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Vier
neue Bakkalaureatsstudien ab Herbst an der Uni Graz
Während das Sommersemester in diesen Tagen zu Ende geht, steht
die Universität Graz bereits in den Startlöchern für
das Wintersemester 2002/2003, indem das Angebot für Studierende
erweitert und attraktiver wird: Gut drei Viertel der 60 Studienrichtungen
werden ab Oktober ein neues Gesicht zeigen. Entsprechend längerfristige
Übergangsfristen ermöglichen den Studierenden einen Wechsel
von alten zu neuen Studienplänen.
Zu den wesentlichen Veränderungen zählt zum einen der
Wegfall der bislang vorgeschriebenen Kombinationspflicht für
die Geisteswissenschaften (ausgenommen Lehramtsstudien). Hier werden
Wahlfach-Pools geschaffen, die den Studierenden ein breitgefächertes
Angebot eröffnen. Damit kann das Potenzial unserer Voll-Universität
gut ausgeschöpft werden. Und es lässt eine individuelle
Zusammensetzung des Studiums zu, weiß Ao.Univ.-Prof.
Dr. Ada Pellert, Vizerektorin für Lehre, Personalentwicklung
und Frauenförderung.
Zum anderen wird im kommenden Herbst die Erfolgsstory des Bakkalaureatsstudiums,
das im vergangenen Wintersemester erstmals an der Uni Graz für
Biologie eingerichtet wurde, fortgesetzt. Die praxisortientierten
und jeweils sechssemestrigen Bakkalaureatsstudien für Germanistik,
Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre sowie Erdwissenschaften
wurden vor wenigen Tagen seitens des Ministeriums ohne Einwände
genehmigt. In Vorbereitung für 2003 befinden sich Bakkalaureate
für Pädagogik und Romanistik.
Hohe Flexibilität für Studierende
Das neu geschaffene Bakkalaureat in den Erdwissenschaften
eröffnet vielfältige Möglichkeiten Stellen in der
Wirtschaft anzutreten, insbesondere in ingenieurgeologischen Bereichen
wie technische Geologie, Hydrogeologie, Rohstoffthemen, schildert
Studienkommission-Vorsitzender Univ.-Prof. Dr. Werner Piller. Und
unterstreicht, dass die Uni Graz als erste Uni Österreichs
in diesem Fach sowohl ein Bakkalaureats- als auch Magister/rastudium
anbietet. Letzteres erlaubt durch einen modularen Studienaufbau
hohe Flexibilität für die Studierenden, aber auch rasche
Anpassung des Lehrangebots an neue wissenschaftliche Erkenntnisse
und Trends. Zusätzlich können durch die Wissenschaftlichkeit
der Magisterarbeit die Studierenden bereits frühzeitig in nationale
und internationale Forschungsprojekte eingebunden werden, die sowohl
dem Bereich der angewandten wie der Grundlagenforschung zuzuordnen
sind. In naher Zukunft soll, so Piller, weiters der
Fachbereich Hydrogeologie besonders forciert werden, womit in Graz,
gemeinsam mit anderen Instituten und Institutionen (z.B. Joanneum
Research), ein Zentrum für Hydrogeologie geschaffen werden
soll.
Mit den Bakkalaureatsstudien für Betriebswirtschaftslehre
sowie Volkswirtschaftslehre wird beinahe das gesamte Lehrprogramm
an der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät reformiert.
Studiendekanin Univ.-Prof. Dr. Ulrike Leopold-Wildgruber erwartet
sich eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im internationalen
Umfeld: Die Studierenden erhalten durch den neuen Studienplan
eine klare Vorgabe für ihr Bakkalaureat-Studium, während
ihnen im Rahmen des weiterführenden Magisterstudiums freie
Wahl zwischen einer quantitativen oder qualitativen Ausbildung gegeben
ist. Und: Es wird viel Anwesenheit und Mitarbeit verlangt,
andererseits entfallen die großen Gesamtprüfungen.
Ebenfalls ab Herbst 2002 bietet die Germanistik statt des
bisherigen Diplomstudiums ein zweistufiges Studium an: das Bakkalauareatsstudium
und das darauf aufbauende Magisterstudium Germanistik. An
inhaltlichen Neuerungen zu erwähnen, ist insbesondere die starke
Gewichtung der praxisbezogenen Ausbildung im Bakkalaureatsstudium
wie die Vermittlung von sogenannten Schlüsselqualifikationen
und Anwendungskompetenzen, sagt die Vorsitzende der Studienkommission,
Mag. Gertrude Pauritsch. Damit soll eine Aktualisierung der Lehrinhalte
einerseits und eine Verbesserung der Arbeitsmarktchancen der AbsolventInnen
andererseits erreicht werden.
Völlig modernisiert geht bekanntlich am 1. Oktober 2002 auch
das Medizin-Studium an den Start. Wesentlich dabei ist die
Modulgestaltung sowie die fall- und patientenorientierte Ausbildung.
Da die Studierenden mit realen Krankheitssituationen konfrontiert
werden, raten die Uni-MedizinerInnen zum Schutz vor einer Hepatitis
B-Infektion zur Impfung. Studierende können sich ab sofort
am Institut für Hygiene kostenlos gegen Hepatitis B impfen
lassen können wenn sie ernsthaft beabsichtigen, ab Oktober
an der Medizinischen Fakultät der Uni Graz ein Human- oder
Zahnmedizinstudium zu beginnen. Telefonische Terminvereinbarung
am Institut für Hygiene unter: 0 316 / 380-7696.
Am 23. und 24. September finden unter dem Titel Erste Schritte
in der Medizin bereits Veranstaltungen statt, die den Studierenden
eine Übersicht über das Human- und Zahnmedizinstudium,
die Berufsmöglichkeiten und die Fort- und Weiterbildung bieten.
Alle neuen Studienpläne im Mitteilungsblatt der Universitiät
Graz unter:
www.uni-graz.at/zvwww/miblatt.html
www.uni-graz.at/4students/
Studienberatung während der Ferien!
Für alle Anfragen rund ums Studium steht heuer erstmalig während
der Sommerferien die virtuelle Studienberatung zur Verfügung.
ExpertInnen beraten, beantworten kostenlos telefonisch oder via
E-mail Fragen zu den Studienplänen und geben Tipps bei der
Entscheidung zum richtigen Studium. Ideal für
alle noch ratlosen Erstsemestrigen, aber auch für jene, die
sich für die neuen Bakkalaureatsstudien interessieren oder
einen Wechsel in die neuen Studienpläne planen, weiß
die Koordinatorin Mag. Sabine Schneidhofer.
Virtuelle Studienberatung: www.uni-graz.at/4students/
Email: studienberatung@uni-graz.at
Tel.: 0 316 / 380-1066
Massiv
erweitert wird ab Herbst auch das Angebot der Universitäts-Lehrgänge.
Zusätzlich zu den bereits erfolgreichen Lehrgängen starten
in den kommenden Monaten folgende universitäre Weiterbildungsangebote:
- Public Health
- Master in European Integration and Regionalism
- Fremdsprachenunterricht in der Erwachsenenbildung
- REGI_ON_LINE: Regional Policies and Development by E-Learning
- Systemisches Management Leiten und Entwickeln in Sozial-
und Bildungseinrichtungen
Alle Lehrgänge der Uni Graz auf einen Blick:
www.uni-graz.at/weiterbildung/universitaetslehrgang.html
Foto:
AI
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Ausseninstitut
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