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Erstmals Vollstudium für Gebärdensprachdolmetschen
in Österreich an der Uni Graz
Die Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) ist das
Hauptkommunikationsmittel gehörloser Menschen in Österreich
und ein prägender Teil ihrer persönlichen und kulturellen
Identität. Gebärdensprachen der Gehörlosen sind natürlich
entstandene Sprachen mit einer eigenen Grammatik. Sie unterscheiden
sich von Land zu Land und verfügen weiters über regionale
Ausprägungen, d.h. Gebärdensprachdialekte.
Seit 1990 sind die Themenkreise Gebärdensprache und Gehörlosenkultur,
insbesondere der Bereich Gebärdensprachdolmetschen, Schwerpunkt
des Institutes für Translationswissenschaft der Universität
Graz in Forschung und Lehre. Es wurden regelmäßig Lehrveranstaltungen
angeboten, allerdings konnten Studierende Gebärdensprache lediglich
als Fächerkombination oder als Ergänzungsstudium inskribieren.
Ab WS 2002/2003 wird es nun erstmals möglich sein Österreichische
Gebärdensprache im Vollstudium zu studieren. Das Diplomstudium
für Gebärdensprachdolmetschen dauert fünf Jahre.
Neben ÖGS ist eine zweite Fremdsprache zu wählen.
In Österreich herrscht nach wie vor in vielen Bundesländern
ein Mangel an GebärdensprachdolmetscherInnen. In der Folge
werden Gehörlose aus vielen Bereichen der Informationsgesellschaft,
sowie von Bildung und Weiterbildung ausgeschlossen. In der medizinischen
Versorgung kann es ohne den Einsatz von DolmetscherInnen zu Missverständnissen
und dadurch zu großen Problemen für gehörlose PatientInnen
kommen.
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Detaillierte Informationen auf der Homepage
des Institutes für Translationswissenschaft
Weitere interessante Infos zum Thema:
Österreichischer GebärdensprachdolmetscherInnen-Verband
Österreichischer
Gehörlosenbund
Forschungszentrum
für Gebärdensprache, Uni Klagenfurt
Foto:
AI/Altziebler
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Ausseninstitut
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