|
Hochsaison für Schwammerl an der Uni Graz: Treffpunkt
für 70 europäische Pilz-ExpertInnen
Dass die Schwammerl in den steirischen Wäldern
derzeit geradezu aus dem Boden schießen, scheint bestellt
zu sein. Denn das massive Pilzvorkommen kommt auch den MykologInnen
(Pilz-ForscherInnen) sehr gelegen: Vom 9. bis 14. September 2002
machen mehr als 70 TeilnehmerInnen der 29.
Mykologischen Dreiländertagung die Universität Graz
zu einem Zentrum für Pilz-ExpertInnen aus Österreich,
Deutschland und der Schweiz sowie aus weiteren Nachbarländern
wie z. B. Slowenien, Ungarn und Tschechien. Die Konferenz, die nach
1977 die Fachleute zum zweiten Mal nach Graz führt, wird vom
Institut für Botanik der Universität Graz, dem Arbeitskreis
Heimische Pilze (mit Sitz am Steiermärkischen Landesmuseum
Joanneum, Referat Botanik) sowie von der Österreichischen Mykologischen
Gesellschaft (Institut für Botanik, Universität Wien)
veranstaltet.
Die Tagung bringt sowohl Wissenschaftler aus verschiedenen
Institutionen als auch Pilzberater und andere Pilzkenner zusammen,
unterstreicht Tagungs-Koordinator Dr. Christian Scheuer vom Institut
für Botanik an der Uni Graz die Verbindung zwischen Berufsmykologen
und Amateuren.
Neben hochkarätigen Vorträgen und intensivem Erfahrungsaustausch
unter anderem werden dabei auch brisante Themen wie Pilzschutz
und Pilztourismus angesprochen ist ein umfangreiches Exkursionsprogramm
ins West- und Oststeirische Hügelland, in die Auwälder
der Flussniederungen entlang der Mur und ins Steirische Randgebirge
geplant.
Wir erhalten schon durch die Zahl der beteiligten PilzkennerInnen
einen enormen Schub an landeskundlichen Informationen zur pilzlichen
Biodiversität (Artenvielfalt), erwartet Scheuer aufschlussreiche
Forschungsfahrten. Denn selbst ExpertInnen geraten bei Erkundungen
in diesen nahe gelegenen Gebieten ins Staunen. Man findet
auch in der Steiermark immer wieder Arten, die hier bisher noch
nie nachgewiesen wurden, bestätigt der Wissenschaftler.
Kein Wunder: Wird doch allein die Zahl der in Österreich heimischen
Großpilz-Arten auf etwa 5.000 geschätzt!
Weitere Informationen zur Tagung:
http://www-ang.uni-graz.at/~scheuer/Dreilaendertagung-2002.htm
©
Ausseninstitut
|