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Vizerektorin
Pellert kritisiert Entwurf zum Dienstrecht: Frauen trifft
es doppelt hart
Der
Entwurf zum neuen Dienstrecht, der bislang nur in Form einer kurzen
Folienpräsentation vorliegt, erscheint als unausgegorener Schnellschuss,
der einerseits ein Gesamtkonzept vermissen lässt, andererseits
durch überraschende Detaillierung in einzelnen Punkten berechtigte
existenzielle Sorgen weckt, kritisiert die Vizerektorin für
Lehre, Personalentwicklung und Frauenförderung der Universität
Graz, Ada
Pellert. Wenn der Entwurf in dieser Form verwirklicht werden
sollte, bedeute das massive Eingriffe in die inhaltliche Ausgestaltung
der Universität, da aufgrund der in vielen Bereichen dünnen
Personaldecke ein Kahlschlag bereits arrivierter Mittelbauangehöriger
Schwerpunktsetzungen in Forschung, Lehre und den internationalen
Beziehungen gefährde. Insbesondere die angedachte Nichtverlängerung
jener, die sich im provisorischen Dienstverhältnis befinden,
erscheine auch aufgrund des Vertrauensschutzes mehr als bedenklich.
Überlegungen hinsichtlich universitärer Personalentwicklung
wären auch obsolet, da keine durchgehende Entwicklungsperspektive
(Karierremodell) gegeben ist. Frauen würde es doppelt hart
treffen, da sie sich nun langsam universitäre Positionen erkämpft
haben.
Wenn universitäre Autonomie ernst genommen wird,
ergänzt Pellert, dann müssen die Universitäten
selbst die Rahmenbedingungen ihrer Personalentwicklung gestalten
können, ohne gravierende Eingriffe des Staates.
Eckpfeiler einer modernen Personalentwicklung sind laut Pellert:
- Eine befristete Ausbildungsphase für AssistentInnen, nach
der dann die tatsächliche Entscheidung für eine universitäre
Karriere fallen sollte.
- Eine Entlastung der wissenschaftlich Forschenden und Lehrenden
im Dienstleistungsbereich durch eine entsprechende Aufstockung von
professionellen Verwaltungs- bzw. mittleren Managementstellen.
- Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen befristeten und unbefristeten
Stellen, um die notwendige Balance zwischen Flexibilität und
Kontinuität in der Universitätsentwicklung zu ermöglichen.
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