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BetreuerIn * 29.11.01

102 Millionen Schilling für Uni Graz aus „Universitäts-Milliarde”

102 Millionen Schilling (7,412.629 Euro) erhielt die Universität Graz aus der sogenannten „Universitäts-Milliarde” bewilligt. Der Finanz-Topf wurde bekanntlich geschaffen, um Investitionen zur Verbesserung der Situation von Studierenden zu tätigen (dabei handelt es sich aber nicht um die Einnahmen aus den Studienbeiträgen). Dennoch bleibt für die Uni Graz und dem zuständigen Vizerektor für Finanzen, Univ.-Prof. Dr. Franz Kappel, ein bitterer Nachgeschmack: So können zwar alle seitens der Uni Graz eingereichten Projekte mit der vom bm:bwk bereitgestellten Summe gefördert werden, allerdings nicht im beabsichtigten Ausmaß. Insgesamt 33 Millionen Schilling (2,403.388 Euro) wurden nämlich aus dem wohldurchdachten Antrag herausgestrichen.

Für Irritationen sorgt die Vorgangsweise des bm:bwk hinsichtlich der Verteilung der „Universitäts-Milliarde”. „Die Anträge mussten auf konkrete Projekte zugeschnitten werden. Eine Vorgabe, an die sich die Uni Graz exakt gehalten hat. Und dennoch werden an zahlreiche andere Universitäten Finanzmittel, die sie autonom ausgeben können, zugewiesen”, wundert sich Kappel.
„Auch die Lehre zählt zur Verbesserung zur Situation von Studierenden, doch die Gelder der ,Universitäts-Milliarde‘ dürfen nicht für Lehrende aufgewendet werden”, merkt Rektor Univ.-Prof. Dr. Lothar Zechlin an. „Somit können wir bestehende, akute Personalengpässe leider nicht abbauen.”

Die 102 Millionen Schilling (7,412.629 Euro) der Uni Graz fließen unter anderem in folgende Vorhaben: Neue Medien und Technologien in der Lehre, Ausbau der Infrastruktur für Telelearning, Soft- und Hardware, AV-Geräte, Projekt OLPA zur Lehr- und Prüfungsadministration, Studienrichtungsfolder, Verbesserung der Bibliotheksräumlichkeiten (Beleuchtung, Klimaanlage) sowie Anschaffung von Literatur. An der Medizinischen Fakultät wird in das Diplomstudium Humanmedizin, Telemedizin sowie in das Zahnmedizinstudium investiert.

Siehe auch bm:bwk