jäger vom International Human Dimensions
Programme, Umweltamtsleiter Karl Niederl, Wilhelm Himmel vom
Land Steiermark (v.l.)
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Fotos:
AI/Schweiger und Human Dimensions Programme Austria
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Ausseninstitut
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