english version
Aktuelles und Veranstaltungen
Suche
Sitemap
Hilfe
Homepage der Uni Graz
Homepage

BetreuerIn *07.10.02

Kirchenhistorische Autorität Univ.-Prof. Liebmann emeritiert

Mit 30. September 2002 beendete O.Univ.-Prof. Dr. Maximilian Liebmann an der Universität Graz seine aktive Tätigkeit. Der Wissenschaftler, der zu den führenden Kirchenhistorikern Österreichs zählt, emeritiert im 68. Lebensjahr. Die Universität Graz würdigt seine Leistungen als Forscher, Lehrer und kirchenhistorische Autorität am 10. Oktober 2002 ab 19 Uhr im Rahmen einer akademischen Feier im Meerscheinschlössl, Mozartgasse 3.

Liebmann studierte Fachtheologie in Graz und war nach seiner Promotion 1961 Religionslehrer an Volks-, Haupt- und allgemeinbildenden höheren Schulen. Ab 1968 wandte sich der Steirer verstärkt der universitären Laufbahn zu und wurde Assistent am Institut für Kirchengeschichte. 1977 folgte seine Habilitation über „Urbanus Rhegius und die Anfänge der Reformation“. Anschließend wurde Liebmann zum Universitätsdozent, 1979 zum außerordentlichen Universitätsprofessor für Kirchengeschichte bestellt.
1982 wurde der Träger zahlreicher Preise – etwa des Österreich-Carl-von-Vogelsang-Staatspreises für Geisteswissenschaften, Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich – Leiter der Abteilung für Theologiegeschichte und Kirchlichen Zeitgeschichte. Seit 1989 ist Liebmann ordentlicher Universitätsprofessor.
Von 1991 bis 1999 war er Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät, seit 1995 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen KirchenhistorikerInnen.
Im Zuge seiner wissenschaftlichen Schwerpunkte für Spätmittelalter, Reformationsgeschichte, neuere bzw. neueste Kirchengeschichte, steirische und österreichische Kirchengeschichte setzte sich Liebmann kritisch mit dem Thema Kirche und Nationalsozialismus auseinander, zudem zählte die Edition der Tagebücher des österreichischen Bundeskanzlers Ignaz Seipel zu seinen Forschungsprojekten.

Zur steigenden Anzahl an Emeritierungen und Pensionierungen an der Uni Graz
siehe ESPRESSO 1/2002 „Generationenwechsel

© Ausseninstitut