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Uni-Zentrum
für Medizinische Grundlagenforschung als Garant für Wissenschaftsstandort
Graz
Für
Bestürzung sorgt die Ankündigung der Landesregierung an
der Universität Graz, das Zentrum für Medizinische Grundlagenforschung
(ZMF) am LKH Universitätsklinikum Graz dessen Spatenstich
am kommenden Samstag vorgesehen war einer neuerlichen Prüfung
zu unterziehen. Die dringliche Erfordernis wurde bereits seitens
des Bundes und des Landesrechnungshofes hinlänglich geprüft
und der Bau genehmig, wundert sich Univ.-Prof. Dr. Helmut
Wurm, Dekan der Medizinischen Fakultät an der Universität
Graz, über die gegenwärtigen politischen Querelen. Den
Sinn einer zusätzlichen Bedarfsprüfung und die damit verbundene
Verzögerung des Baus kann Wurm nicht nachvollziehen: Denn
gerade für ein großes Uni-Klinikum brauchen wir dieses
Zentrum, um international in Forschung und Lehre zukünftig
wettbewerbsfähig zu bleiben.
Zudem ist der Fahrplan seit Jahren fixiert: Die grundsätzliche
Entscheidung zur Errichtung des Zentrums besteht schon seit 1989,
das Projekt ist seit 1995 vertraglich im Vorhaben LKH 2000 abgesichert.
Das ZMF ist, so Wurm, für die Gewährleistung und den Ausbau
des Forschungsniveaus an den Grazer Uni-Kliniken unerlässlich:
Es besteht die Gefahr, dass Graz als Wissenschaftsstandort
den Anschluss verliert. So wird einerseits das bestehende
Forschungszentrum am AKH Wien um 4.000 Quadratmeter erweitert, andererseits
ist an der Universität Innsbruck ein Medizinisches Zentrum
um etwa eine Milliarde Schilling geplant.
Die Kosten für das Grazer ZMF belaufen sich auf knapp 440 Millionen
Schilling, die Nutzungsfläche für Spitzenforschung auf
den Sektoren wie etwa Nuklearmedizin, Virologie und Mikrobiologie
beträgt mehr als 4.000 Quadratmeter.
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