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BetreuerIn * 07.12.01

Rudi Roth-Stipendium an der Universität Graz:
Eine große Brücke zur eigenen Ausbildungsstätte

Erstmals wurde das Rudi Roth-Stipendium an der Uni Graz verliehen, dessen Ziel es ist, "eine große historische, geistige und wirtschaftliche Brücke zu schlagen zwischen Österreich und der Welt, zwischen der Universität und der Wirtschaft – und auch eine große Brücke zu meiner eigenen Ausbildungsstätte", beschrieb Konsul Mag. Rudolph Roth, Stifter des Stipendiums, seine Motivation: "Ich wollte der Universität, der ich meine Ausbildung verdanke, wieder etwas geben und gleichzeitig junge Studierende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer Arbeit unterstützen". Das Stipendium ist zunächst auf fünf Jahre ausgelegt. 2001 wurden 165.000,-- ATS an fünf Projekte vergeben. "Das Stipendium dient zur Verstärkung der Beziehungen der Universität nach außen – zu den Ländern des südöstlichen Europas und zur Universität of Waterloo in Kanada. Damit unterstreicht die Universität Graz ihre internationale Ausrichtung und zugleich die Aufgabe der Universitäten, die Gesellschaft zu gestalten", konkretisierte Univ.-Prof. Dr. Lothar Zechlin, Rektor der Universität Graz.
Die ausgezeichneten Arbeiten beschäftigen sich mit rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen des südosteuropäischen Raumes: mit Fragen des Wissensmanagements (Mag. Bozana Atanasov), mit dem Demokratisierungsprozess insbesondere in Albanien (Evis Baholli), mit dem Informations- und Medienbereich in Kroatien (Michaela Biscan), mit der Einschätzung der Lage in Südost-Europa für potenzielle Investoren (Mag. Teuta Shala) – und mit der österreichischen Emigration nach 1938 (Mag. Andrea Strutz, Dr. Manfred Lechner).

Jährlich werden dabei 150.000,-- ATS auf die Preisträgerinnen und Preisträger verteilt, 2001 wurde der Betrag sogar auf 165.000,-- ATS aufgestockt. GefÝrdert werden Dissertationen, Diplomarbeiten und vergleichbare Projektarbeiten, die rechtliche und wirtschaftliche Problemstellungen des südosteuropäischen Raumes behandeln. Aus dem Bereich der Geisteswissenschaften wird ein Mobilitätsstipendium für die University of Waterloo (Kanada) vergeben.„Es ist mir ein großes Anliegen, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihren Arbeiten zu unterstützen. Und gerade die Beziehungen Österreichs zu den Ländern Ost- und Südosteuropas werfen Fragen auf, die für die wirtschaftliche und politische Situation für die Zukunft dieser Länder von großer Relevanz sind”, begründet Rudi Roth die Motivation für seine Stipendium-Spende in der Höhe von 1 Million ATS an die Universität Graz, die den Grundstock für die Kontinuität des Rudi Roth-Stipendiums bildet.

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Rudi Roth-Stipendiums 2001 sind:

Mag. Bozana Atanasov: Forschung und Entwicklung als wirtschaftliches und rechtliches Erfordernis fŽr Bosnien und Herzegowina unter Berücksichtigung des europäischen Integrationsprozesses

Evis Baholli: Albanien im Assoziierungs- und Stabilisierungsprozess der Europäischen Union

Michaela Biscan: Information, Medien und Demokratie in Kroatien

Mag. Teuta Shala: Institutionelle Voraussetzungen für die wirtschaftlichen Aktivitäten österreichischer Investoren in SR Jugoslawien

Mag. Andrea Strutz und Dr. Manfred Lechner, gemeinsames Video-History-Projekt: Von Graz nach Kanada - Lebenserinnerungen von Leo Dortort


Weitere Informationen:
Portrait von Honorarkonsul Mag. Rudi Roth in der UNIZEIT 5/00:

Die feierliche Verleihung des Rudi Roth-Stipendiums:

Landtagspräsident Reinhold Purr, Rektor Lothar Zechlin, Vizerektor Friedrich Zimmermann, Michaela Biscan, Evis Baholli, Andrea Strutz, Manfred Lechner, Konsul Rudi Roth, Teuta Shala und Bozana Atanasov (v.l.)

Konsul Rudi Roth (Mitte) beim Eintragen in das Ehrenbuch der Universität Graz.

Fotos: Ausseninstitut, Habersack