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BetreuerIn *26.08.02


Theologische Fakultät der Uni Graz siedelt 2004 – Ministerium gab nun endlich grünes Licht

„Mit dem Wintersemester 2004/2005 wird endlich die gesamte Fakultät unter einem Dach vereint sein“, freuen sich Rektor Univ.-Prof. Dr. Lothar Zechlin und der Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz, Univ.-Prof. Dr. Gerhard Larcher.
Nach intensiven Bemühungen und zähen Verhandlungen gab das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur vor wenigen Tagen Schwarz auf Weiß das erwartete grüne Licht: Das Palais Kees, das ehemalige Korpskommando in der Glacisstraße, wird die neue Heimat der Katholisch-Theologischen Fakultät. „Bislang ist die Fakultät auf fünf Standorte, quer über die Stadt verstreut, aufgeteilt“, schildert Larcher die gegenwärtige Raum-Situation. Und Ass.-Prof. Dr. Christian Wessely, der Koordinations-Baubeauftragte der Fakultät, veranschaulicht die Lage mit einem Rechenbeispiel: „Die etwa 450 Studierenden legen allein pro Studienjahr mehr als 20.000 Stunden an Gehzeit zwischen den einzelnen Instituten zurück.“
Wessely war mit der Erstellung eines Konzepts für das klassizistische Palais betraut, seine Entwürfe wurden schließlich mit dem Architekturbüro Kapfhammer zu einem eindrucksvollen Raumkonzept zusammengeführt. Insgesamt mehr als 3.000 Quadratmeter beträgt die Nutzungsfläche für die theologischen Institute, „die damit zwar in Summe nicht mehr Platz haben, aber wesentlich effizienter zusammenarbeiten können“, wie Wessely bestätigt.

 

Neben den TheologInnen wird sich – als Untermieter der Uni Graz – das Institut für Orgel- und Kirchenmusik der Kunst-Universität auf etwa 800 Quadratmetern im Palais ansiedeln. Mit Hilfe von schalltechnischen Vorkehrungen soll aber jede Lärmbelästigung ausgeschlossen werden. Des Weiteren wird das Fremdsprachenzentrum – eine noch junge Dienstleistungseinrichtung der Uni Graz – im etwa 150 Quadratmeter großen Neubau im Innenhof einziehen, in dem außerdem die Fakultätsbibliothek beheimatet sein wird. Das existierende, jedoch baufällige Hofgebäude wird abgerissen.

Grundsätzlich sei die Bausubstanz sehr gut, attestiert Wessely. Ein intaktes Notstromaggregat hat der militärische Vormieter der Uni im Untergeschoß überlassen. Der Zentrale Informatikdienst (ZID) wird in den Kellerräumen ein Ausweichrechenzentrum installieren, das im Notfall auch die Versorgung des Campus übernehmen könnte.
Im Dachgeschoß stehen zusätzlich 800 Quadratmeter zur Verfügung, dessen Ausbau bleibt vorerst aber nur angedacht.
Die Gesamt-Kosten belaufen sich auf etwa acht Millionen Euro. Jeweils ein Jahr sind für Detailplanung und Sanierung veranschlagt. Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) wird die Finanzierung für die Adaptierungsmaßnahmen übernehmen.

Foto: AI/Schweiger

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