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BetreuerIn *13.03.02


Uni-Physikerinnen fordern mehr Chancen für Wissenschafterinnen

Trotz kontinuierlicher Erhöhung des Anteils von Wissenschafterinnen an der Uni Graz – aktuell sind es etwa 30% – gibt es für Frauen nach wie vor universitäre Karrierehürden. An allen Universitäten Österreichs behauptet sich derzeit lediglich eine ordentliche Universitätsprofessorin für Physik. Ein Schicksal, das Wissenschafterinnen allerdings weltweit teilen, wie auch Ao.Univ.-Prof. Dr. Claudia Ambrosch-Draxl, stellvertretende Leiterin des Instituts für Theoretische Physik, bestätigt. Die zurzeit einzige Physikerin an der Uni Graz führte das österreichische Team an, das kürzlich an der internationalen Konferenz „Frauen in der Physik” in Paris teilnahm. Mehr als 300 Physikerinnen aus 67 Staaten hatten Strategien sowie Maßnahmen diskutiert und entwickelt, um Chancen und Anteile von Frauen im von Männern dominierten Bereich der Physik zu steigern. „Männer haben ihre Netzwerke. Und viele Diskriminierungen passieren oft auch unbewusst”, schildert Ambrosch-Draxl und konstatiert: „Es gibt nur geringe Bereitschaft, nach qualifizierten Frauen zu suchen. Dabei ist eine ausgewogene Geschlechterverteilung eine Chance sowohl für die Zukunft der Wissenschaft als auch unserer Gesellschaft.”

Weitere Infos zur Konferenz:
www.if.ufrgs.br/~barbosa/conference.html

 
Claudia Ambrosch-Draxl