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BetreuerIn *03.05.02

Neue Therapieformen in der Medizin: Gentherapie und Molekulare Erregerdiagnostik


„Das Ziel ist, die molekularen Strukturen besser zu erkennen und zu verstehen, um bessere Therapien anbieten zu können”, formuliert O.Univ.-Prof. Dr. Egon Marth, Vorstand des Instituts für Hygiene der Universität Graz, den Schwerpunkt der beiden Symposien: dem ersten Internationalen Symposium für Gentherapie und dem vierten Internationalen Symposium für Molekulare Diagnostik (2.-4. Mai 2002 an der Uni Graz).
Die Diagnostik bewegt sich von den Auswirkungen einer Erkrankung hin zu ihren Ursachen, den Erregern zum Beispiel. Hier können mit Hilfe der genetischen Diagnostik zu einem sehr frühen Zeitpunkt außerordentlich präszise Diagnosen erstellt werden. Die Untersuchungen über die Wirkung spezifischer Medikamente kommt zum einen den Patienten zu Gute und bringt zum anderen finanzielle Ersparnisse, so Univ.-Doz. Dr. Pierre Hopmeier von der Österreichischen Gesellschaft für Laboratoriumsmedizin in Wien. Univ.-Prof. Dr. Holm Schneider von der Universitäts-Kinderklinik in Erlangen sieht vor allem bei Erbkrankheiten wie speziellen Immunschwächen, bei der Bluterkrankheit oder bei Arterienverschlüssen im Bein oder am Herzen erfolgreiche Einsatzbereiche der Gentherapie. Hier werden Viren durch Veränderungen in harmlose Transporter verändert, die dann ein bestimmtes Gen in die gewünschten Zellen bringen. Ein weiterer Anwendungsbereich liegt in der Krebstherapie, wo u.a. damit ein besseres Ansprechen der PatientInnen auf die Chemotherapie erreicht werden kann. Dies wird bereits an der Universitäts-Klinik für Dermatologie an der Uni Wien eingesetzt.
Dr. Hubert Hartl, der sowohl als Patient, als Vertreter der Patienten und auch als Vertreter des Ministeriums verschiedene Perspektiven kennt, thematisierte die Diskussion rund um die europaweite Einführung der Biopatentrichtlinien.


Das aktuelle Programm unter: www.uni-graz.at/symp2002

 

Copyright: Ausseninstitut der Universität Graz

 
Univ.-Doz. pierre Hopmeier, Dr. Holler (i.V. von Univ.-Prof. Hubert Pehamberger), O.Univ.-Prof. Dr. Egon Marth, Univ.-Doz. Dr. Holm Schneider, Dr. Hubert Hartl (v.li.)  

Foto: AI/Habersack