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UniversitätslehrerInnen
untermauern Protest
Wir
müssen versuchen, das Vier-Säulen-Modell abzuwehren,
unterstrich Anneliese Legat, Vorsitzende des Universitätslehrerverbandes
an der Uni Graz am 3. April 2001 anlässlich einer gemeinsamen
Pressekonferenz mit den Dienststellenausschüssen der UniversitätslehrerInnen
und des Gewerkschaftlichen Betriebsausschüssen für die
Hochschullehrer an den drei Grazer Universitäten (Uni Graz,
TU Graz und Kunstuniversität). Auch die neuen Vorschläge
seitens der Steuerungsgruppe für Strategie und Planung im Universitätsbereich
des bm:bwk seien lediglich kosmetische Maßnahmen.
Denn das Modell sei wissenschaftsfeindlich, für den Nachwuchs
unannehmbar, zudem sei die Wissenschaftsfreiheit in Frage gestellt.
Gerhard Braunegg von der TU Graz untermauerte den Protest: Wir
können die Lehre nicht in dem jetzigen Umfang aufrecht erhalten.
Des weiteren werde der Wirtschaftsraum Steiermark gefährdet.
Ebenso kritisiert wurde das geplante Organisationsrecht. Das diskutierte
GesmbH.-Modell sei unbrauchbar, über den sogenannten Universitätsrat
werde zudem parteipolitische Einflussnahme befürchtet. Joachim
Schallock von der Universität für Musik und darstellende
Kunst ortete Bestrebungen seitens der Regierung, bis zu 1200 Dienstposten
an den Universitäten überhaupt zu streichen.
Die Verhandlungen zur Dienstrechtsreform am 4. April werden mit
folgenden Forderungen fortgesetzt: Wir verlangen ein leistungsorientiertes
durchgängiges Dienstrecht mit Einstiegsmöglichkeiten auf
jeder Ebene des Modells, so Legat. Und weiter: Realistische
Übergangsbestimmungen, die dem Rechtsgrundsatz des Vertrauensschutzes
entsprechen. Die Gewerkschaft hat unterdessen Beschlüsse gefasst,
jede Kampfmaßnahme bis zum Streik zu ergreifen.
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