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Menschenrechtspreis
der Universität Graz für Dalai Lama:
Feierliche Verleihung am 14. Oktober 2002
Der
Senat der Universität Graz hat seine Heiligkeit, den Dalai
Lama, für den Menschenrechtspreis 2002 auserwählt. Diese
höchste Auszeichnung der Universität Graz wird in unregelmäßigen
Abständen an Personen vergeben, die sich für die Vermittlung
zwischen Völkern und Religionen einsetzen. Die feierliche Verleihung
findet am 14. Oktober 2002 um 16 Uhr in der Aula der Universität
Graz statt.
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1995
begrüßte Univ.-Prof. Dr. Helmut Konrad als Rektor
den Dalai Lama
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Mit
der feierlichen Verleihung des Preises nimmt die Uni eine öffentliche
Verantwortung wahr und bezieht Stellung gegen Diskriminierung, Rassismus
und Fremdenhass. Gleichzeitig soll der Preis die Menschenrechtsforschung
und -lehre in allen Disziplinen noch stärker anregen,
begründet Senatsvorsitzender Ao.Univ.-Prof. Dr. Hans-Ludwig
Holzer die Auszeichnung des XIV. Dalai Lama.
Rektor Univ.-Prof. Dr. Lothar Zechlin ergänzt: Mit der
Verleihung des Preises bekundet die Universität Graz auch Solidarität
mit jenen KollegInnen, die im Kampf um Gerechtigkeit in der Welt
ihr Leben riskieren. Toleranz, Nächstenliebe und insbesondere
der Dialog zwischen den Religionen sind in der heutigen Zeit von
größter Bedeutung. WissenschaftlerInnen aller sechs
Fakultäten der Universität Graz räumen diesem Thema
bereits jetzt hohen Stellenwert ein: vom Völkerrecht über
Biomedizin, Ökonomie bis zur Theologie.
Seine Heiligkeit ist übrigens nach seinem Besuch im Juni 1995
nun bereits zum zweiten Mal Gast der Uni Graz.
Bisherige
PreisträgerInnen
Der Menschenrechtspreis der Uni Graz wurde bislang dreimal vergeben,
zum ersten Mal im Jahr 1992 an Prof. Dr. Jon Sobrino von der UCA
(Universidad Centroamericana) aus El Salvador für sein Eintreten
zugunsten der Menschenrechte des unterdrückten Volkes und der
Versöhnung zwischen den Bürgerkriegsparteien in seinem
Land, stellvertretend auch für die im Zuge der Auseinandersetzungen
ermordeten sechs Universitätskollegen. 1994 erhielt Dr. Simon
Wiesenthal, Leiter des Jüdischen Dokumentationszentrums, den
Menschenrechtspreis für seinen Einsatz zugunsten der Rechte
der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus. Die PreisträgerInnen
von 1997 sind die Ombudsleute der Föderation Bosnien-Herzegowina:
Vera Jovanovic, Branka Raguz und Esad Muhibic für ihren
Einsatz zur Verbesserung der Menschenrechtslage im Spannungsfeld
im südöstlichen Europa.
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Simon
Wiesenthal, Menschenrechtspreisträger 1994
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Esad
Muhibic, Branka Raguz und Vera Jovanovic, MenschenrechtspreisträgerInnen
1997
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Die
Zeremonie dreimal live: in der Aula, auf der Video-Wall und im Internet
Folgender Ablauf ist für die Verleihung des Menschenrechtspreises
an der Universität Graz vorgesehen:
Der Dalai Lama wird am 14. Oktober 2002 gegen 16 Uhr an der Uni
Graz von Rektor Zechlin begrüßt. Die Verleihung findet
anschließend in der Aula statt, wo neben Rektor Zechlin, LH
Waltraud Klasnic und Bürgermeister Alfred Stingl auch der Dalai
Lama selbst zu Wort kommen wird. Seine Heiligkeit erhält anlässlich
der Auszeichnung die nicht finanziell dotiert ist
eine eigens gestaltete Urkunde der Universität Graz.
Der Großteil der insgesamt 400 Plätze in der Aula ist
für geladene Gäste reserviert, nur ein geringer Teil ist
allgemein zugänglich.
Da die Universität Graz regen Ansturm erwartet und lediglich
etwa 100 Zählkarten für Plätze in der Aula ausgeben
kann, wurde vorgesorgt: Im größten Hörsaal der Universität,
dem Hörsaal G im so genannten Heizhaus in der Heinrichstraße
38, wo zusätzlich 500 Plätze zur Verfügung stehen,
wird die Feier auf einer riesigen Video-Wall aus der Aula übertragen.
