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Kirchenhistorische
Autorität Univ.-Prof. Liebmann emeritiert
Mit 30. September 2002 beendete O.Univ.-Prof. Dr. Maximilian Liebmann
an der Universität Graz seine aktive Tätigkeit. Der Wissenschaftler,
der zu den führenden Kirchenhistorikern Österreichs zählt,
emeritiert im 68. Lebensjahr. Die Universität Graz würdigt
seine Leistungen als Forscher, Lehrer und kirchenhistorische Autorität
am 10. Oktober 2002 ab 19 Uhr im Rahmen einer akademischen Feier
im Meerscheinschlössl, Mozartgasse 3.
Liebmann studierte Fachtheologie in Graz und war nach seiner Promotion
1961 Religionslehrer an Volks-, Haupt- und allgemeinbildenden höheren
Schulen. Ab 1968 wandte sich der Steirer verstärkt der universitären
Laufbahn zu und wurde Assistent am Institut für Kirchengeschichte.
1977 folgte seine Habilitation über Urbanus Rhegius und
die Anfänge der Reformation. Anschließend wurde
Liebmann zum Universitätsdozent, 1979 zum außerordentlichen
Universitätsprofessor für Kirchengeschichte bestellt.
1982 wurde der Träger zahlreicher Preise etwa des Österreich-Carl-von-Vogelsang-Staatspreises
für Geisteswissenschaften, Großen Silbernen Ehrenzeichens
für Verdienste um die Republik Österreich Leiter
der Abteilung für Theologiegeschichte und Kirchlichen Zeitgeschichte.
Seit 1989 ist Liebmann ordentlicher Universitätsprofessor.
Von 1991 bis 1999 war er Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät,
seit 1995 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen
KirchenhistorikerInnen.
Im Zuge seiner wissenschaftlichen Schwerpunkte für Spätmittelalter,
Reformationsgeschichte, neuere bzw. neueste Kirchengeschichte, steirische
und österreichische Kirchengeschichte setzte sich Liebmann
kritisch mit dem Thema Kirche und Nationalsozialismus auseinander,
zudem zählte die Edition der Tagebücher des österreichischen
Bundeskanzlers Ignaz Seipel zu seinen Forschungsprojekten.
Zur
steigenden Anzahl an Emeritierungen und Pensionierungen an der Uni
Graz
siehe ESPRESSO 1/2002 Generationenwechsel
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Ausseninstitut
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