english version
Aktuelles und Veranstaltungen
Suche
Sitemap
Hilfe
Homepage der Uni Graz
Homepage

BetreuerIn * 09.11.01

Ende der Allgemeinen Zulassungsfrist für das WS 01/02:
Knapp ein Viertel weniger Studierende an der Uni Graz

Minus 22% beträgt der vorläufige Rückgang an Studierenden an Österreichs Universitäten. Die ab diesem Semester eingehobenen Studienbeiträge scheinen ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben. Auch die Universität Graz verzeichnet mit dem Ende der Allgemeinen Zulassungsfrist erwartungsgemäß ein Minus sowohl bei der Gesamtzahl als auch bei den Erstzulassungen der StudentInnen – zumindest vorläufig, denn bekanntlich gilt bis zum 30. November die Nachfrist, während dieser Frist können die Studierenden mit einem um zehn Prozent höheren Beitrag inskribieren. Die endgültigen Zahlen liegen daher erst Anfang Dezember vor.
Höher als erwartet fällt vorläufig der Rückgang an Erstzulassungen aus: Im Vergleich zum vergangenen Wintersemester beträgt bislang das Minus knapp 16% (=572 StudentInnen).
Dass die Uni Graz insgesamt etwa ein Viertel weniger Studierende als im Vorjahr – exakt 26,5% – verzeichnet, wird, so Rektor Lothar Zechlin, auf die Situation in der Lehre kaum Auswirkungen nach sich ziehen: „Denn die Anzahl der Studierenden, die tatsächlich die Leistungen der Uni Graz in Anspruch nehmen, dürfte sich kaum verändert haben.”

Als signifikant erweist sich, dass überraschend viele Studierende mit der Einzahlung ihrer Studienbeiträge bis zum Ende der Allgemeinen Zulassungsfrist zugewartet haben dürften, daher konnte noch in den letzten Tagen ein starker Zuwachs registriert werden.
Betrug der Frauenanteil unter den Studierenden an der Uni Graz im vergangenen Wintersemester schon 59%, so erhöhte sich dieser Anteil heuer um ein Prozent. Konstant blieb hingegen der Anteil der erstzugelassenen Studentinnen, sie haben mit 66% weiterhin die Nase vorn.

Der Anteil der AusländerInnen unter den gemeldeten Studierenden steigerte sich trotz erhöhter Beiträge geringfügig von 6,5 auf 7,6%, jener unter den Erstzulassungen ist mit 16% wiederum kaum verändert.
Die geringsten Rückläufe verzeichnet die Medizinische Fakultät: minus 10% unter den gemeldeten Studierenden, minus 5% unter den Erstzulassungen.

Attraktiver sind offenbar neu entwickelte und in gestuften Abschlüssen gestaltete Studien – wie z.B. das erstmals im aktuellen Wintersemester angebotene Bakkalaureatsstudium Biologie, wofür sich bereits 263 Studierende inskribiert haben.Dieses Bakkalaureatsstudium haben somit um 7% mehr Studierende begonnen als das bisherige Diplomstudium.
„Insgesamt ergeben sich Konsequenzen in dreierlei Richtungen”, resümiert Rektor Zechlin. „Erstens muss genau analysiert werden, welche Gründe für den Rückgang bei den Erstzulassungen ausschlaggebend sind. Sollte sich herausstellen, dass ein nennenswerter Teil aus sozialen Gründen von der Aufnahme eines Studiums abgehalten worden ist, muss zweitens das Stipendiensystem verbessert werden. Und drittens besteht in Österreich Handlungsbedarf, insgesamt die Anzahl der Studierenden zu erhöhen. Denn es hat im OECD-Vergleich mit 8% eine der geringsten AkademikerInnenquoten. So weisen beispielsweise die Niederlande einen AkademikerInnenanteil von 28% aus.”

Fakultät gemeldete Studierende WS 01/02 inkl. Mehrfachbelegung gemeldete Studierende
WS 00/01 inkl. Mehrfachbelegung
Veränderung zum WS 00/01 Erstzulassungen
WS 01/02
inkl. Mehrfachbelegung
Erstzulassungen
WS 00/01 inkl. Mehrfachbelegung
Veränderung
zum WS 00/01
Katholische Theologie 446 638 minus 30% 32 42 minus 24%
Rechtswissenschaften 4.017 5.820 minus 31% 375 414 minus 9%
Sozial- und Wirt-
schaftswissenschaften
4.759 6.845 minus 30,5% 612 781 minus 22%
Medizin 4.408 4.896 minus 10% 436 461 minus 5%
Geisteswissenschaften 7.599 10.765 minus 29,5% 929 1.152 minus 19%
Naturwissenschaften 5.400 6.711 minus 19,5% 614 665 minus 8%

 

  gemeldete Studierende WS 01/02 gemeldete Studierende
WS 00/01
Veränderung zum
WS 00/01
Erstzulassungen
WS 01/02
Erstzulassungen
WS 00/01
Veränderung zum
WS 00/01
Uni Graz gesamt exkl. Mehrfachbelegung 23.344 31.777 minus 26,5% 2.922 3.494 minus 16%
davon Frauen 13.976 (=60%) 18.786 (=59%) plus 1% 1.925 (=66%) 2.302 (=66%) keine Veränderung