Zudem ermöglicht der Zentrale Informatikdienst eine Live-Ausstrahlung
des feierlichen Ereignisses im Internet.
VertreterInnen der Medien können die Verleihung in der Aula
verfolgen. Eine eigene Akkreditierung für die Uni Graz ist
nicht notwendig, hier reicht eine vorhandene Zulassung für
Kalachakra.
ExpertInnen
beleuchten Menschenrechte und Buddhismus bei Uni-Symposion
Am Tag der Verleihung des Menschenrechtspreises, dem 14. Oktober
2002, setzt die Universität Graz mit dem Symposion Toleranz
und Menschenrechte ein interkultureller Dialog auch
wissenschaftliche Akzente. Zwischen 9 und 13 Uhr referieren im RESOWI-Zentrum
der Universität Graz (Hörsaal 15.03, Bauteil C, Erdgeschoß)
in- und ausländische ExpertInnen mit anschließender Podiumsdiskussion.
Vizerektorin für Internationale Beziehungen, Ass.-Prof. Dr.
Roberta Maierhofer, und Dekan Prof. Dr. Walter Höflechner eröffnen
die Veranstaltung. Ao.Univ.-Prof. Dr. Josef Marko, Institut für
Österr., Europ. und Vergleichendes Öffentliches Recht,
Politikwissenschaft und Verwaltungslehre an der Uni Graz, referiert
Zur Universalität der Menschenrechte im Spannungsfeld
ethnisch-kultureller Vielfalt. Humanität und Menschenrechte
im Buddhismus rückt Mag. Kerstin-Katja Sindemann, Religionswissenschafterin
und Beitragsgestalterin für die ORF-Sendungen Religionen der
Welt und Orientierung, in den Mittelpunkt ihres Vortrages. Prof.
Dr. Perry Schmidt-Leukel von der Universität Glasgow führt
das Thema fort: Buddhismus und Menschenrechtsidee: Resonanzen
und Dissonanzen. Und Univ.-Prof. Dr. Karl Woschitz vom Institut
für Religionswissenschaft der Uni Graz beleuchtet in einer
Abschlussreflexion Das Menschliche des Menschen: Zur schweigenden
Transzendenz.
Kalachakra-Schau
an der Universitätsbibliothek
Auch die Universitätsbibliothek entführt in den kommenden
Wochen in die Welt des Buddhismus. Vom
5. Oktober bis 15. November 2002 ist im Foyer der Bibliothek die
Ausstellung Kalachakra Das Rad der Zeit zu sehen.
Gezeigt werden Bücher und Objekte aus den Sammlungen des Tibet-Institutes
Rikon, Schweiz. Die Gestaltung haben die beiden Schweizer Tibet-ExpertInnen
Roswitha Reinhard und Jacques Kuhn übernommen. Exponate zu
folgenden Themen sind unter anderem zu besichtigen: Kalachakra in
der Kunst, Missionare und Reisende, missionierende und reisende
Frauen in Tibet, Österreicher in Tibet.
Die Eröffnung der Schau erfolgt im Rahmen der Langen
Nacht der Museen am 5. Oktober 2002 ab 20.30 Uhr.
Medical
Traditions in East and West - Internationale Konferenz vom
23. bis 25. Oktober 2002
Im Rahmen von Kalachakra-Kultur Graz 2002 findet vom 23. bis 25.
Oktober 2002 in der Aula der Uni Graz der Kongress Medical
Traditions in East and West statt. Dieser Kongress dient der
Begegnung zwischen östlicher und westlicher Medizin. Nach einer
Darstellung der Grundlagen der jeweiligen Medizinsysteme werden
zu ausgewählten Fachbereichen die Therapieansätze erörtert
und somit ein gemeinsames Gespräch ermöglicht. Besondere
Aufmerksamkeit wird dem Thema Tod und Sterbebegleitung in westlicher
(Palliativmedizin) und tibetischer Medizin gewidmet sein.
Während der ersten zwei Tage referieren und diskutieren medizinische
Fachexperten der östlichen Medizin (Tibetische Medizin, Chinesische
Medizin, Ayurveda und Heilmethoden des burjatischen Schamanismus)
mit VertreterInnen der Phytotherapie, Homöopathie und der herkömmlichen
westlichen Medizin. Der dritte Tag ist dem Thema "Tod und Sterbebegleitung"
vorbehalten.
Anmeldung, detailliertes Programm, Teilnahmegebühren und weitere
Informationen unter www.graz2002.at
Kalachakra Kultur Graz 2002(Veranstalter)
Univ. Prof. Dr. H. Samonigg
Klinische Abteilung für Onkologie
Med. Univ. Klinik Graz
(Mitveranstalter)
Fotos:
AI
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Ausseninstitut
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