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BetreuerIn * 31.10.01

Uni-Zentrum für Medizinische Grundlagenforschung als Garant für Wissenschaftsstandort Graz

Für Bestürzung sorgt die Ankündigung der Landesregierung an der Universität Graz, das Zentrum für Medizinische Grundlagenforschung (ZMF) am LKH Universitätsklinikum Graz – dessen Spatenstich am kommenden Samstag vorgesehen war – einer neuerlichen Prüfung zu unterziehen. „Die dringliche Erfordernis wurde bereits seitens des Bundes und des Landesrechnungshofes hinlänglich geprüft und der Bau genehmig”, wundert sich Univ.-Prof. Dr. Helmut Wurm, Dekan der Medizinischen Fakultät an der Universität Graz, über die gegenwärtigen politischen Querelen. Den Sinn einer zusätzlichen Bedarfsprüfung und die damit verbundene Verzögerung des Baus kann Wurm nicht nachvollziehen: „Denn gerade für ein großes Uni-Klinikum brauchen wir dieses Zentrum, um international in Forschung und Lehre zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben.”

Zudem ist der Fahrplan seit Jahren fixiert: Die grundsätzliche Entscheidung zur Errichtung des Zentrums besteht schon seit 1989, das Projekt ist seit 1995 vertraglich im Vorhaben LKH 2000 abgesichert. Das ZMF ist, so Wurm, für die Gewährleistung und den Ausbau des Forschungsniveaus an den Grazer Uni-Kliniken unerlässlich: „Es besteht die Gefahr, dass Graz als Wissenschaftsstandort den Anschluss verliert.” So wird einerseits das bestehende Forschungszentrum am AKH Wien um 4.000 Quadratmeter erweitert, andererseits ist an der Universität Innsbruck ein Medizinisches Zentrum um etwa eine Milliarde Schilling geplant.
Die Kosten für das Grazer ZMF belaufen sich auf knapp 440 Millionen Schilling, die Nutzungsfläche für Spitzenforschung auf den Sektoren wie etwa Nuklearmedizin, Virologie und Mikrobiologie beträgt mehr als 4.000 Quadratmeter.