|
Neue
Therapieformen in der Medizin: Gentherapie und Molekulare Erregerdiagnostik
Das Ziel ist, die molekularen Strukturen besser zu erkennen
und zu verstehen, um bessere Therapien anbieten zu können,
formuliert O.Univ.-Prof. Dr. Egon Marth, Vorstand des Instituts
für Hygiene der Universität Graz, den Schwerpunkt der
beiden Symposien: dem ersten Internationalen Symposium für
Gentherapie und dem vierten Internationalen Symposium für Molekulare
Diagnostik (2.-4. Mai 2002 an der Uni Graz).
Die Diagnostik bewegt sich von den Auswirkungen einer Erkrankung
hin zu ihren Ursachen, den Erregern zum Beispiel. Hier können
mit Hilfe der genetischen Diagnostik zu einem sehr frühen Zeitpunkt
außerordentlich präszise Diagnosen erstellt werden. Die
Untersuchungen über die Wirkung spezifischer Medikamente kommt
zum einen den Patienten zu Gute und bringt zum anderen finanzielle
Ersparnisse, so Univ.-Doz. Dr. Pierre Hopmeier von der Österreichischen
Gesellschaft für Laboratoriumsmedizin in Wien. Univ.-Prof.
Dr. Holm Schneider von der Universitäts-Kinderklinik in Erlangen
sieht vor allem bei Erbkrankheiten wie speziellen Immunschwächen,
bei der Bluterkrankheit oder bei Arterienverschlüssen im Bein
oder am Herzen erfolgreiche Einsatzbereiche der Gentherapie. Hier
werden Viren durch Veränderungen in harmlose Transporter verändert,
die dann ein bestimmtes Gen in die gewünschten Zellen bringen.
Ein weiterer Anwendungsbereich liegt in der Krebstherapie, wo u.a.
damit ein besseres Ansprechen der PatientInnen auf die Chemotherapie
erreicht werden kann. Dies wird bereits an der Universitäts-Klinik
für Dermatologie an der Uni Wien eingesetzt.
Dr. Hubert Hartl, der sowohl als Patient, als Vertreter der Patienten
und auch als Vertreter des Ministeriums verschiedene Perspektiven
kennt, thematisierte die Diskussion rund um die europaweite Einführung
der Biopatentrichtlinien.
Das aktuelle Programm unter: www.uni-graz.at/symp2002
Copyright:
Ausseninstitut der Universität Graz
 |
|
| Univ.-Doz.
pierre Hopmeier, Dr. Holler (i.V. von Univ.-Prof. Hubert Pehamberger),
O.Univ.-Prof. Dr. Egon Marth, Univ.-Doz. Dr. Holm Schneider,
Dr. Hubert Hartl (v.li.) |
|
Foto:
AI/Habersack
|