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BetreuerIn *22.08.02


Hochsaison für „Schwammerl” an der Uni Graz: Treffpunkt für 70 europäische Pilz-ExpertInnen


Dass die „Schwammerl” in den steirischen Wäldern derzeit geradezu aus dem Boden schießen, scheint bestellt zu sein. Denn das massive Pilzvorkommen kommt auch den MykologInnen (Pilz-ForscherInnen) sehr gelegen: Vom 9. bis 14. September 2002 machen mehr als 70 TeilnehmerInnen der 29. Mykologischen Dreiländertagung die Universität Graz zu einem Zentrum für Pilz-ExpertInnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz sowie aus weiteren Nachbarländern wie z. B. Slowenien, Ungarn und Tschechien. Die Konferenz, die nach 1977 die Fachleute zum zweiten Mal nach Graz führt, wird vom Institut für Botanik der Universität Graz, dem Arbeitskreis „Heimische Pilze“ (mit Sitz am Steiermärkischen Landesmuseum Joanneum, Referat Botanik) sowie von der Österreichischen Mykologischen Gesellschaft (Institut für Botanik, Universität Wien) veranstaltet.
„Die Tagung bringt sowohl Wissenschaftler aus verschiedenen Institutionen als auch Pilzberater und andere Pilzkenner zusammen“, unterstreicht Tagungs-Koordinator Dr. Christian Scheuer vom Institut für Botanik an der Uni Graz die Verbindung zwischen Berufsmykologen und „Amateuren“.

Neben hochkarätigen Vorträgen und intensivem Erfahrungsaustausch – unter anderem werden dabei auch brisante Themen wie Pilzschutz und Pilztourismus angesprochen – ist ein umfangreiches Exkursionsprogramm ins West- und Oststeirische Hügelland, in die Auwälder der Flussniederungen entlang der Mur und ins Steirische Randgebirge geplant.
„Wir erhalten schon durch die Zahl der beteiligten PilzkennerInnen einen enormen Schub an landeskundlichen Informationen zur pilzlichen Biodiversität (Artenvielfalt)“, erwartet Scheuer aufschlussreiche Forschungsfahrten. Denn selbst ExpertInnen geraten bei Erkundungen in diesen nahe gelegenen Gebieten ins Staunen. „Man findet auch in der Steiermark immer wieder Arten, die hier bisher noch nie nachgewiesen wurden“, bestätigt der Wissenschaftler. Kein Wunder: Wird doch allein die Zahl der in Österreich heimischen Großpilz-Arten auf etwa 5.000 geschätzt!

Weitere Informationen zur Tagung:
http://www-ang.uni-graz.at/~scheuer/Dreilaendertagung-2002.htm

   
   

 

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