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BetreuerIn *02.07.02

Vier neue Bakkalaureatsstudien ab Herbst an der Uni Graz

Während das Sommersemester in diesen Tagen zu Ende geht, steht die Universität Graz bereits in den Startlöchern für das Wintersemester 2002/2003, indem das Angebot für Studierende erweitert und attraktiver wird: Gut drei Viertel der 60 Studienrichtungen werden ab Oktober ein neues Gesicht zeigen. Entsprechend längerfristige Übergangsfristen ermöglichen den Studierenden einen Wechsel von alten zu neuen Studienplänen.
Zu den wesentlichen Veränderungen zählt zum einen der Wegfall der bislang vorgeschriebenen Kombinationspflicht für die Geisteswissenschaften (ausgenommen Lehramtsstudien). Hier werden Wahlfach-Pools geschaffen, die den Studierenden ein breitgefächertes Angebot eröffnen. „Damit kann das Potenzial unserer Voll-Universität gut ausgeschöpft werden. Und es lässt eine individuelle Zusammensetzung des Studiums zu“, weiß Ao.Univ.-Prof. Dr. Ada Pellert, Vizerektorin für Lehre, Personalentwicklung und Frauenförderung.

Zum anderen wird im kommenden Herbst die Erfolgsstory des Bakkalaureatsstudiums, das im vergangenen Wintersemester erstmals an der Uni Graz für Biologie eingerichtet wurde, fortgesetzt. Die praxisortientierten und jeweils sechssemestrigen Bakkalaureatsstudien für Germanistik, Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre sowie Erdwissenschaften wurden vor wenigen Tagen seitens des Ministeriums ohne Einwände genehmigt. In Vorbereitung für 2003 befinden sich Bakkalaureate für Pädagogik und Romanistik.

Hohe Flexibilität für Studierende

„Das neu geschaffene Bakkalaureat in den Erdwissenschaften eröffnet vielfältige Möglichkeiten Stellen in der Wirtschaft anzutreten, insbesondere in ingenieurgeologischen Bereichen wie technische Geologie, Hydrogeologie, Rohstoffthemen“, schildert Studienkommission-Vorsitzender Univ.-Prof. Dr. Werner Piller. Und unterstreicht, dass die Uni Graz als erste Uni Österreichs in diesem Fach sowohl ein Bakkalaureats- als auch Magister/rastudium anbietet. „Letzteres erlaubt durch einen modularen Studienaufbau hohe Flexibilität für die Studierenden, aber auch rasche Anpassung des Lehrangebots an neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Trends. Zusätzlich können durch die Wissenschaftlichkeit der Magisterarbeit die Studierenden bereits frühzeitig in nationale und internationale Forschungsprojekte eingebunden werden, die sowohl dem Bereich der angewandten wie der Grundlagenforschung zuzuordnen sind.“ In naher Zukunft soll, so Piller, weiters d
er Fachbereich Hydrogeologie besonders forciert werden, womit in Graz, gemeinsam mit anderen Instituten und Institutionen (z.B. Joanneum Research), ein Zentrum für Hydrogeologie geschaffen werden soll.


Mit den Bakkalaureatsstudien für Betriebswirtschaftslehre sowie Volkswirtschaftslehre wird beinahe das gesamte Lehrprogramm an der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät reformiert. Studiendekanin Univ.-Prof. Dr. Ulrike Leopold-Wildgruber erwartet sich eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Umfeld: „Die Studierenden erhalten durch den neuen Studienplan eine klare Vorgabe für ihr Bakkalaureat-Studium, während ihnen im Rahmen des weiterführenden Magisterstudiums freie Wahl zwischen einer quantitativen oder qualitativen Ausbildung gegeben ist.“ Und: „Es wird viel Anwesenheit und Mitarbeit verlangt, andererseits entfallen die großen Gesamtprüfungen.“

Ebenfalls ab Herbst 2002 bietet die Germanistik statt des bisherigen Diplomstudiums ein zweistufiges Studium an: das Bakkalauareatsstudium und das darauf aufbauende Magisterstudium Germanistik. „An inhaltlichen Neuerungen zu erwähnen, ist insbesondere die starke Gewichtung der praxisbezogenen Ausbildung im Bakkalaureatsstudium wie die Vermittlung von sogenannten Schlüsselqualifikationen und Anwendungskompetenzen“, sagt die Vorsitzende der Studienkommission, Mag. Gertrude Pauritsch. Damit soll eine Aktualisierung der Lehrinhalte einerseits und eine Verbesserung der Arbeitsmarktchancen der AbsolventInnen andererseits erreicht werden.

Völlig modernisiert geht bekanntlich am 1. Oktober 2002 auch das Medizin-Studium an den Start. Wesentlich dabei ist die Modulgestaltung sowie die fall- und patientenorientierte Ausbildung. Da die Studierenden mit realen Krankheitssituationen konfrontiert werden, raten die Uni-MedizinerInnen zum Schutz vor einer Hepatitis B-Infektion zur Impfung. Studierende können sich ab sofort am Institut für Hygiene kostenlos gegen Hepatitis B impfen lassen können – wenn sie ernsthaft beabsichtigen, ab Oktober an der Medizinischen Fakultät der Uni Graz ein Human- oder Zahnmedizinstudium zu beginnen. Telefonische Terminvereinbarung am Institut für Hygiene unter: 0 316 / 380-7696.
Am 23. und 24. September finden unter dem Titel „Erste Schritte in der Medizin“ bereits Veranstaltungen statt, die den Studierenden eine Übersicht über das Human- und Zahnmedizinstudium, die Berufsmöglichkeiten und die Fort- und Weiterbildung bieten.
Alle neuen Studienpläne im Mitteilungsblatt der Universitiät Graz unter:
www.uni-graz.at/zvwww/miblatt.html

www.uni-graz.at/4students/ – Studienberatung während der Ferien!
Für alle Anfragen rund ums Studium steht heuer erstmalig während der Sommerferien die virtuelle Studienberatung zur Verfügung. ExpertInnen beraten, beantworten kostenlos telefonisch oder via E-mail Fragen zu den Studienplänen und geben Tipps bei der Entscheidung zum „richtigen“ Studium. „Ideal für alle noch ratlosen Erstsemestrigen, aber auch für jene, die sich für die neuen Bakkalaureatsstudien interessieren oder einen Wechsel in die neuen Studienpläne planen“, weiß die Koordinatorin Mag. Sabine Schneidhofer.

Virtuelle Studienberatung: www.uni-graz.at/4students/
Email: studienberatung@uni-graz.at
Tel.: 0 316 / 380-1066

Massiv erweitert wird ab Herbst auch das Angebot der Universitäts-Lehrgänge. Zusätzlich zu den bereits erfolgreichen Lehrgängen starten in den kommenden Monaten folgende universitäre Weiterbildungsangebote:
- Public Health
- Master in European Integration and Regionalism
- Fremdsprachenunterricht in der Erwachsenenbildung
- REGI_ON_LINE: Regional Policies and Development by E-Learning
- Systemisches Management – Leiten und Entwickeln in Sozial- und Bildungseinrichtungen

Alle Lehrgänge der Uni Graz auf einen Blick:
www.uni-graz.at/weiterbildung/universitaetslehrgang.html

Foto: AI

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