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Rektor
Zechlin: Wir nehmen das Zepter selbst in die Hand
Wir
haben begonnen, strategische Pläne für die Zukunft der
Uni Graz zu entwickeln. Das Grundgerüst steht, nun müssen
wir es auch mit Inhalten füllen, betonte Rektor Lothar
Zechlin im Rahmen eines Pressegesprächs an der Universität
Graz am 13. Juni 2001. In einem knapp einjährigen Prozess gestaltet
die Uni derzeit ihre zukünftige Ausrichtung siehe dazu
Beilage Prozess in Progress. Wir wollen dazu kein
ExpertInnenteam von außen, sondern wir sind selbstbewusst
genug das selbst in Angriff zu nehmen, begründet Zechlin.
Ein weiterer wesentlicher Grundstein wird am 21. Juni 2001 in der
Großveranstaltung, zu der alle Uni-Angehörigen eingeladen
sind, gelegt.
19 Themenfelder werden in einzelnen Arbeitsgruppen behandelt, deren
Ergebnisse anschließend in einem Voting-Verfahren bewertet
werden. Wir nehmen das Zepter selbst in die Hand. Und es gibt
keinen Grund zur Resignation, denn wir können das auch.
Unter anderem soll beantwortet werden, wie die Lehramtsausbildung
neu gestaltet werden kann. Denn beispielsweise ein ausgezeichneter
Mathematiker ist nicht immer der beste Lehrer, so Zechlin.
Wir können überlegen, ob es nicht Sinn macht, eine
Kooperation mit der Pädak einzugehen.
Weiters hätten sich auch die Biographien der Studierenden verändert.
Sie jobben nicht nur, sondern müssen ihren Lebensunterhalt
verdienen. Das heißt, die Uni muss darauf reagieren.
Reaktionen seien ebenso gefragt, um die hohe Drop-Out-Rate unter
Österreichs Studierenden zu senken. Denn sowohl der Aufwand
an Ressourcen sei enorm als auch das Selbstbewusstsein der StudentInnen
leide darunter. Die Bachelor-/Masterabschlüsse
die ersten starten im kommenden Herbst werden das ändern,
ist Zechlin überzeugt.
Im Zuge der Schwerpunktbildung die Zukunft liegt in
interdisziplinären Vernetzungen sei auch die Frage
von Standortzusammenlegungen aufzuwerfen. Welche genau müssen
wir im Zuge des Prozesses diskutieren. Außerdem soll
geklärt werden, wie die leistungsorientierte Finanzierung umgesetzt
werden kann.
Weitere Infos zur Großveranstaltung:
www.uni-graz.at/universitaetsentwicklung/juni_21/einladung_juni.html
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